"In welchem Jahr fand die Französische Revolution statt?" und "Wann wurde Mozart geboren?" - das sind nicht unbedingt Fragen, die eine selbstständige Recherche im Internet für Lernende attraktiv machen. Sie werden aber dennoch in inhaltlich abgewandelter Form zuweilen in WebQuests gestellt. Spannender und die Methode konsequenter verfolgend wären handlungsorientierte Problemstellungen wie "Entwickeln Sie eine Rundreise durch Andalusien" oder "Bedroht El Niño auch unser Klima?".
BestandsaufnahmePhilip Molebash, der wie Bernie Dodge an der San Diego State University lehrt, erläutert im aktuellen Aufsatz die unterschiedlichen Herangehensweisen Lehrender an WebQuests. Bei Untersuchungen von WebQuests, die im Internet zu finden sind, stellte sich heraus, dass es verschiedene Vorstellungen dieser lernerzentrierten Forschungsprojekte und deren Umsetzungen gibt.Molebash zeigt, dass sich Lernende bei ihrer Forschungstätigkeit im Internet in unterschiedlichem Maße frei bewegen. Er erkennt schlussendlich drei Stufen des Forschens im Netz:
Forschen braucht FreiheitDiese "Stufen der Freiheit" der Lernenden bei Web-Projekten sollten Lehrende bei der Planung eigener Unterrichtseinheiten mit dem Internet im Auge haben. Denn je nach Leistungsstand und Medienkompetenz der Lerngruppe können sich verschiedene Varianten anbieten. Die zweite und dritte Stufe sind aber die zu bevorzugenden Umsetzungen für sinnvolle Webprojekte.
WebQuests haben sich in der unterrichtlichen Praxis mittlerweile etabliert. Die Aktivität der Lernenden wird dabei ganz unterschiedlich gefördert. Daher möchte Molebash mit dem Begriff WIP nun konkret die Projekte beschreiben, die eine "guided" oder "open inquiry" bedingen, die Schülerinnen und Schüler also in erhöhtem Maße organisieren und handeln lassen. Sie regen durch ihre Aufgabenstellung die Lernenden an, selbst Fragen zu einem Thema zu stellen, um dann wiederum selbst einen Lösungsweg zu finden und die Lösung zu präsentieren.
Wenn Sie selbst ein Web Inquiry Project konzipieren möchten, können Sie sich an den von Molebash definierten sechs Phasen eines solchen Forschungsunternehmens orientieren:
Unterrichtsmethode, Internetrecherche, kooperatives Lernen