Der Schwerpunkt liegt dabei auf der verständlichen und effektiven Vermittlung der Lerninhalte. Voraussetzung ist allerdings, dass die Kinder bereits lesen können, da sie von Vieno, dem Notenmännchen, über eine Sprechblase angesprochen werden.Das Programm könnte zum Beispiel als eine Lernstation im offen gestalteten Musikunterricht dienen. Die Kinder arbeiten sich selbstständig durch die verschiedenen Lektionen und haben die Möglichkeit, ihre Ergebnisse jederzeit zwischendurch zu prüfen oder zu speichern.
Von Lektion zu LektionBesonders gut gelungen ist der Aufbau der Lektionen, die durch Arbeitsblätter ergänzt werden. Die Arbeitsblätter von Vieno sind sehr übersichtlich gestaltet und müssen von den Kindern nach dem Ausfüllen selbst korrigiert werden. Erst nach Abschluss einer Lektion gelangt man zur nächsten weiter. Insgesamt gibt es 18 Lektionen, die aufeinander aufbauen, sowie acht, für die von den Kindern eine Medaille ergattert werden kann. Die Übungen sind in drei Kategorien aufgeteilt:
Die NotenIn diesen Lektionen können die Schülerinnen und Schüler vieles über das Aussehen und die Namen der Noten lernen. Dafür müssen sie noch keine Notenvorkenntnisse haben. Die Kinder beginnen, die unterschiedlichen Noten zu sortieren - sie müssen zum Beispiel gleiche Noten (Ganze, Viertel, Achtel ...) Gruppen zuordnen.
Das NotensystemIn ersten Übungen werden die Kinder an das Notensystem herangeführt. Durch Anklicken der verschiedenen Teile des Notensystems wird deren Bedeutung von Vieno erklärt. Erst wenn alle Teile bearbeitet wurden, kann es weitergehen. Jetzt müssen die Kinder die einzelnen Teile wiedererkennen und benennen. Insgesamt 19 Lektionen und sechs Medaillenlektionen umfasst dieser Abschnitt.
In diesem Abschnitt werden die Kinder in 20 Übungen an die Klaviertastatur herangeführt. Sie erfahren, warum es weiße und schwarzen Tasten gibt, zählen die Tasten und ordnen einzelne oder Gruppen von Tasten zu. Eine Geduldsprobe für die Lehrkraft, für die Kinder aber durchaus sinnvoll. Zusätzlich gibt es wieder Arbeitsblätter, die von den Kindern handschriftlich ausgefüllt und mit dem Bildmaterial abgeglichen werden müssen.
Das BegleitheftIm separat zu erwerbenden Begleitheft werden den Schülerinnen und Schülern auf 38 Seiten Übungen rund um die Notenlehre geboten. Die Identifizierung von Noten und Pausenzeichen verschiedener Längen sind ebenso Thema wie Notenschlüssel und -system sowie die Klaviatur. Das Heft hat die Größe 17,9 mal 12 Zentimeter und kostet 3,95 €.
Das Programm ist gut zur Ergänzung für den Musikunterricht geeignet. Für die Nutzung sollten die Schülerinnen und Schüler bereits über Grundkenntnisse der Bedienung eines Computers verfügen. Sie müssen zum Beispiel mit der Maus Noten von einem zum anderen Ort ziehen können (drag&drop). Da für neun Lektionen zusätzliche Arbeitsblätter enthalten sind, sitzen die Kinder nicht ausschließlich vor dem Bildschirm. Auch für fachfremde Lehrerinnen und Lehrer ist das Programm schnell und leicht einsetzbar.
Thomas Gerhardt arbeitet seit 1998 an der Lenau Grundschule in Berlin-Kreuzberg. Er unterrichtet unterstützend Musik in Teilungsgruppen.
Musik