Martin Heerbeck
03.05.2006

TypingMaster Pro

Tastaturschreiben ist eine der vielen Kompetenzen, die in unserer medienbestimmten Zeit im Berufsleben gefordert werden. Daher ist es sinnvoll, Schülerinnen und Schülern diese Qualifikation schon früh zu ermöglichen.
 

Der Informatiklehrer Martin Heerbeck berichtet in diesem Beitrag vom unterrichtlichen Einsatz der Software TypingMaster Pro in seinen Hauptschulklassen. Einmal pro Woche arbeiteten Fünftklässler von ihm betreut mit der Software und verbesserten so nicht nur ihre Tipp-Fertigkeiten zusehends.

 

Einsatz von TypingMaster Pro an der Hauptschule

Was kann die Software?
TypingMaster Pro ist ein Programm zum Erlernen des Zehn-Finger-Schreibens. Ich habe es bei uns an der Schule vor etwa einem Jahr eingeführt, nachdem ich mich im Selbstversuch von der Qualität und Effizienz dieses Programms überzeugt hatte.

Die Software eignet sich

  • zum Lernen und Üben in der Gruppe, beispielsweise einer Klasse oder einer AG.
  • zum autodidaktischen Lernen und Üben zu Hause.

Diese beiden Punkte lassen sich bei diesem Programm sogar ideal ergänzen, da es eine Lizenzform gibt, die die Erlaubnis beinhaltet, das Programm sowohl in der Schule als auch auf den Rechnern der Schülerinnen und Schüler zu Hause zu installieren.

Einsatzfelder
Wir setzen TypingMaster Pro auf zwei unterschiedliche Arten ein:

  • jahrgangsübergreifend in der fünften Klasse im Rahmen eines freiwilligen Nachmittagsangebotes
  • im Rahmen einer IT-Ausbildung ab der 8. Jahrgangsstufe, indem ein Teil des Unterrichtes (jeweils zwei Übungen zu Beginn, am Ende oder zusätzlich bei zeitlichen Freiräumen) für die Arbeit mit dem Programm genutzt wird.

Ein Wort zur Zielgruppe

Tipp: So früh wie möglich beginnen!
Wir haben die Feststellung gemacht, dass es wichtig ist, so früh wie möglich - also in der fünften Klasse - zu beginnen. Zu diesem Zeitpunkt haben die Schülerinnen und Schüler noch nicht die Erfahrungen mit dem Tastatur-Schreiben, wie sie in den höheren Klassen vorhanden sind (beispielsweise durch das Chatten), so dass sie sich auch noch kein anderes ("falsches") Tipp-System angeeignet haben.

Unterschiede zwischen jungen und älteren Lernenden
In den oberen Klassen haben wir den Versuch, das Zehn-Finger-Schreiben einzuführen, bald einstellen müssen, da die Motivation der Schülerinnen und Schüler zu gering war. Die Begründung der Lernenden war: "Wir können doch schon schnell schreiben" - was ja auch durchaus richtig war. Denn mit ihren 2-, 3- oder 4-Finger-Systemen, die die Lernenden beispielsweise durch das Chatten erworben haben, haben sie es in der Tat schon zu einer gewissen Geschwindigkeit gebracht. Von schnellem, exaktem und fehlerfreiem Schreiben kann natürlich keine Rede sein, erst recht nicht vom Blindschreiben.

Die Arbeit mit dem TypingMaster

Kurzinformation

TitelTypingMaster Pro
HerausgeberMetafer GmbH
PreisSchullizenzen ab 99,90 € (für 5 Arbeitsplätze)
Bezugsquelleco.Tec GmbH
SystemvoraussetzungenWin 95 bis XP, 32 MB RAM, 800 x 600 Bildschirm (High-Color wird empfohlen)
kompatibel mit allen Windows- und Novell-Netzwerken

Fazit

Natürlich ist der Weg zum wirklich guten Zehn-Finger-Schreiber lang, aber dank TypingMaster ist bei meinen Schülerinnen und Schülern ein wichtiger Grundstein gelegt.

Zusatzinformationen

Informationen zum Autor

Martin Heerbeck ist Lehrer für Informatik, Geschichte und Religion an einer Hauptschule im Kreis Borken. Sein besonderes Interesse gilt der Ausbildung einer fundierten Medienkompetenz bei seinen Schülerinnen und Schülern.

  • Martin Heerbeck
    Über diesen Link können Sie Kontakt mit Herrn Heerbeck aufnehmen.
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