Margret Datz
25.03.2009

Lernen mit Tech Pi: Informationskompetenz

Die Tech Pi und Mali Bu-Episode "Das Inforadar" regt dazu an, Informationen auf ihren Wahrheitsgehalt hin zu überprüfen. Die Schülerinnen und Schüler lernen, dass eine Auswahl nötig ist, um richtige und falsche, brauchbare und unbrauchbare Aussagen zu einem bestimmten Thema zu unterscheiden.
 

Wer ein Buch schreibt, ist klug und muss es wissen. Was in Zeitungen steht, ist richtig. Informationen aus dem Internet stimmen! Diese, oft auch noch bei Erwachsenen festgefahrenen Meinungen gilt es aufzubrechen und zu hinterfragen. Ausgehend von der Tech Pi und Mali Bu-Episode "Das Inforadar" machen sich die Kinder dann auf den Weg Informationen zu überprüfen. Tech Pi und Mali Bu treffen an einem heißen Sommertag im Schwimmbad auf eine Gruppe von Kindern, die über Sonnenschutzmittel diskutieren und sich nicht einigen können, wer Recht hat. Tech Pi schlägt vor, ein Info-Radar zu bauen, das die verschiedenen Informationen auf ihre Richtigkeit testen kann. Der Bau der Maschine schlägt fehl und die Kinder müssen sich selbst Möglichkeiten überlegen, wie sie an die besten Auskünfte kommen.

 

Kompetenzen

Informationskompetenz
Die Schülerinnen und Schüler sollen

  • lernen, dass Suchmaschinen für Erwachsene eine für Kinder unübersehbare Anzahl an Seiten "ausspucken".
  • erkennen, dass Werbung und unabhängige Testberichte verschiedene Informationen über den gleichen Gegenstand geben.
  • erkennen, welche Zeitschriften für bestimmte Informationen relevant sind.
  • überlegen, wen sie am besten zu bestimmten Themen befragen.
  • erfahren, dass auf Internetseiten Fehler sein können (hier: Rechtschreibfehler).
  • erfahren, dass sie am Impressum einer Internetseite die Kompetenz des Herausgebers abschätzen können.
  • erfahren, dass die beste Information nichts nutzt, wenn man sie nicht versteht (zum Beispiel aufgrund unverständlicher Fremdwörter).

Medienkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler sollen

  • ein Video im Internet anschauen und Informationen daraus entnehmen.
  • gezielte Recherchen im Internet durchführen und das World Wide Web als Informationsquelle nutzen.
  • die Lernplattform zum Aufschreiben von Ergebnissen nutzen (virtuelle Notizen).
  • interaktive Übungen durchführen (Hot Potatoes-Zuordnung).

Deutsch
Die Schülerinnen und Schüler sollen

  • Fragen zur Geschichte "Tech Pi und das Info-Radar" beantworten.
  • eine Geschichte weiterschreiben.
  • Wörtern den richtigen Oberbegriffen zuordnen.
  • Lernwörter für ein Diktat üben.
  • Sätze aus verschiedenen Subjekten, Prädikaten und Objekten bilden
  • Fremdwörter mit der Endung -ine (Maschine, Kabine und so weiter) kennen lernen.
  • Rätselschriften entziffern.
  • Lückentexte ergänzen

Englisch
Die Schülerinnen und Schüler sollen

  • einige englische Begriffe zum Thema Medien kennen lernen.

Sozialkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler sollen

  • Absprachen zur Benutzung der Computer-Arbeitsplätze treffen.
  • sich als Partner über die Reihenfolge der Aufgaben einigen.
  • sich gegenseitig helfen.

Kurzinformation zum Unterrichtsmaterial

ThemaLernen mit Tech Pi und Mali Bu: Informationskompetenz
AutorinMargret Datz
FächerSachunterricht, Deutsch, Englisch
Zielgruppedrittes und viertes Schuljahr
Zeitraumcirca eine Woche
Technische VoraussetzungenComputerraum / Medienecke mit Internetanschluss, Soundkarte, Kopfhörer, Flash-Player (kostenloser Download)
Erforderliche VorkenntnisseGenereller Umgang mit dem Computer, Erfahrungen mit offenen Unterrichtsformen
PlanungTabellarischer Verlaufsplan

Didaktisch-methodischer Kommentar

Im Laufe der Filmhandlung sind an bestimmten Zeitmarken Aufgaben, Arbeitsblätter und Internetadressen zur jeweiligen Problematik hinterlegt, die die Kinder bearbeiten. Beim Klicken auf die Aufgabenbox wird der Film angehalten, die Kinder können in Ruhe recherchieren und ihn anschließend an gleicher Stelle fortsetzen. Die Zusammenfassung der ausführlichen Ergebnisse auf dem jeweiligen Arbeitsblatt wird in der Lernplattform auf einem Notizzettel festgehalten, der vom Lehrer und je nach Einstellung auch von den Mitschülern eingesehen werden kann. Verschiedene interaktive Übungen und weitere Aufgaben, für die kein Internetzugang nötig ist, runden die Arbeit ab.

Download

techpi_inforadar_arbeitsblaetter.zip
 

Internetadresse

Voraussetzungen

Die Kinder sollten an offene Unterrichtsformen gewöhnt sein. Kenntnisse im Umgang mit dem Internet sind nicht unbedingt nötig, da die Links direkt über die Lerneinheit angesteuert werden und keine Internetadressen eingegeben werden müssen.

Zeitlicher Ablauf

Je nach Anzahl der Computer-Arbeitsplätze
Organisation des Unterrichts und Zeitraum der Arbeit hängen von der Anzahl der jeweils vorhandenen Computer-Arbeitsplätze ab und davon, ob sie in einem Netzwerk gemeinsamen Zugang zum Internet haben. Als sinnvoll hat sich auf jeden Fall Partnerarbeit erwiesen, da sich zum einen so die Zahl der auf einen Computer wartenden Kinder halbiert und zum anderen die Partner sich gegenseitig unterstützen können.

Zusatzangebote
Als zusätzliches Angebot können im Bedarfsfall weitere Arbeitsblätter zur Verfügung gestellt werden, die die in der Lerneinheit angesprochenen Themen vertiefen, zum Beispiel:

  • weitere Aufgaben zu den Satzgliedern
  • die Lernwörter als Partnerdiktat üben
  • Fremdwörter mit der Endung -tion (Information, Komposition, Investition)

Fächerübergreifender Ansatz
Die Unterrichtseinheit ist fächerübergreifend angelegt. Als Fachlehrerin oder Fachlehrer haben Sie aber auch die Möglichkeit, nur die Sachthemen zu behandeln und das Fach Deutsch auszuklammern, wenn der fächerübergreifende Ansatz aus stundenplantechnischen Gründen nicht oder nur sehr schwer durchführbar ist.

Organisation des Ablaufs

Absprachen bezüglich der Computer-Nutzung
Wichtig ist außerdem die Organisation des Unterrichtsablaufs. Absprachen bezüglich der Computer-Nutzung müssen getroffen werden, da in den meisten Fällen nicht genügend Rechner zur Verfügung stehen. Dabei sollten Vorschläge der Kinder aufgegriffen werden, weil sie erfahrungsgemäß die Einhaltung eigener Vorschläge auch selbst überprüfen. Außerdem ist festzulegen, ob die Arbeit als Partner- oder Gruppenarbeit erfolgen soll und eine entsprechende Einteilung vorzunehmen (freie Wahl, Zufallsprinzip durch Ziehen von Kärtchen beziehungsweise durch den Zufallsgenerator der Arbeitsumgebung bei Tech Pi oder von der Lehrerin beziehungsweise dem Lehrer bestimmt).

Gewählte "Computer-Experten"
Es hat sich zudem bewährt, "Computer-Experten" zu wählen, die bei Schwierigkeiten mit dem Medium als erste Ansprechpartner fungieren sollen. So können die Kinder viele Fragen unter sich klären und selbstständig arbeiten.

Gruppenarbeit vorteilhaft
Bei der Arbeit mit der Lernplattform erweist sich Partner- oder Kleingruppenarbeit als günstig. Die Gruppenzuteilung können Sie im Lehrerbereich entweder automatisch vornehmen lassen oder aber selbst bestimmen. Sinnvoll im Sinne der Gruppenarbeit ist, jeweils nur einen Benutzernamen und ein Passwort bekannt zu geben, über das die Gruppe sich einwählt. Die einzelnen Mitglieder müssen sich so einigen, welches Ergebnis sie auf dem Notizzettel notieren. Außerdem ist es für Sie einfacher, wenn Sie beispielsweise statt 21 verschiedener Möglichkeiten nur sieben zu überwachen haben.

Einführung

Falls Sie zum ersten Mal mit Tech Pi arbeiten, sollten Sie gemeinsam mit den Kindern zuerst die Einführung ansehen, bevor Sie in die Episode "Das Info-Radar" einsteigen. In dem einführenden Film wird erzählt wie und warum Tech Pi von seinem Planeten auf die Erde kommt und auf seinen neuen Freund Mali Bu trifft.

Erfolgskontrolle

Der Lehrer beziehungsweise die Lehrerin kontrolliert die Arbeitsergebnisse auf den Notizzetteln der einzelnen Gruppen. Das kann jeder Zeit und auch von zu Hause aus geschehen. Außerdem heftet jedes Kind seine fertigen Arbeitsblätter und gelösten Aufgaben in einem Hefter ab, der nach Abschluss des Projekts eingesammelt und von der Lehrkraft überprüft werden kann.

Kostenlose Registrierung

Um zu Ihrer individuellen Arbeitsumgebung zu gelangen, ist eine (kostenlose und unkomplizierte) Registrierung nötig. Der abgeschlossene virtuelle Raum ist dann nur für Sie zugänglich. Von dieser "Schaltzentrale" aus bestimmen Sie die Arbeit Ihrer Schülerinnen und Schüler. Schauen Sie sich dort zuerst einmal in Ruhe um, damit Sie einen groben Überblick über die einzelnen Funktionen und Möglichkeiten bekommen. Nützlich ist in dieser Phase auch das Aufrufen der jeweiligen Hilfefunktion (Fragezeichen).

Die ersten Arbeitsschritte

Unter "Mein Profil" können Sie nochmals Ihre Anmeldedaten einsehen und sich ein individuelles Passwort vergeben. Über den Button "Meine Klassen" können Sie Ihre Klasse (oder mehrere) anlegen und Accounts Ihrer Schülerinnen und Schüler erstellen. Hier können Sie manuell vorgehen, indem Sie die Namen einzeln eingeben und mit einem Passwort versehen, mit dem die Kinder sich einloggen können. Wenn Sie wollen, können Sie bereits beim Anlegen der einzelnen Accounts eine Gruppenzuordnung durchführen. Sie können die Namen allerdings einfacher aus einer bestehenden Excel-Tabelle unter "Schüler importieren" eingeben. Hierbei ist aber darauf zu achten, dass die Tabelle aus zwei Spalten (Vorname und Familienname) besteht, wenn Sie das Passwort automatisch generieren oder aus drei Spalten (Vorname, Familienname, Passwort), wenn Sie es individuell vergeben wollen. Der Import funktioniert auch über eine entsprechend der oben genannten Bedingungen angelegte Tabelle aus Word. Detaillierte Fehlermeldungen helfen Ihnen bei falschen Eingaben. Die Gruppenbildung können Sie auch nach dem Anlegen der neuen Accounts durchführen. Dazu klicken Sie unter "Meine Klassen" auf den entsprechenden Namen Ihrer Klasse und wählen anschließend "Gruppen bearbeiten" aus dem Aktionsmenü auf der rechten Seite.

 

Aufgaben erstellen und zuweisen

Vordefinierte Aufgaben

Als nächstes können Sie über den Link "Bearbeiten" Ihrer Klasse Aufgaben zum Film zuweisen. Aus einem Pool von bestehenden Standardaufgaben können Sie diejenigen wählen, die Sie für Ihre Klasse als sinnvoll erachten. Selbstverständlich haben Sie die Möglichkeit, diese Aufgaben über den Button "Meine Geschichten" zu verändern und sogar eigene einzufügen. Die selbst erstellten Aufgaben müssen Sie dabei mit einer Zeitmarke versehen, so dass sie an der entsprechenden Stelle im Film angezeigt werden. Eine Reihe von Aufgaben mit den entsprechenden Arbeitsblättern ist für Sie schon vordefiniert. Diese Aufgaben können Sie in Ihrem Arbeitsbereich unter "Meine Geschichten" importieren.

Integration eigener Aufgaben
Zu diesen vorgegebenen Aufgaben oder an ihrer Stelle können Sie selbstverständlich eigene Aufgaben definieren, so dass die Lerneinheit speziell auf die Bedürfnisse und Fähigkeiten Ihrer Klasse abgestimmt werden kann. Außerdem können sechs zusätzliche Arbeitsblätter ohne Computer und Internetzugang bearbeitet werden.

Aufgaben bearbeiten
Eine Zusammenfassung der Ergebnisse ist von den Schülerinnen und Schülern jeweils auf einem zugehörigen Notizzettel direkt im Film zu notieren, den die Lehrkraft von ihrem Arbeitsbereich aus einsehen kann. Je nach Freigabe können auch die anderen Mitschülerinnen und Mitschüler diese Notizen einsehen.

Gruppenbildung

Überblick behalten
Wie bereits oben erwähnt, bietet Ihnen die Lernumgebung die Möglichkeit, Gruppen zu bilden. Das hat für Sie den Vorteil, dass Sie sich mit einer kleineren Zahl von Einträge Ihrer Schülerinnen und Schüler beschäftigen müssen. Zur Gruppenbildung klicken Sie unter "Meine Klassen" auf den entsprechenden Namen Ihrer Klasse und wählen anschließend "Gruppen bearbeiten" aus dem Aktionsmenü auf der rechten Seite. Die Zusammensetzung der Gruppe können Sie bei Bedarf jederzeit durch Verschieben der Schülernamen ändern. Damit die Gruppe gegebenenfalls gemeinsam an einem Computer arbeiten kann, ist eine Stärke von drei Kindern zweckmäßig. Außerdem ist es sinnvoll, den Mitgliedern einer Gruppe das gleiche Passwort zuzuteilen.

Individuelle Aufgabenverteilung
Standardmäßig sehen alle Gruppen einer Klasse die gleichen Aufgaben. Wenn Sie wollen, dass Ihre Gruppen individuelle Aufgaben bearbeiten, können Sie das einerseits "herkömmlich" tun, indem Sie den Kindern mitteilen, dass sie nur eine bestimmte Aufgabe erledigen sollen. Oder Sie legen die unterschiedlichen Gruppen oder sogar einzelne Kinder als unterschiedliche Klassen an (zum Beispiel unter den Namen "Gruppe 1", "Gruppe 2" und so weiter). Dann können Sie besser differenzieren und jeweils den Fähigkeiten der Gruppenmitglieder entsprechend vorher erstellte schwierige oder einfache Aufgaben zuteilen. Außerdem wird so arbeitsteiliger Gruppenunterricht möglich: Jede Gruppe kann andere Aufgaben bekommen, deren Ergebnisse zum Schluss von Gruppensprechern präsentiert werden.

Nutzung der Umgebung im Unterricht

Einführung
Auch wenn Sie Tech Pi als interaktive Lernumgebung nutzen, sollten Sie den Film als Einführung in das Thema ohne Unterbrechung durch beigefügte Aufgaben möglichst mit allen Kindern gemeinsam anschauen. Ideal wäre in diesem Fall eine Präsentation über Beamer und Leinwand. Danach erfolgt (ebenfalls möglichst über den Beamer) die Einführung in die Arbeitsumgebung der Kinder. Führen Sie an einem Beispiel das Login durch, ohne das Kennwort öffentlich zu machen. An dieser Stelle sollten auch die Kinder auf die Geheimhaltung ihres Passwortes hingewiesen werden. Durch das Login befinden sie sich in einem geschlossenen Raum, der nur dann sicher ist, wenn er geschlossen bleibt.

 

Zugang zu den  Aufgaben

Die Kinder haben jetzt zwei Möglichkeiten, Zugriff auf ihre Aufgaben zu bekommen: Entweder schauen sie sich den gesamten Film an und stoppen jeweils bei Erscheinen der Aufgaben, um sie zu erledigen, oder sie klicken im Arbeitsbereich auf den Link hinter den Aufgabentiteln. Der Film beginnt dann an genau dieser Stelle. Aber auch im laufenden Film können die Aufgaben gezielt angesteuert werden durch Buttons unter der Zeitleiste. Das erweist sich als sinnvoll, wenn ein automatisch auftauchendes Aufgabenfenster verpasst wurde oder zur Überprüfung noch einmal zurückgeschaltet werden soll.

 
 

Virtuelle Notizzettel

Die Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit, Fragen auf einem eingeblendeten Notizzettel zu beantworten. Falls die Kinder in Gruppen arbeiten, sollten sie sich auf eine Antwort einigen. Zum einen ist dies Sinn und Zweck von Teamarbeit, zum anderen ist es so für Sie einfacher, den Überblick zu behalten. Die Kinder geben einen Titel ein und ordnen den Notizzettel einer bestehenden Aufgabe zu. Wenn er später aufgerufen wird, ist die Aufgabe angehängt, man kann also Frage und Antwort gleichzeitig sehen. Auf Notizen ohne Zuordnung können Zusatzinformationen notiert werden, die den Gruppenmitgliedern wichtig erscheinen. Die Notizzettel können jederzeit geändert oder gelöscht werden. Jede Eingabe bedarf aber der Speicherung, damit sie erhalten bleibt.

 

Sichtbarkeit der Notizen
Zudem wird entschieden, für wen der Zettel sichtbar sein soll. Ist sich zum Beispiel die Gruppe einig und die Beantwortung der Frage abgeschlossen, kann dies vermerkt werden und ist für jedes Gruppenmitglied ein Zeichen, dass daran nicht mehr gearbeitet werden muss. Wie auch immer die Sichtbarkeit eingestellt ist (nur für einzelne, für die Gruppe, für die Klasse oder abgeschlossen), von der Lehrerarbeitsumgebung haben Sie jederzeit Zugriff darauf.

Notizen können gesprochen werden
Der Notizzettel hat eine weitere Funktion, die der Differenzierung dient: Die Antwort kann zusätzlich (oder nur) über ein Mikrofon mündlich eingegeben werden. Kinder, die generell beim Schreiben noch Schwierigkeiten haben oder sich mit der Tastatur schwertun, können so problemlos ihre Antworten eingeben. Ebenso problemlos können Kinder mit Leseschwächen die freigegebenen Antworten der Mitschüler abhören.

Probierendes Entdecken
Geben Sie den Kindern nach der Einweisung Zeit, die Arbeitsumgebung zu erkunden, bevor sie mit der eigentlichen Arbeit beginnen. Erfahrungsgemäß finden sie sich in virtuellen Umgebungen schneller zurecht als wir Erwachsenen.

Sie können den Lernprozess steuern

Über Ihre eigene Arbeitsumgebung können Sie während des gesamten Projekts den Fortschritt Ihrer Schülerinnen und Schüler beobachten und gegebenenfalls helfend eingreifen. Sie können Aufgaben ändern, hinzufügen oder löschen, wenn Sie merken, dass dies nötig ist. Dabei ist Ihr Standort unwesentlich: ob in der Schule oder zu Hause, Sie benötigen lediglich einen Internetzugang.

Bewertung

Zum Schluss haben Sie zur Bewertung der Schülerleistungen die ausgefüllten Arbeitsblätter und die Notizen aus der Arbeitsumgebung. Wenn Sie die Gruppenaufgaben arbeitsteilig angelegt haben, können Sie außerdem noch die Präsentationen der Ergebnisse Ihrer Gruppen beurteilen.

Warum Informationskompetenz?

Informationsflut
In der heutigen Gesellschaft werden wir fast erschlagen von einer wahren Informationsflut.  Medien wie Fernsehen, Radio, Film, Zeitungen, Bücher und vor allem das Internet bieten millionenfach die Möglichkeit, Auskünfte zu einem bestimmten Thema zu sammeln. Wenn Sie zum Beispiel den Begriff "Schule" in die Suchmaschine Google eingeben, erhalten Sie als Ergebnis circa 83.400.000 Seiten, die sich mit diesem Gegenstand befassen. Das in der Tech Pi und Mali Bu-Episode "Das Info-Radar" relevante Thema "Sonnenbrand" gibt bei Google immerhin circa 584.000 Seiten her. In einem Online-Shop für Bücher fanden sich zum Begriff "Sonne" 3.651 Titel.

Kritischer Umgang mit Informationen
Aus dieser Unmenge von Informationen die richtigen und geeigneten herauszufinden, ist selbst für Erwachsene schwierig. Deshalb müssen wir unseren Kindern bestimmte Kriterien an die Hand geben, die ihnen die Auswahl erleichtern. Wichtig sind dabei vor allem folgende Gesichtspunkte: Wer hat die Information herausgegeben, welchem Zweck dient sie und kann ich sie überhaupt verstehen.

Verschiedene Informationsquellen
Der Urheber eines Textes über Sonnenbrand kann ein Arzt sein, der in verständlichen Worten seine Patienten vor den Auswirkungen der Sonne warnt. Es kann aber auch ein frustrierter Urlauber sein, der sich im Internet seinen Schmerz von der Seele redet oder ein uneinsichtiger "Sonnenanbeter", der jegliche Warnungen in den Wind schlägt. Der Zweck eines Textes wird besonders deutlich, wenn man Aussagen in der Werbung mit den Aussagen unabhängiger Testberichte vergleicht. Der Werbetext will zum Kauf animieren und wird nur Positives herausstellen, während Testberichte über das gleiche Produkt oft etwas ganz anderes zutage bringen. Schließlich trägt die beste wissenschaftliche Abhandlung nicht zur Wissensvermittlung bei, wenn sie mit unverständlichen Fremdwörtern gespickt ist, die man nicht versteht.

Lernen mit Tech Pi und Mali Bu

Zur theoretischen und virtuellen Aufarbeitung des Themas ist das Internet ein ideales Medium. Es gibt eine Reihe kindgemäßer Seiten, die den Kindern Gelegenheit zum selbstständigen Erforschen geben. Hier wird ausgegangen von der Geschichte, die Tech Pi und Mali Bu im Schwimmbad erleben und die als idealer Einstieg in das Thema dient. Für Kinder verständlich reißt sie Probleme der Informationsbeschaffung an und hat außerdem durch den narrativen Charakter hohen Unterhaltungswert, so dass mit Spaß gelernt werden kann.

Arbeitsblätter zu den vordefinierten Aufgaben

Impressum
Die Kinder haben an mehreren Stellen im Internet Hinweise zu ihrem Thema gefunden. Die Frage ist, ob man diesen Seiten vertrauen kann. Arbeitsblatt Nr. 1 vermittelt, wie man das herausfindet.

techpi_inforadar_ab01_impressum.pdf
 

Rechtschreibfehler
Nicht alles, was man auf Internetseiten, in Büchern oder Zeitschriften findet, muss richtig sein. Anhand von Arbeitsblatt Nr. 2 kann herausgefunden werden, warum das so ist.

techpi_inforadar_ab02_alles_richtig.pdf
 

Zeitschriften
Peter hat seine Informationen aus einer Zeitschrift. Hat er wohl zur richtigen Zeitschrift gegriffen?

techpi_inforadar_ab03_zeitungen_und_zeitschriften.pdf
 

Befragung

techpi_inforadar_ab04_wen_fragst_du.pdf
 

Suchmaschinen

techpi_inforadar_ab05_suchmaschine.pdf
 

Informationen verstehen

techpi_inforadar_ab06_informationen_verstehen.pdf
 

Werbung und Testbericht

techpi_inforadar_ab07_werbung_und_testbericht.pdf
 

Fragen zur Geschichte

techpi_inforadar_ab08_fragen_zur_geschichte.pdf
 

Arbeitsblätter ohne Bezug zu Tech Pi und Mali Bu

Wörter ordnen

techpi_inforadar_ab09_woerter_ordnen.pdf
 

Media

techpi_inforadar_ab10_media.pdf
 

Internetadressen

Lernwörter üben

techpi_inforadar_ab11_lernwoerter_ueben.pdf
 

Lösung der Rätselschriften

  • sammeln - bauen - müssen - sortieren - kommen  können - explodieren - finden -beurteilen - überlegen - wählen - verstehen - lesen - hören - übernehmen
  • trotzdem, dann, woher, richtig, schnell, bekannt, alles, kritiklos

Diktattext: Informationen sammeln
Tech Pi baut ein Info-Radar, aber die Kinder müssen trotzdem Informationen sammeln. Das Radar sortiert sie dann danach, woher sie kommen: von Personen, die man fragen kann, aus Radio, Video oder Fernsehen, aus dem Internet und aus Bücher oder Zeitschriften.

Das Info-Radar explodiert und die Kinder müssen die gefundenen Informationen selber beurteilen. Sie müssen überlegen, ob sie den richtigen oder einfach nur den schnellsten Weg gewählt haben, ob es der beste oder nur der bekannteste war und ob sie die Informationen überhaupt verstehen können.

Man kann nicht alles, was man liest und hört kritiklos übernehmen.

Die Satzbaumaschine

techpi_inforadar_ab12_Satzbaumaschine.pdf
 

Eine Schwimmbad-Geschichte

techpi_inforadar_ab13_schwimmbad_geschichte.pdf
 

Wörter mit der Endung -ine

techpi_inforadar_ab14_woerter_mit_ine.pdf
 

Deckblatt

techpi_inforadar_deckblatt.pdf
 

Weiterlesen

Verwendete Internetadressen

Informationen zur Autorin

Margret Datz ist Rektorin der einzügigen Grundschule Jungeroth in Kölsch-Büllesbach, VG Asbach.

Themenportal
 
Verwandte Themen
 
Unsere Empfehlungen für Sie
 
Tech Pi und Mali Bu für Einsteiger
Deutscher Bildungsserver
imb - Universität Augsburg
Newsletter abonnieren
 
Impressum | Datenschutz | Über uns | RSS-Feeds | Seite bookmarken:  del.icio.us Yahoo! My Web google Bookmarks Digg Mister Wong OneView MerklisteEmpfehlenDruckenSeitenanfang
Nicht redaktionelle Inhalte nach § 6 TMG von anderen Anbietern als Lehrer-Online werden durch den Namen des Anbieters gekennzeichnet.