Fast unbemerkt hält die Nanotechnologie Einzug in viele Bereiche des täglichen Lebens. Grundlage für diese Technologie ist die Untersuchung von kleinsten Strukturen und die Möglichkeit Oberflächenatome zu "sehen". Die Quantenphysik gewinnt in den Lehrplänen der gymnasialen Oberstufe eine immer größere Bedeutung. Ein Dilemma bei der Beschäftigung mit diesem Thema ist, dass wegen der Größenordnung (besser "Kleinheitsordnung") der untersuchten Strukturen und Phänomene vieles der unmittelbaren Anschauung nicht zugänglich ist. Viele Erscheinungen der Quantenphysik scheinen sogar der täglichen Lebenserfahrung zu widersprechen. Ein Rastertunnel-Mikroskop, mit dem man Oberflächen atomar auflösen kann, haben die wenigsten Schulen. Umso wertvoller ist die Möglichkeit mithilfe einer kostenlosen Software wesentliche Schritte bei der Visualisierung von Atomen zu simulieren. Im Idealfall sollte dies von den Schülerinnen und Schülern selbstständig am Computer oder am Laptop durchgeführt werden.
Bernd Kretschmer leitete von 1977 bis 2005 als Fachberater des Oberschulamts Freiburg viele Fortbildungsveranstaltungen, besonders zur Quantenphysik. Auch nach seiner Pensionierung betreut er in der Physik-AG am Hans-Thoma-Gymnasium Schülerinnen und Schüler bei der Vorbereitung von Wettbewerben.