Jörg Sauer
12.12.2002

Ein Schulwald für die Grundschule

Das Thema "Bäume" mit all seinen Details, angefangen bei den Arten, über die Veränderungen in den einzelnen Jahreszeiten, bis hin zu den Waldarten und der Nutzung zieht sich systematisch durch alle Grundschuljahre hindurch.
 

Stetig erweitert sich das Wissen der Schülerinnen und Schüler. Um einen optimalen Zuwachs an Kenntnissen, Erkenntnissen und Einstellungen bei den Kindern zu erreichen, ist die altbekannte Einheit von Herz, Hand und Verstand mehr denn je gefragt.

Neue Kapazitäten schaffen und nutzen

Das Schulgelände erschließen

Viele Schulen und Einrichtungen besitzen ein umfangreiches Außengelände mit einem artenreichen Baum- und Sträucherbestand. Diesen gilt es zu nutzen und ihn auch hinsichtlich der Frage nach einheimischen Gewächsen hin zu überprüfen. Es lohnt sich gemeinsam mit den Kindern die Bäume und Sträucher zu katalogisieren und sie anschließend in einem Lageplan einzutragen. Weiterhin sollten wetterfeste Schilder angefertigt werden, worauf der Name des jeweiligen Gewächses steht. Bei beiden Aufgaben kann der Computer mit Tabellenprogramm und Wordart hilfreich eingesetzt werden.

Eine Schule - ein Arboretum

Befinden sich auf dem Gelände keine, wenige oder schon sehr alte Bäume und Sträucher, bietet es sich an, einen Schulwald neu anzulegen oder zu ergänzen. Natürlich ist das alles mit nicht unerheblichen Kosten verbunden. Wir nutzten für den Aufbau unseres Waldes das Förderprogramm: "Eine Schule - ein Arboretum" des Kosmetikherstellers Yves Rocher.

Nutzen des Schulwaldes - ein Beispiel

"Bäume und Sträucher des Waldes"

Wenn der Schulwald sich auf dem Schulgelände befindet, entfallen lange Wege für Exkursionen. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil, da nun die Möglichkeit besteht, auch längere Beobachtungen und Betrachtungen ohne größeren Aufwand durchzuführen.

Theorie mit der Praxis verbinden

Im Anschluss an die praktischen Arbeiten im Schulwald informieren sich die Schülerinnen und Schüler auf unserer Internetseite unter dem Stichwort "Arboretum" genauer über die einzelnen Gewächse, das Erlebte wird nun mit dem Gelesenen verglichen. Natürlich kann dieser Prozess auch in umgekehrter Reihenfolge erfolgen: zuerst informieren und dann sich in der Natur umsehen. Schwierig wird es für die Kinder, wenn die zu den jeweiligen Bäumen zugehörigen Schilder abgedeckt werden. Diese Variante ist für eine Lernzielkontrolle bestens geeignet.

 

Weiterführende Arbeit

Einbindung der neuen Medien

Abschließend bietet es sich an, dass die Kinder in Gruppenarbeit einen Baum oder einen Strauch auf vielfältige Art und Weise beschreiben bzw. dokumentieren. Je nach Kenntnisstand könnte dies in einem Word- Dokument oder einer Power Point Präsentation geschehen. Wenn ein Internetanschluss vorhanden ist, bietet sich eine Veröffentlichung bei Primolo an. Meine Erfahrung hat mir gezeigt, dass die Schülerinnen und Schüler besonders gern Präsentationen erstellen, was ab der dritten Klasse sehr gut möglich ist. Diese Arbeit kann eine Früchtesammlung, ein Blattherbarium oder eine Bastelei sinnvoll abrunden. Auch ein Rätsel wäre denkbar. Den krönenden Abschluss stellt die gruppenweise Präsentation der Ergebnisse dar.

 

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Informationen zum Autor

Jörg Sauer ist Grundschullehrer und unterrichtet an einer Stadtrandschule von Chemnitz. Er ist in der Weiterbildung für die Fächer Werken und die neuen Medien tätig.

  • Mehr Infos im Autorenverzeichnis
    Hier können Sie Kontakt mit Herrn Sauer aufnehmen. Zudem finden Sie hier eine Liste mit allen Lehrer-Online-Beiträgen des Autors.
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