Das Internet und die neuen Medien können Schulpartnerschaften um die digitale Dimension erweitern. So bieten sie vielfältige Möglichkeiten für neue Konzepte - sei es im realen Schüler- oder im virtuellen Gedankenaustausch. Dieser Beitrag möchte dazu anregen, bestehende Partnerschaften in das schulische Medienkonzept zu integrieren und neue, multimedial gestützte Partnerschaftsmodelle zu konzipieren und zu erproben. Im Folgenden finden Sie außerdem einige Beispiele für den konkreten Einsatz der neuen Kommunikationsmöglichkeiten bei der Zusammenarbeit von Partnerklassen. Zudem gibt es Hinweise auf vorhandene Strukturen und Plattformen, die Ihnen die Gründung und Durchführung von Partnerprojekten erleichtern.
Nachhaltigkeit sichern
Auch wenn die klassischen Formen des Schüleraustausches mit Besuch und Gegenbesuch im Jahresrhythmus - meist im Rahmen der fremdsprachlichen Fächer organisiert - einen intensiven interkulturellen Austausch und großen Gewinn für die Fremdsprachen möglich machen, so findet doch ein langfristiger, kontinuierlicher Kontakt zwischen den Schülerinnen und Schülern eher selten statt. Zuweilen verläuft er im Sande, nachdem die üblichen Informationen zu Familie und Freizeitbeschäftigungen ausgetauscht wurden.
unterrichtliche Anbindung
Darüber hinaus ist das Programm vor Ort mit Besichtigungen, Teilnahme am Schul- und Familienleben meist losgelöst vom normalen Unterricht. Das bedeutet ein zusätzliches, zeitintensives Engagement für die betroffenen Kolleginnen und Kollegen, die sich dafür oft durch persönliche binationale Freundschaften entschädigt fühlen.
Medialer Kontakt, gemeinsame GestaltungsmöglichkeitenWenn der interkulturelle und sprachliche Austausch Ziel und Wert an sich ist und bleibt, so treten doch in den letzten Jahren andere, projektorientierte Formen von Schul- und Klassenpartnerschaften als Alternative oder Ergänzung in den Vordergrund. Auch ist denkbar, dass Schulen ihre Partnerschaft über die linguistische Dimension hinaus erweitern möchten oder die Sprache des einen Partners in der Schule des anderen nicht unterrichtet wird. Für Projekte, die zielgerichtet diesen Phänomenen begegnen möchten, lassen sich neue Medien und Kommunikationstechnologien nicht nur in den Fremdsprachen in idealer und vielfältiger Weise nutzen.
Um eine Partnerschularbeit mit medialen Zielsetzungen strategisch zu planen und strukturiert zu organisieren, ist es ratsam, ein Medienkonzept für die Partnerschularbeit zu entwickeln.
In dieser RTF-Datei finden Sie eine Tabelle, die Sie während Ihrer Arbeit zum Medienkonzept mit Leben und Inhalten füllen können.Dateigröße: 35 KB
Diese Checkliste hilft Ihnen bei den ersten Projekten mit Ihrer Partneschule.Dateigröße: 27 KB
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Birgit Tramnitz ist Oberstudienrätin in Bonn und unterrichtet die Fächer Französisch, Erdkunde und Ethik.
Arbeit mit Partnerschulen, Kommunikation