Computer und neue Medien stehen nun für den Unterricht rund um die Uhr zur Verfügung, ohne langfristige Reservierung des Computerraums oder das lästige Mitschleppen von Notebooks, und die Kinder und Jugendlichen haben auch außerhalb des Stundenplans die Möglichkeit, die digitalen Medien zum Arbeiten und Lernen, zur Kommunikation und Recherche - vielleicht auch zum Spielen - frei zu nutzen. Der Umgang mit der neuen Freiheit muss allerdings oft erst gelernt werden. Deshalb ist es wichtig, von Anfang an klare Regeln für die Benutzung des Internetcafés zu vereinbaren und deren Einhaltung konsequent einzufordern.
Der Schulcomputer ist kein privater BereichSchule ist ein öffentlicher Raum, in dem das Verhalten aller durch allgemeine Gesetze geregelt wird. Datenschutz, Jugendschutz, Persönlichkeitsrechte und so weiter müssen respektiert werden. Konkret heißt dies: Am schulischen PC ist es nicht meine Privatangelegenheit, welche Internetseiten ich aufrufe, mit welchen Computerspielen ich mir die Zeit vertreibe und wie ich mit anderen Usern beispielsweise in Chatrooms oder über Mailkontakte verkehre. Kindern und Jugendlichen muss vermittelt werden, dass sie für ihr Handeln selbst verantwortlich sind.Herumbasteln geht nichtAuch einen respektvollen Umgang miteinander und mit den Geräten müssen manche Schülerinnen und Schüler erst lernen. Das "Herumbasteln" an der Hardware ist eben kein harmloses Experimentieren, sondern unerlaubte Manipulation, und führt letzten Endes zuweilen auch zur Sachbeschädigung - ein juristischer Tatbestand, der Schadensersatzforderungen und Strafen nach sich zieht. Um Schwierigkeiten, Missverständnisse und Schäden zu vermeiden, bietet es sich an, klare Regeln aufzustellen und zu kommunizieren.
Regeln erleichtern die gemeinsame ArbeitDie "Zehn Goldenen Regeln für das Internetcafé" sind als Charta formuliert und setzen auf die Selbstverpflichtung der Schülerinnen und Schüler. Ihre Einhaltung sollte durch stichpunktartige Kontrollgänge überprüft werden, die auch an verantwortungsbewusste Schülerinnen und Schüler der höheren Klassen delegiert werden können.Die Regeln sollen dazu beitragen, dass dank Computerecke oder Internetcafé das Lernen eine sinnvolle Ergänzung erfährt und die Schule zum Lebensraum für alle wird.
Diese Liste mit den "Zehn Goldenen Regeln für das Internetcafé" können Sie ausdrucken, laminieren und im Internetcafé aufhängen oder auslegen. Diese RFT-Datei können Sie vorher noch auf Ihre Schulsituation anpassen.Dateigröße: 1954 KB
Diese PDF-Version ist schnell geladen, ist aber unveränderbar.Dateigröße: 26 KB
Claudia Mutter unterrichtet die Fächer Deutsch und Französisch. Sie ist Lehrbeauftragte am Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (Gymnasium) Rottweil.