Die Systeme von Produktionsfaktoren spielend erkunden

Die Systeme betriebwirtschaftlicher wie volkswirtschaftlicher Produktionsfaktoren spielen in fast jedem kaufmännischen Berufsschulunterricht eine Rolle. Die Schülerinnen und Schüler erschließen sich in der vorliegenden Sequenz schrittweise in verschiedenen Sozialformen die wesentlichen Aspekte zu diesem Thema.
 

Ausgangspunkt ist ein spielerisches Element - das Puzzle. In Gruppen, die in einer Wettbewerbssituation miteinander konkurrieren, müssen allgemeine, volkswirtschaftliche und betriebswirtschaftliche Informationen zum Themengebiet Produktionsfaktoren möglichst schnell und inhaltlich richtig zusammengestellt werden. Die dargestellten Fachinhalte werden von der Siegergruppe vorgestellt. Fehlerhafte Kombinationen können im Anschluss korrigiert werden. In einem zweiten Arbeitsschritt fertigen die Lernenden eine digitale MindMap und ergänzen Beispiele zu den jeweiligen Produktionsfaktoren. Danach erfolgt die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Thema. Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten sich Zusammenhänge und erkennen anhand von Leitfragen, warum es Produktionsfaktoren-Systeme gibt. Als Informationsbasis dienen die erarbeiteten Puzzlebilder.

Kompetenzen

Fachkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler

  • ihre kognitive Kompetenz erweitern, indem sie auf Basis von Sachinformationen erarbeiten, welche Produktionsfaktoren in betriebs- und volkswirtschaftlicher Sicht unterschieden werden.
  • ihre Analysekompetenz schulen, indem sie die verschiedenen Produktionsfaktoren im Kontext betriebswirtschaftlicher und volkswirtschaftlicher Sicht als einzelne Phänomene wahrnehmen und in die jeweiligen Gesamtzusammenhänge einordnen.

Medienkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler sollen

  • ihre Fähigkeit entwickeln, Informationen im Internet zu recherchieren und eine gezielte Auswahl von Quellen vorzunehmen.
  • ihre Fertigkeit schulen, Informationen aus dem Lehrbuch gezielt auszuwählen und aufzubereiten.
  • ihre Fähigkeit ausbauen, wesentliche Inhalte in Form einer digitalen MindMap zu visualisieren.

Methodenkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler sollen

  • eventuell vorhandene Widersprüche von Lehrbuch- und Internet-Informationen erkennen und sich für eine Information entscheiden.
  • sich im selbstständigen Erschließen von Texten schulen, indem sie wesentliche Aspekte zusammenfassen und aufbereiten.

Sozialkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler sollen

  • in der Partner- und der Gruppenarbeit sowie der Präsentationsphase ihre Team-, Dialog- und Interaktionsfähigkeit sowie freies Sprechen und Auftreten vor der Klasse trainieren.

Kurzinformation zum Unterrichtsmaterial

ThemaAus Einzelteilen zum Ganzen - Die Systeme betriebswirtschaftlicher und volkswirtschaftlicher Produktionsfaktoren spielend erkunden
AutorDr. Christoph Dolzanski
FächerBWL, VWL
ZielgruppeIndustrie- und Bankkaufleute
SchulformenBerufsschule, Höhere Berufsfachschule
Zeitrahmen1-2 Unterrichtsstunden
Technische VoraussetzungenComputer mit Internetzugang für Kleingruppen
Benötigte SotwareMindMapping-Software, eventuell Jigs@w Puzzle (Freeware)
PlanungTabellarischer Verlaufsplan

Didaktisch-methodischer Kommentar

Verlaufsmodell und Instrumente
Das didaktische Verlaufsmodell des Lernarrangements ist eine Lernspirale, in die selbstständig produktive Erarbeitungsphasen sowie Präsentations- und Reflexionselemente einer handlungsorientierten Lernschleife integriert sind. Die Lernspirale gliedert das Thema in Arbeitsinseln, die einzeln in mehrstufigen eigenverantwortlichen Arbeitsaktivitäten bearbeitet werden. Zu Beginn steht mit dem Puzzle ein spielerisches wie wettbewerbliches Instrument, das dazu dient, das Thema aufzulockern und den Lernenden den Zugang zu den Inhalten zu erleichtern. Spielerisch setzen sich die Schülerinnen und Schüler zunächst mit den Produktionsfaktoren auseinander und erstellen die Puzzlebilder, ohne sich mit den Inhalten zu beschäftigen. In weiteren Schritten wird diese inhaltliche Arbeit durch eine selbstständig zu erarbeitende Übersicht in Form einer MindMap sowie anhand von Leitfragen eingefordert.

Sozialformen und Kompetenzen
Die Lernspirale erlaubt der Lerngruppe die wiederholte Beschäftigung mit dem Lerngegenstand in verschiedenen Sozialformen (Einzelarbeit, Partnerarbeit, Gruppenarbeit und Plenum) und mit unterschiedlichen Sinneskanälen. Die Lernenden erwerben inhaltliche, methodische, kommunikative und teamspezifische Kompetenzen gleichzeitig. Durch das Puzzeln und den Wettbewerb zu Beginn ist die Motivationslage der Lerngruppe gestärkt, und das Arbeitsklima ist positiv. Die selbstständige Aufbereitung der Inhalte erhöht sowohl die Akzeptanz als auch die Nachhaltigkeit. Der Mix der Sozialformen induziert sowohl im kognitiven wie im sozialen Lernzielbereich große Lerneffekte. Die Schülerinnen und Schüler sind im Rahmen des vorgegebenen Lernkorridors selbst für ihren Lernprozess verantwortlich und bestimmen in der Einzel- wie Teamarbeitsphase individuell ihr Lerntempo.

  • Ablauf der Unterrichtseinheit
    Den Ablauf der Sequenz inklusive der verwendeten Arbeitsmaterialien - differenziert nach den beiden Zielgruppen Industrie- und Bankkaufleute - haben wir hier zusammengestellt.

Download

produktionsfaktoren_arbeitsmaterial.rar
 

Zusatzinformationen

Informationen zum Autor

Dr. Christoph L. Dolzanski unterrichtet an der berufsbildenden Schule in Simmern die Fächer Betriebswirtschaftslehre, Rechnungswesen und Wirtschaftsinformatik.

Kommentare zu dieser Unterrichtseinheit
  • Rechtschreibfehler dvharten, 16.01.2011 10:26
    Insbesondere in den Schülermaterialien sollte vor Herausgabe dringend die Rechtschreibung überarbeitet werden!
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