Soziale Netzwerke: Bist du ein Netzchecker?

Die Gefahren im Netz und in sozialen Netzwerken sind häufiges Gesprächsthema in der Pädagogik und den Medien. In dieser Unterrichtseinheit erarbeiten die Lernenden mithilfe von Lernstationen und einem Online-Test Risiken, die soziale Netzwerke mit sich bringen.
 

Grundlage der Unterrichtseinheit ist ein Lernzirkel zu Gefahren im Netz, den Bank-Azubis an einer kaufmännischen Berufsschule in Nürnberg entwickelt und in 11. Klassen mehrfach praktisch erprobt haben. Die verkürzte Online-Version des Tests und der sieben Lernstationen kann auch von anderen Schulen genutzt werden. Der Test wurde bewusst nicht ganz einfach gehalten, um den Schülerinnen und Schülern einen Anreiz zu geben, neues Wissen zu erwerben.

 

Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler sollen

  • Kenntnisse über einige Schutzstrategien bei der Teilhabe am Internet und in sozialen Netzwerken erwerben.
  • für eigene Präventionsmaßnahmen gegen Gefahren im Netz motiviert werden.
  • produktiv in Gruppen zusammenarbeiten.

Kurzinformation zum Unterrichtsmaterial

ThemaGefahren im Netz und in sozialen Netzwerken
AutorPeter Kührt
Fachfächerübergreifend (zum Beispiel Wirtschaftslehre, Sozialkunde oder Religion/Ethik)
ZielgruppeSekundarstufe II
Zeitraumje nach verfügbarer Zeit 1 bis 4 Unterrichtsstunden
Technische VoraussetzungenEDV-Raum mit Internetzugang

Didaktisch-methodischer Kommentar

Positive Herangehensweise statt erhobenem Zeigefinger
Jugendliche scheinen in Folge ihrer mangelnden Lebenserfahrung besonders anfällig für Gefahren im Netz zu sein. Andererseits sind sie in vielen Teilbereichen technisch versierter als die Erwachsenen, die sie vor Gefahren schützen wollen. Der warnende Zeigefinger der Erwachsenenwelt wirkt auf die neue Generation deshalb oft abschreckend und unglaubwürdig. Dieses Problem ist wohl nur dadurch lösbar, dass man Heranwachsende spielerisch und positiv an die Nutzung neuer Medien und die neue gesellschaftliche Teilhabe heranführt. Die Sensibilisierung für Netz-Gefahren sollte an den aktuellen Problemen der Jugendlichen ausgerichtet sein.

Test und Lernstationen im Mittelpunkt
Methodisch stehen Test und Lernstationen im Mittelpunkt der Lerneinheit, die in Einzelarbeit oder Kleingruppen absolviert werden können. Dazu kommen weiterführende Aufgabenstellungen wie Internetrecherchen oder das Schreiben eines Regiehandbuches. Beides sollte in Kleingruppen geschehen.

Lernsequenzen zeitlich variabel einsetzbar
Je nach verfügbarer Zeit können alle sechs Lernsequenzen (= vier Unterrichtsstunden) oder nur die ersten zwei (= eine Unterrichtsstunde) oder vier (= zwei Unterrichtsstunden) eingesetzt werden. Wenn Sie mehr Zeit zur Verfügung haben, können Sie die Lerneinheit auch in ein Projekt überführen, in dem Sie Lernstationen und einen eigenen Test für andere Schülerinnen und Schüler sowie einen Projekttag an der Schule entwickeln. Eine weitere Möglichkeit der unterrichtlichen Umsetzung besteht darin, die Heranwachsenden eigene Videos drehen zu lassen, mit denen sie andere Jugendliche für Gefahren im Netz sensibilisieren können.

 

Internetadresse

Zusatzinformationen

Informationen zum Autor

Dr. Peter Kührt ist Lehrer an einer kaufmännischen Berufsschule in Nürnberg und unterrichtet schwerpunktmäßig Wirtschaftslehre, Sozialkunde und EDV bei Bankkaufleuten.

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