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21.11.2005

Merry Christmas - mehrsprachiger Antikriegsfilm

In vielen Filmen erscheint eines unlogisch: Menschen verschiedenster Nationalitäten sprechen alle dieselbe Sprache, die des Zuschauers. In dieser europäischen Koproduktion wird dieses Prinzip durchbrochen. Damit eignet sich der Film besonders für den sprachübergreifenden oder sprachenverbindenden Unterricht.
 

In der Originalfassung des Films "Merry Christmas" sprechen alle Protagonisten (Schotten, Franzosen, Deutsche) ihre Landessprache. So schafft der Film ein authentisches Gefühl für die ergreifende Situation des Waffenstillstands an Weihnachten 1914. Das Geschehen und die Empfindungen der Soldaten werden erlebbar, ihre Gespräche, ihre Lieder ziehen die Zuschauer in die Filmsituation. Die gemeinsame Messfeier in lateinischer Sprache lässt die unterschiedlichen Sprachen für eine kurze Zeit in Vergessenheit geraten. Sie erinnert an die - nicht nur sprachliche - gemeinsame Wurzel.

Der Film

Inhalt
Weihnachten 1914 - in Europa herrscht der Erste Weltkrieg. Für die Soldaten an der Westfront, für die Alliierten aus Großbritannien, Frankreich und Belgien, die ihren deutschen Feinden gegenüber stehen, soll sich dieses Datum mit einer Erinnerung verbinden, die an ein Wunder grenzt. Denn Weihnachten 1914 kommt es nicht nur zu einem spontanen Waffenstillstand zwischen den verfeindeten Lagern. Für wenige Tage wird Verbrüderung gefeiert, ganz im Geist des Festes, das offenbar nicht zu Unrecht das "Fest der Liebe" genannt wird.

Eine fiktive Geschichte nach einer wahren Begebenheit
Die Deutschen sangen "Stille Nacht", die Franzosen und die Engländer spendeten Applaus und haben ihrerseits Lieder gesungen. Im Niemandsland wurde Fußball gespielt, die Soldaten feierten zusammen eine Messe und begruben ihre Toten. Ein deutscher Tenor gab für alle ein Solokonzert. Um sich gegenseitig zu schützen, wechselten die Soldaten die Schützengräben beim Angriff der Artillerie. Und - es gab Weihnachtsbäume auf den Brüstungen der deutschen Schützengräben. All diese wahren Begebenheiten recherchierte der Regisseur Christian Carion sorgfältig und intergrierte sie in seine Filmhandlung.

Der Film im Unterricht

Nicht nur Geschichte
"Merry Christmas" eignet sich natürlich für den Einsatz im Geschichtsunterricht. Aber besonders für die Fremdsprachen ist die Originalversion ein Muss - gerade in einem heute immer weiter zusammenwachsenden Europa, das seine Vergangenheit dennoch nicht vergessen darf.

Gemeinsam Antworten finden
Sowohl der Film als auch das pädagogische Begleitmaterial werfen viele Fragen auf, die im Unterricht - sei es lehrplangemäß, fachübergreifend oder als Schmankerl vor Weihnachten - gemeinsam beantwortet werden können:

  • Wie war der mentale Zustand der Soldaten des Ersten Weltkrieges?
  • Wie lassen sich die Verbrüderungen in diesem Kontext einordnen?
  • Woher kamen die Weihnachtsbäume?
  • Was macht eine Frau am Heiligen Abend im Schützengraben?
  • Wieso erfahren wir erst Jahrzehnte nach den Ereignissen von dem kleinen Frieden im großen Krieg?

Download

merry-christmas-film_material.pdf
joyeux-noel-film_material.pdf
 

Zusatzinformationen

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