Sabine Drasnin
20.08.2007

Mechatronikerin/Mechatroniker für Kältetechnik

Die technische Komplexität und die elektronische Ausdifferenzierung von Klima- und Kühlanlagen haben die beruflichen Anforderungen im Kälteanlagenbau verändert. Dies wird nun in einer erweiterten Ausbildung berücksichtigt.
 

Serverräume dürfen nicht warm werden, Molkereiprodukte müssen kühl bleiben, Eventhallen sind zu klimatisieren, in Operationssälen soll gekühlte und möglichst keimfreie Luft zirkulieren. Die Liste der potenziellen Tätigkeitsfelder der Mechatronikerinnen und Mechatroniker für Kältetechnik ließe sich noch lange weiterführen, denn es handelt sich um ein vielseitiges Berufsbild, in dem die verschiedensten Anlagen geplant, montiert, in Betrieb genommen und gewartet werden müssen.

Das neue Berufsbild

Weiterentwicklung eines gefragten Ausbildungsberufs
Die Mechatroniker und Mechatronikerinnen für Kältetechnik lösen den seit 1982 bestehenden Beruf des Kälteanlagenbauers ab. Das neue Berufsbild berücksichtigt die Weiterentwicklung der Kühl- und Klimatechnik, so dass die Computersteuerung vieler Anlagen sich im Lehrplan niederschlägt. Die veränderte Berufsbezeichnung spiegelt die Zunahme der Elelektronik im Arbeitsalltag wider.

Vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten
Bereits die Kälteanlagenbauer und Kälteanlagenbauerinnen hatten gute Berufsaussichten und dies gilt auch für die Mechatroniker und Mechatronikerinnen für Kältetechnik, da der Bedarf an Fachkräften weiterhin hoch ist. Vor allem im Sommer haben sie Hochkonjunktur - damit das Eis nicht schmilzt und die Computer weiter laufen. Ab 1. August 2007 kann in diesem Berufsbild ausgebildet werden.

Zugangsvoraussetzungen

Schulabschluss
Die angehenden Auszubildenden sollten mindestens einen guten Hauptschulabschluss haben. Im Vorläuferberuf wurden mehrheitlich Schülerinnen und Schüler mit Realschulabschluss eingestellt.

  • Mathematik-, Chemie- und Physikkenntnisse
    Gute Mathematikkenntnisse werden von den Ausbildungsbetrieben erwartet, da häufig elektrische und geometrische Berechnungen durchzuführen sind. Ein Interesse an Chemie und Physik ist ebenfalls notwendig, da das Verständnis chemischer und physikalischer Zusammenhänge grundlegend für die Arbeit der Mechatroniker und Mechatronikerinnen für Kältetechnik ist.
  • Technische Kenntnisse und Fähigkeiten
    Da es sich um einen Handwerksberuf handelt, ist handwerkliches Geschick erforderlich: Sowohl beim Komponentenbau als auch bei der Installation von Kühl- und Klimaanlagen wird passgenau und präzise gearbeitet, wobei sich Feinarbeit und eher grobmotorische Arbeiten abwechseln.
  • Körperliche Belastbarkeit
    Da viele Kälteanlagen großformatig sind, müssen mittelschwere bis schwere Anlagenteile bewegt werden, und die Arbeitshaltung kann den Rücken zusätzlich belasten. Außerdem arbeiten die Mechatroniker und Mechatronikerinnen für Kältetechnik mit Chemikalien, Metallen und Schmierstoffen und sollten daher robuste Hände haben.

Ausbildung und Arbeitsfelder

Zusatzinformationen

Informationen zur Autorin

Sabine Drasnin ist freiberufliche Autorin im Bereich Bildung und führt eine Computerschule, die vor allem für Erzieherinnen und Lehrerinnen tätig ist.

  • Mehr Infos im Autorenverzeichnis
    Hier können Sie Kontakt mit der Autorin aufnehmen. Außerdem finden Sie eine Liste mit weiteren Lehrer-Online-Beiträgen von Frau Drasnin.
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