Nicole Lothmann
30.11.2000

Literaturforen und Schreibwerkstatt

Literarisches Leben findet oft in Zirkeln statt. Im 18./19. Jh. getragen von Privilegierten, setzte sich später in breiteren Schichten mehr und mehr der Wunsch nach Austausch und Teilhabe an Literatur durch.
 

Bekanntes Phänomen sind die literarischen Salons. In Metropolen wie Berlin oder Wien entstanden sie Ende des 18. Jh. und erlebten zur Jahrhundertwende ihre Blüte. Diese Zentren geistiger Kommunikation waren liberal und grenzüberschreitend, kannten keine religiösen, geschlechtsspezifischen oder ständischen Grenzen. Ergänzt wurden die Salons durch Literaturcafés. Hier konnte man frei vorbeischauen, um beim Kaffee zu lesen oder Lesungen zu hören.

 

Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler sollen

  • die Veränderungen des literarischen Lebens durch neue Kommunikationsformen analysieren.
  • die kulturhistorische Repräsentanz literarischen Lebens früher (Jahrhundertwende) und heute vergleichen.
  • sowohl produktions- als auch rezeptionsästhetische Aspekte berücksichtigen.
  • literarische Produktionsmechanismen handelnd nachvollziehen und damit Literatur auch als "Kunstform" erkennen.
  • ihre Produkte einem Forum zur Verfügung stellen.
  • Spaß am Umgang mit und der Produktion von Literatur gewinnen.

Kurzinformation

ThemaLiteraturforen und -produktion im Internet
AutorinNicole Lothmann
FachDeutsch
ZielgruppeKlasse 9 bis 13, je nach Schwerpunkt
ReferenzniveauDaF B2/C1/C2
Zeitraum10 bis 15 Stunden
Technische VoraussetzungenComputer, Internet

Didaktisch-methodischer Kommentar

Die Auseinandersetzung mit Literatur findet durch die Kommunikationsmöglichkeiten des Internet einen anderen, ebenfalls grenzüberschreitenden Rahmen und bietet die Chance, im Unterricht neues Interesse an Literatur und Literaturbetrieb zu wecken. Zwei Möglichkeiten werden im Folgenden vorgestellt: Literarische Zirkel im Internet und Anregungen zur Eigenproduktion. Vielleicht nutzen Sie im Rahmen einer Lyrikreihe die Anleitung zum Dichten im Unterthema "Kreatives Schreiben". Sie finden hier auch andere Schreibanlässe. Oder Sie halten eine Reihe zu den Repräsentationsformen der Literatur und des Literaturbetriebs im Wandel der Zeit. Eine Verbindung zwischen beiden Aspekten liegt in der Möglichkeit, Erfahrungen mit Literatur zu diskutieren und eigene Texte ggf. einzureichen und einem breiteren Publikum vorzustellen. Das Angebot variiert im Anspruch, so dass sie selbst entscheiden sollten, welche Teilbereiche auf welche Weise in den unterschiedlichen Jahrgangstufen eingesetzt werden können.

 

Literaturforen
Am Beispiel zweier Sites, die eigene Beteiligung ermöglichen, soll die Repräsentanz "literarischer Plattformen" im Netz untersucht werden.

Kreatives Schreiben
Hier bekommen die SchülerInnen praktische Tipps zum Schreiben - und können vielleicht sogar Beiträge für das Literaturcafé produzieren.

Download

Lehrerhandreichung Literaturforen.rtf

Informationen zur Autorin

Nicole Lothmann
Studium der Germanistik und Geschichte an der Universität zu Köln und dem University College London, 2. Staatsexamen Lehramt Sek. I und II am Studienseminar Leverkusen. Von Juli 2000 bis Juli 2002 Fachredaktion für die Geisteswissenschaften und Deutsch bei Lehrer-Online. Zur Zeit publiziert sie als Redakteurin bei das-bildet.de.

  • Mehr Infos im Autorenverzeichnis
    Hier können Sie Kontakt mit Frau Lothmann aufnehmen. Zudem finden Sie eine Liste mit allen Lehrer-Online-Beiträgen der Autorin.
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