Neben der Einzel-Betreuung der Schülerinnen und Schüler während der Übersetzungstätigkeit können über das Wiki Textteile auch per Beamer zugänglich gemacht und im Plenum besprochen werden. Zudem können die Schülerinnen und Schüler gegenseitig die zuvor in Einzelarbeit erstellten Übersetzungen kommentieren. So helfen digitale Medien dabei, eigenständige Übersetzung und gemeinschaftliches Arbeiten zu kombinieren.
Die Schülerinnen und Schüler sollen
Individuelle ArbeitBei diesem Verfahren bekommt jeder und jede einzelne Lernende für die eigene Leistung eine klare Rückmeldung. Da sich alle voll auf ihre Übersetzungstätigkeit konzentrieren können und nicht von den Beiträgen anderer beeinflusst werden, ergibt sich für alle Beteiligten ein recht klares Bild der Übersetzungskompetenz. Individuelle Probleme können direkt angesprochen und geklärt werden.Für kleine GruppenDa die Lehrperson in Intervallen immer wieder die Übersetzungsleistungen jedes und jeder einzelnen Lernenden prüfen und kommentieren muss, eignet sich dieses Verfahren nur für kleine Gruppen. Mit einem Kurs von acht Personen wurden bisher gute Erfahrungen gemacht.Gruppeninterne TransparenzDa die einzelnen Schüler-Übersetzungen für alle (Lehrende und Lernende) transparent sind und von jedem kommentiert werden können, ist gegenseitiges Vertrauen eine Grundvoraussetzung für dieses Verfahren. Andererseits bietet gerade das geschlossene lo-net²-Wiki die Möglichkeit, Übersetzungen vertraulich auszuprobieren, ohne dass diese Versuche weltweit abrufbar werden.BinnendifferenzierungLeistungsstarke Schüler können ihren Mitschülern kommentierend helfen. Leistungsstarke Schüler können den Text auch unterrichtsvorbereitend übersetzen und dann während der Wiki-Arbeit die Lehrer-Rolle übernehmen.
Georg Sackmann ist Lehrer für Latein, Ethik und Geschichte am Staufer-Gymnasium Waiblingen.
lo-net², Web 2.0, Wiki, handlungsorientiertes Lernen, kooperatives Lernen, kommunikative Kompetenz, Lernstrategie