Marco Fileccia
28.01.2001

Computer-Nacht in der Schule

Nächtelang vor dem Computer, 12 oder 14 Stunden am Stück - dies ist für unsere Schüler (zumeist Jungen) längst Realität, ausgelebt in sogenannten LAN-Parties (LAN = Local Area Network, etwa: lokales Netzwerk, womit die Vernetzung von Computern gemeint ist, die miteinander verbunden am selben Ort stehen, z.B. in einem Raum oder einem Gebäude).
 

Die LAN-Parties werden entweder im kleinen Freundeskreis oder auf großen und kommerziell organisierten LAN-Parties "gefeiert" (z.B. bei www.lanparty.de). Zur Teilnahme sind mitzubringen: der eigene Computer, natürlich mit Netzwerkkarte, und die entsprechenden Programme, zumeist Spiele.

Beispiel am Bert-Brecht-Gymnasium

LAN-Nacht am BBG

Im weiteren möchte ich von einer LAN-Party / Computer-Nacht berichten, wie wir sie am Bert-Brecht-Gymnasium (www.bert-brecht-gymnasium.de, Foto der LAN-Nacht hier) in Dortmund im Januar 2001 für unsere Schülerinnen! und Schüler veranstaltet haben.

16 Stunden nonstop EDV

Dort konnten sie insgesamt 16! Stunden am Stück entweder mit- bzw. gegeneinander spielen oder kostenfrei im Internet surfen und chatten (Raten Sie mal, wer einschlief!). Ich werde viele Hinweise zur Organisation einer solchen Veranstaltung geben, die Vor- und Nachteile skizzieren und auf besondere schulische Aspekte wie Jugendschutz, Ego-Shooter und Raubkopien eingehen.

Die Frage nach dem Warum?

Warum? - Identifikation mit der Schule!

Die Frage nach dem Warum? einer solchen Veranstaltung, die auf den ersten Blick nur bedeutet, sich als Aufsicht die Nacht um die Ohren schlagen zu müssen, eine Menge zusätzlichen Organisationsaufwand und hohe technische Anforderungen bewältigen zu müssen, stellt sich nur für uns Lehrerinnen und Lehrer. Die leuchtenden Augen der Schülerinnen und Schüler, "so etwas an ihrer Schule" machen zu dürfen, ist Teil der Antwort: Wie mit jeder schülerorientierten Veranstaltung verstärkt man die Bindung zur eigenen Schule, die Identifikation damit.

 

Warum? Technikkompetenz abrufen!

Vor und während der LAN-Nacht werden hohe Technikkompetenzen abgerufen, die ansonsten verborgen blieben: Viele Schüler können endlich einmal zeigen, was sie mit dem Computer alles machen können, wie sie ihn "beherrschen" (ohne den sorgenvollen Blick des Systemadministrators der Schule). Und diese Kompetenzen müssen sie in Kooperation weitervermitteln, denn ohne gegenseitige Hilfe funktioniert keine LAN-Party.

Warum? Soziale Interaktion und Kooperation!

Hier zeigt sich ein weiteres Argument: eine LAN-Party ist eine höchst soziale Veranstaltung, auf der das Miteinander groß geschrieben wird (wenn auch manche Spiele eher ein Gegeneinander bedeuten, so spielt man doch "miteinander").

 

Warum? Lebenswirklichkeit von Jugendlichen!

Darüber hinaus habe ich als Pädagogin oder Pädagoge einen direkten Bezug zur Lebenswirklichkeit der Jugendlichen, die ich ansonsten nur schwierig erhalte. Aus persönlicher Erfahrung muss ich sagen, dass mich die LAN-Party am Bert-Brecht-Gymnasium sehr beeindruckt hat und die Gespräche mit den Schülerinnen und Schülern über Computer und ihre Computernutzung, die Beobachtungen ihrer Computernutzung beim Spielen oder im Chatroom sehr aufschlussreich waren.

Download

LanParty.pdf
Netzwerk Aufbau.pdf
Jana - Server.pdf

Weiterführende Informationen

Jugendmedienschutz
 
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