Keep Cool: Ein Spiel rund ums Klima

Ob online oder klassisch auf dem Brett: Beim beliebten "Keep Cool"-Spiel setzen Jugendliche unser Klima auf's Spiel.
 

"Keep Cool" fordert Jugendliche heraus, in die Welt der globalen Klimapolitik einzutauchen und fördert spielerisch ihre Weitsicht über den Zusammenhang von menschlichem Verhalten und der Entwicklung unseres Klimas. "Keep Cool" kann Lehrkräften zum motivierenden Einstieg in den Themenkomplex "Klimawandel" dienen. Um das Spiel durchzuführen sind keine speziellen Vorkenntnisse seitens der Schülerinnen und Schüler erforderlich. Im Spielverlauf werden aber zahlreiche Themen eingestreut, die nachfolgend im Unterricht vertieft werden können.

Kompetenzen

Fach- und Sozialkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler

  • können nachvollziehen, dass der Mensch durch sein Verhalten und seine Entscheidungen das Weltklima beeinflusst.
  • lernen bedeutende Anpassungsmaßnahmen kennen, die Schutz vor Klimafolgen bedeuten und verinnerlichen präventive Maßnahmen.
  • informieren sich selbstständig über Möglichkeiten politischen Handelns und entwickeln eine persönliche Motivation, für den Klimaschutz aktiv zu werden.
  • entwickeln ein Gefühl für die Schwierigkeiten weltpolitischen Handelns und lernen durch Verhandlungen ihre Interessen (Spielziele) zu verfolgen sowie Kompromisse einzugehen.

Medienkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler

  • können verschiedenartige Medien wie Texte, Tabellen, Grafiken und Bilder hinsichtlich relevanter Informationen auswerten.
  • setzen diese Informationen aus verschiedenen Medien miteinander in Verbindung.

Kurzinformation zum Unterrichtsmaterial

ThemaKeep Cool: ein Spiel rund ums Klima. Der Einfluss des Menschen auf die Klimaerwärmung
AutorenDr. Klaus Eisenack, Dr. Gerhard Petschel-Held
FachGeografie, Gesellschaftskunde, Biologie, Physik, übergreifende Fächergruppen
ZielgruppeSchülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I, ab Klasse 8
ZeitraumSpieldauer eine Doppelstunde, Vorbereitung etwa 1 Stunde; Nachbereitung sehr variabel, je nach Anzahl der ausgewählten Themen und Vertiefung
MedienInternet (für das Online-Spiel) und für weiterführende Recherchen
Technische VoraussetzungenInternetzugang, Mozilla Firefox oder Internet Explorer, Flash-Player, Beamer (alles für das Online-Spiel)

Didaktisch-methodischer Kommentar

Zusammenarbeit in Ländergruppen
Zunächst sollten die Spielregeln erläutert werden. Dies gelingt am nachhaltigsten, wenn die Lehrkraft dies übernimmt und für erste grundsätzliche Fragen der Lernenden zur Verfügung steht. Jede Ländergruppe bei "Keep Cool" verfolgt ein wirtschaftliches Ziel, das darin besteht, eine bestimmte Anzahl Fabriken aufzubauen, um das eigene Wirtschaftswachstum zu sichern. Dieses wirtschaftliche Ziel ist allen Spielern und Spielerinnen bekannt. Gleichzeitig müssen alle einem politischen Ziel für die eigene Ländergruppe nachkommen. Die politischen Ziele können, wie in der Realität, stark voneinander abweichen oder sogar einander entgegen laufen. Kein Spieler und keine Spielerin kennt die politischen Ziele der anderen. Nur wenn ein Spieler sowohl das wirtschaftliche als auch das politische Ziel erreicht hat, gewinnt er sofort.

Investitionen und Politik
Das wirtschaftliche Ziel erreicht jeder und jede durchaus allein, indem das Geld, das die Fabriken erwirtschaften, in den Bau neuer Fabriken investiert wird. Das politische Ziel hingegen erreichen die Spieler nur in Zusammenarbeit mit anderen. Das bedeutet, dass neben der Entwicklung einer eigenen Gewinnstrategie ein hohes Maß an Verhandlungsgeschick und Kompromissbereitschaft notwendig ist.

Internetadressen

Informationen zu den Autoren

Dr. Klaus Eisenack ist Juniorprofessor für Umwelt- und Entwicklungsökonomik an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Zuvor war er mehrere Jahre am PIK beschäftigt. Er forscht zur Adaptation an den Klimawandel und zum Management natürlicher und technischer Ressourcen. Sein Augenmerk liegt dabei auf der Kopplung von Naturraum, Wirtschaft und Institutionen. Er hat Mathematik, Wirtschaftswissenschaften und Philosophie studiert und entwickelt seit seinen frühen Tagen Brett- und Rollenspiele.

Dr. Gerhard Petschel-Held (1964-2005) war Leiter der Abteilung "Integrierte Systemanalyse" am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK). Er promovierte in der Physik und beschäftigte sich am PIK mit der Integration von Natur- und Sozialwissenschaften. Er ist Autor von über 50 wissenschaftlichen Artikeln und arbeitete in internationalen Gutachtergremien mit, die sich Fragen des Zusammenhangs zwischen Ökosystemwandel und menschlichem Wohlergehen (Millennium Ecosystem Assessment) und des Klimawandels (IPCC) befassen.

Förderung

Zur Stärkung der schulischen Bildung für Nachhaltige Entwicklung wird ein eng mit Lehrer-Online verknüpftes neues Themenportal aufgebaut, ausgebaut und angeboten werden, das Lehrkräften Materialien, Tipps und Anregungen zur schulischen Umweltbildung allgemein und speziell zur Bildung für nachhaltige Entwicklung gibt. Die inhaltliche Basis des "Themenportals BNE" stellen Unterrichtseinheiten, Fachartikel und Unterrichtsanregungen dar, die auf Ergebnissen aus DBU-Förderprojekten aufsetzen.

 
  • dbu.de
    Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt ist eine der größten Stiftungen in Europa. Sie fördert innovative beispielhafte Projekte zum Umweltschutz.
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