Der Mathematiklehrer Kjetil Idås ist dafür zuständig, dass die Fachoberschule Horten in Norwegen ihre IT-Ressourcen optimal einsetzt - und er war es auch, der 2009 die itslearning-Umfrage durchführte. Auf Basis der Umfrageergebnisse änderte die Schule ihre Verwendungsweise des Programms. Heute nutzt jeder Lehrer in der Schule itslearning, um mit den Schülerinnen und Schülern zu kommunizieren und ihnen Lernmaterialien zu übermitteln. Wie ist es der Schule gelungen, die Teilnahmequote auf 100 Prozent zu steigern?
Nicht jede Lehrerin und jeder Lehrer ist computerversiert, und die meisten Schulen müssen feststellen, dass einige sich einfach nicht auf eine neue Lernplattform einstellen können. Die Schule reagierte mit der Festlegung einer einfachen Reihe von "grundlegenden Benutzeranforderungen", an die sich alle Lehrenden halten müssen:
Die meisten Schülerinnen und Schüler haben bei mehreren Lehrkräften Unterricht, und es kann unübersichtlich sein, wenn diese die Informationen und Daten auf itslearning unterschiedlich organisieren. Die Schule hat daher eine einfache Struktur für Dateien, Nachrichten und den Veranstaltungskalender geschaffen, der jeder Lehrer und jede Lehrerin folgen kann - und auch muss. Lehrende können gerne weitere Dateien, Links und Daten hinzufügen, sollten sich dabei aber stets an das grundlegende Format halten.
Zu einer der häufigsten Beschwerden der Lernenden zählt die Veröffentlichung von zu vielen Informationen und Daten einiger Lehrpersonen auf dem Schwarzen Brett ihres Kurses. Dies kann dazu führen, dass wichtige Nachrichten übersehen werden. Dasselbe gilt für Links und zusätzliche Inhalte. Einige Lehrer posteten nach jeder Unterrichtsstunde vier oder fünf weitere Artikel, Links oder Videos als zusätzliche Lektüre - die Schüler konnten mit so vielen Informationen einfach nicht Schritt halten. Die Lehrenden wurden daher aufgefordert, nur die wichtigsten Informationen und zusätzlichen Lernmaterialien zu veröffentlichen.
20 Minuten können genügenObwohl die meisten Schülerinnen und Schüler computerversierter sind als der durchschnittliche Lehrer, benötigen sie dennoch eine Einführung in das itslearning-System, damit alle das System kennen und wissen, worum es sich dabei handelt und wie sie es benutzen sollen. Heute nimmt jeder Schüler an der Schule in Horten zu Schuljahresbeginn an einem IT-Orientierungskurs teil, zu dem auch eine 20-minütige Einführung zu itslearning gehört.
Erfolg durch TransparenzKjetil ist davon überzeugt, dass diese Einführung ausschlaggebend für den Erfolg des Systems ist: "Es ist sinnlos, dass Lehrer Informationen auf itslearning stellen, wenn die Schüler das System nicht nutzen. Durch den Orientierungskurs können Schüler itslearning gleich von Anfang an aktiv verwenden."
Lernplattform, E-Learning, Medienerziehung