Beobachtung der Internationalen Raumstation (ISS)

"Raumstation" hört sich sehr weit weg an, irgendwo da oben … Dabei zieht die ISS nur 330 bis 400 Kilometer über unseren Köpfen ihre Bahn. Sie bietet sich als Objekt für Himmelsbeobachtungen im astronomischen Sommerloch der kurzen Nächte an, da sie sich bereits in der Dämmerung zeigt.
 

Ein ruhig strahlendes Objekt, das in etwa vier Minuten aus südöstlicher Richtung in nordwestlicher Richtung fliegt und im Gegensatz zu Flugzeugen nicht blinkt, ist ein guter Kandidat für die ISS. Etwa eineinhalb Stunden benötigt die ISS für eine Runde um unseren Planeten. Sie ist allerdings nur in der Abend- oder Morgendämmerung sichtbar, wenn sie von der Sonne angestrahlt wird. Als Beobachtungszeitfenster kommen nur etwa zwei Stunden vor Sonnenaufgang und zwei Stunden nach Sonnenuntergang infrage. Nicht immer kommt die ISS gerade zu diesen Stunden bei uns vorbei. Man muss aber nicht auf eine Zufallsbeobachtung warten: Auf der englischsprachigen Website "Heavens Above" können Sie herausfinden, wann genau die ISS am Himmel über Ihnen zu sehen ist.

Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler sollen

  • die Webseite "Heavens Above" als Online-Werkzeug für die Berechnung und Darstellung von sichtbaren ISS-Überflügen an ihrem Beobachtungsort kennen und nutzen lernen.
  • Überflüge der Raumstation mit eigenen Augen beobachten und dabei mithilfe des "Ground Track Plot" eine Relativierung ihrer Alltags-Vorstellungen von Entfernungen und Geschwindigkeiten erfahren.
  • falls die technischen Voraussetzungen vorhanden sind, die ISS mit einem Amateurteleskop beobachten (anspruchvolle Herausforderung für Astronomie-AGs).

Kurzinformation

ThemaBeobachtung der Internationalen Raumstation (ISS)
AutorDr. André Diesel
FächerNaturwissenschaft, Technik, Astronomie- und Technik-AGs
ZielgruppeKlasse 5 bis Jahrgangsstufe 13
Technische VoraussetzungenComputer mit Internetanschluss für die Berechnung von sichtbaren ISS-Überflügen mit dem bloßen Auge; Amateurteleskop und Digitalkamera für die Beobachtung struktureller Details

Didaktisch-methodischer Kommentar

In den Sommermonaten - wegen der kurzen Nächte und der wenig klaren Atmosphäre für Sternfreunde die "saure Gurkenzeit" - liegen die sichtbaren ISS-Überflüge in den späten Abend- und frühen Morgenstunden. Die Anregung zur Beobachtung der Raumstation eignet sich daher nur als kleiner Ferien-Tipp für interessierte ältere Jugendliche. Möglichkeiten zu gemeinsamen Beobachtungen können sich jedoch im Winter durchaus während der ersten Unterrichtsstunden auf dem Schulhof ergeben.

Internetadresse

Zusatzinformationen

Allgemeine Informationen zur ISS

    ISS-Beobachtung und -Fotografie

    Informationen zum Autor

    Dr. André Diesel ist Diplom-Biologe und Fachredakteur für Naturwissenschaften im Projekt Naturwissenschaften entdecken!.

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