Nachdem die EDV-Ausstattung an vielen Schulen besser geworden ist und alle Schulen nunmehr Internetanschluss haben, suchen viele Kolleginnen und Kollegen händeringend nach pädagogischen Konzepten, um das Internet sinnvoll in ihren alltäglichen Unterricht zu integrieren.
Der Begriff der Medienkompetenz wird bereits seit den frühen 70er Jahren diskutiert und ist von etlichen Sozialwissenschaftlern definiert worden. Welche Vorleistungen liefert uns die wissenschaftliche Diskussion für die sinnvolle Integration des Internets in den Schulalltag?
Wie können wir nun die Forderungen aus der wissenschaftlichen Diskussion ganz konkret im alltäglichen Fachunterricht umsetzen?
Die pädagogische Umsetzung der Internetnutzung im Unterricht kann sich selbstverständlich nicht im Anklicken irgend welcher Internetseiten erschöpfen, sondern muss von Anfang an auf die Vermittlung umfassender Medienkompetenzen ausgerichtet sein. Nicht die reine Recherche im Internet kann das Unterrichtsziel sein, sondern die Aufbereitung der gefundenen Inhalte für andere Menschen und unter ganz bestimmten Zielsetzungen (Information für Mitschülerinnen und Mitschüler, Eltern, Ausbildungsbetriebe oder die auch die Weltöffentlichkeit, wenn man die Informationen unter der Schuladresse ins Internet stellt).
Informationsgewinnung und InformationsaufbereitungDabei geht es einmal um die Informationsgewinnung (Finden der Informationen, Prüfen des Wahrheitsgehaltes, Hinterfragen der politischen und ökonomischen Interessenslagen), zum anderen um die Informationsaufbereitung (Datentransfer in Textverarbeitung, Präsentationsprogramme oder selbst erstellte Internetseiten).
Medienkompetenz stellt sich damit als Kernstück einer umfassenden ökonomischen und sozialen Handlungskompetenz dar.
Die mediendidaktische Kernpunkte im Überblick
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Dr. Peter Kührt ist Lehrer an einer kaufmännischen Berufsschule in Nürnberg und unterrichtet schwerpunktmäßig Wirtschaftslehre, Sozialkunde und EDV bei Bankkaufleuten.