Hier stellen wir Ihnen Computersimulationen des Max-Planck-Instituts für Gravitationsphysik vor, die Jugendliche mit dem Phänomen der Gravitationswellen bekannt macht und dazu angeregt, sich mit spannenden Fragen der Astrophysik, Schwarzen Löchern und Neutronensternen zu beschäftigen. Die Schülerinnen und Schülern lernen Simulationen als wichtige Werkzeuge der Wissenschaftler kennen, die den experimentellen Nachweis von Gravitationswellen ermöglichen sollen.
Während sich Schülerinnen und Schüler Wasserwellen sehr anschaulich vorstellen können, sind Gravitationswellen etwas sehr Abstraktes. Anhand der Simulationen kann eine Analogie zwischen beiden Phänomenen hergestellt werden, ohne deshalb den komplexen Inhalt des Themas Gravitationswellen verstanden haben zu müssen. Zum Einstieg in die Thematik bietet sich auch eine Recherche bei "Einstein-Online" an, einem Projekt des Max-Planck-Instituts für Gravitationsphysik:
Besonders starke Gravitationswellen entstehen, wenn superkompakte Himmelskörper wie Schwarze Löcher oder Neutronensterne miteinander verschmelzen. Aber auch bei gigantischen Sternexplosionen kann es zur Freisetzung großer Energiemengen in Form solcher Wellen kommen. Analog zu dem Licht, das uns Informationen von weit entfernten Sternen und Galaxien übermittelt, soll die "Gravitationswellenastronomie" der Wissenschaft in Zukunft Einblicke in die energiereichsten Ereignisse des Universum gewähren. Der Nachweis von Gravitationswellen ist allerdings eine große Herausforderung. Zahlreiche Störungen, wie zum Beispiel der Gravitationseinfluss vorbeifahrender Autos oder winzige Erschütterungen der Gravitationswellendetektoren durch ferne Erdbeben, verstecken die Signale aus dem All in einem Rauschen. Wer aus diesen Störungen das gesuchte Signal herausfiltern will, muss genau wissen, wonach er sucht. Dabei helfen Computersimulationen, die zum Beispiel zeigen, welcher Art Gravitationswellen sind, die bei der Kollision Schwarzer Löcher entstehen. Die beiden hier vorgestellten Filme, "Die größten Crashs im Universum" und "Neutronensterne auf Kollisionskurs", zeigen die Ergebnisse solcher Simulationen.
Dr. Markus Pössel ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut).
Dr. Karl Sarnow unterrichtet die Fächer Physik, Mathematik und Informatik am Gymnasium Isernhagen (Niedersachsen) und unterstützt die Redaktion von Lehrer-Online als Fachberater.
Albert Einstein, Astronomie, Schwarze Löcher, Gravitation