Gabi Albrecht
10.08.2009

Global Grid Wettbewerb 2009 - ein Erfahrungsbericht

Im Wettbewerb, der vom Bundesamt für Naturschutz, Schulen ans Netz e. V. und dem Westermann Verlag initiiert wurde, ging es in diesem Jahr um die Erkundung von Breitengraden. Gewonnen hat die Klasse 7a der Realschule Am Sportpark in Dormagen (Nordrhein-Westfalen). Der Erfahrungsbericht schildert, wie die Klasse Kontakte entlang des Äquators geknüpft hat und was daraus alles entstanden ist.
 

"Ich fand es gut, dass wir etwas anderes im Erdkundeunterricht gemacht haben, statt einfach im Klassenraum rumzusitzen und hinzuhören. Ich habe viel Neues gelernt, wie zum Beispiel Menschen aus anderen Ländern übers Internet anzuschreiben oder das Zusammenarbeiten in Gruppen. Auch wenn nicht alle geantwortet haben - weshalb auch immer - hat das Projekt großen Spaß gemacht" beschreibt Emre aus der Klasse 7a seine Erfahrungen während des Wettbewerbs.

 

Vorüberlegungen

Einordnung in den Unterricht
Als ich Anfang Dezember letzten Jahres, angeregt durch einen Mitarbeiter des Westermann-Verlages im Rahmen einer Fachkonferenz, im Internet auf die Diercke-Seite und damit auf die Ausschreibung des Wettbewerbes "Surf the Global Grid" stieß, reizte mich die "Erforschung" eines Breitenkreises sehr. Dieses Thema passte perfekt zu den Richtlinien der Jahrgangsstufe 7, die ich im Fach Erdkunde unterrichtete. Der Lehrplan sieht als Schwerpunkte unter anderem die Themenbereiche Zonierung der Erde, Möglichkeiten und Probleme von Entwicklungsländern sowie die Prägung von Lebensräumen durch den Menschen vor. Nach einer kurzen Diskussion mit den Schülerinnen und Schülern, die sich ebenfalls sehr neugierig und interessiert zeigten, war die Entscheidung getroffen.

Lohnt sich der Aufwand?
Als ich mich intensiver mit den Beiträgen der Siegerklassen des Vorjahres beschäftigte, war ich hin- und hergerissen zwischen der einerseits äußerst interessanten und faszinierenden Aufgabe und dem andererseits zu erwartenden Aufwand. Zudem war die Organisation und Integration eines solch umfangreichen Projektes in den normalen Unterricht zu bewerkstelligen. Großes Kopfzerbrechen bereitete mir auch die Frage, wie ich als "Computer-Laie" unsere Internetpräsentation "auf die Beine stellen" sollte. Immer wieder schwankte ich und schob die endgültige Entscheidung vor mir her, bis ich schließlich am Silvesterabend 2008 (Anmeldeschluss!) die Anmeldung vornahm. Auch wenn die vier Monate Arbeit an der Aufgabe sowohl für die Schülerinnen und Schüler als auch für mich als Lehrkraft äußerst anstrengend waren, möchten wir dieses Projekt nicht missen, da wir während dieser Zeit sehr viele positive Erfahrungen gemacht haben, wie sie einem im Rahmen des normalen Schulalltags nicht begegnen. Über diese Erfahrungen möchte ich im Folgenden berichten.

Beginn der Projektarbeit

Gruppenarbeit
Zu Beginn des Projektes informierten wir uns über die Länder, die von dem uns zugeteilten Breitenkreis, dem Äquator, durchquert werden. Danach bildeten die Schülerinnen und Schüler Zweiergruppen und jede dieser Gruppen bekam per Losverfahren ein Land beziehungsweise eine Inselgruppe zur Internetrecherche zugeteilt und erstellte einen "Länderbericht".

Ausdauer gefragt
Auffällig war, dass trotz des langen Projektzeitraumes die Stimmung unter den Schülerinnen und Schülern gut war ("Die Projektarbeit hat uns zusammengeschweißt" - Zitat einer Schülerin). Die anfängliche Neugierde und Motivation aller blieb bis zum Ende des Projektes erhalten, und der Wunsch, die begonnene Arbeit zu Ende zu bringen, war größer als der manchmal vorhandene Wunsch, aufzugeben. Das Durchhaltevermögen war bei praktisch allen Schülerinnen und Schülern sehr ausgeprägt, ebenso eine recht hohe Frustrationstoleranz. Dies hat meines Erachtens damit zu tun, dass der Unterricht im Rahmen dieses Projektes völlig anders ablief als im herkömmlichen Unterricht und Kompetenzen gefragt waren, die im normalen Schulalltag nicht trainiert, sehr wohl aber im täglichen Leben benötigt werden.

Auseinandersetzung mit dem Heimatland
Ein weiteres Ziel des Wettbewerbes war die Darstellung unserer Heimat für unsere Ansprechpartner in den fremden Ländern. Auch zu dieser Aufgabenstellung sammelten wir Themen für alle Gruppen. Die Bearbeitung der "Deutschlandberichte" erfolgte in denselben Zweiergruppen.

  • Projektverlauf
    Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler aus Dormagen waren trotz des hohen Arbeitsaufwandes mit viel Elan bei der Sache.

Internetadresse

Zusatzinformationen

Informationen zur Autorin

Gabi Albrecht unterrichtet Geographie, Mathematik und Französisch an der Realschule Am Sportpark in Dormagen.

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