Das Bild, dass die Schüler von Schwulen hatten, war vor allem von den Medien geprägt. Vorurteile ersetzten eigene Erfahrungen und Meinungen. Wir stießen auf Äußerungen wie "Gott hasst Schwule". Wir wollten dranbleiben an dem Thema. Entstanden ist nach dieser ehrlichen Bestandsaufnahme ein Unterrichtsentwurf, in dessen Mittelpunkt das Internet steht. Kernüberlegung ist es, über geeignete Schwulenforen oder AStA-Schwulenreferate die Kommunikation von Schülern der Klasse 9 mit etwa gleichaltrigen schwulen Jugendlichen zu ermöglichen. Die Schüler sollen ihre Fragen zum Thema Homosexualität sammeln, diese dann schwulen Jugendlichen per E-Mail schicken, die Antworten bündeln und - soweit von den Lernenden gewünscht - im Plenum diskutieren. Auf diese Weise sollen Vorurteile weichen. Die Unterrichtseinheit wurde an einer Jungenschule durchgeführt, weshalb ausschließlich mit Schwulenforen gearbeitet wurde. Das Prinzip ist aber auch auf Mädchen- oder gemischte Klassen übertragbar, da es natürlich auch entsprechende Lesbenforen und AStA-Lesbenreferate gibt.
Die Lernenden sollen
studiert im 8. Semester Biologie und evangelische Theologie (Lehramt) in Bonn. Das Konzept dieser Unterrichtseinheit entstand im Rahmen des Seminars "Computer im Biologieunterricht" unter der Leitung von Herrn Bertold Durst und wurde im Rahmen eines Seminars "Schulpraktische Studien" modifiziert.
Ethik, Homosexualität, Menschenrechte, Gender, Toleranz, zwischenmenschliche Beziehungen