Die CD-ROM des Vereins "Keine Macht den Drogen" klärt nicht nur auf, sondern regt die SchülerInnen an, sich in einer Spielhandlung mit dem Thema Drogen auseinander zu setzen. Über positive Vorbilder, die in der Handlung auftreten, wird nicht nur belehrt, es werden Identifikationsmöglichkeiten geboten, deren Verhalten zum Nachahmen anregt. In Tests können die SchülerInnen ihre eigenen Einstellungen und ihren Wissenzuwachs testen.
Navigation über einen SchreibtischZentrale Navigationsstelle ist ein Schreibtisch. Hier steht ein Computer zur Recherche in einem simulierten Internet (ein Internetzugang ist nicht erforderlich, alle Informationen finden sich auf der CD-ROM) zur Verfügung. Über ein Handy halten die Spielenden Kontakt zum Drogenfahnder. In einem Notebook können Notizen gemacht werden. Ein Stadtplan hilft, die einzelnen Orte der Handlung aufzusuchen. Rechercheaufträge und -ergebnisse werden in einer Arbeitsmappe gesammelt.
Eigenständig recherchieren und Wissen aufbauenNach einem Klick auf den Stadtplan meldet sich der Drogenfahnder erst einmal per Handy und führt in den Fall ein. Die Kommunikation läuft über verschiedene Antwortmöglichkeiten, von denen man jeweils eine per Mausklick auswählt, so dass man das Gespräch weiterführen und den Gang der Handlung beeinflussen kann.Nach der Einführung in den Fall machen sich die HobbyfahnderInnen auf den Weg, verschiedene Beteiligte zu interviewen und so den Fall zu lösen, doch mehr sei hier nicht verraten.Unterbrochen wird die Fahndung immer wieder durch Rechercheaufträge zu Teilaspekten des Drogenthemas:
Die Rechercheergebnisse werden in Tests abgefragt. Erst wenn das Ergebnis zufriedenstellend ist, kann die Spielhandlung fortgesetzt werden. Zusätzlich können die SchülerInnen ihre Anfälligkeit für Drogenkonsum oder ihre eigene Stärke testen.Da sich alle TeilnehmerInnen mit einem eigenen Namen einloggen, muss der Fall nicht an einem Stück bearbeitet werden. Das Spiel merkt sich, wie weit die einzelnen MitspielerInnen gekommen sind, und setzt beim Neustart dort ein.
Drogenaufklärung vorziehenDie Rahmenpläne vieler Bundesländer sehen das Thema für die Jahrgänge 8 und 9 vor. Für die meisten Jugendlichen ist das aber schon deutlich nach den ersten Drogenerfahrungen und somit zu spät. Die CD-ROM ist daher so konzipiert, dass sie ab der 6. Klasse eingesetzt werden kann.
Drogenaufklärung fachübergreifendZum einen ist das Thema zu umfassend, als dass es in wenigen Stunden in einem Fach abgehandelt werden kann. Zum anderen sind zahlreiche Fächer betroffen, so dass sich eine übergreifende Projektarbeit anbietet. Dabei könnten einzelne Themenschwerpunkte auf verschiedene Fächer verteilt werden:
ArbeitsblätterNeben dem interaktiven Lernspiel bietet die CD-ROM der Lehrkraft noch eine Reihe weiterer Hilfen. Für den Politik- und Deutschunterricht stehen Lektüreempfehlungen zur Verfügung. Zwölf Arbeitsblätter im pfd-Format unterstützen den Unterricht, der die Arbeit mit der CD-ROM begleitet. Das Heft zur CD-ROM enthält zudem noch Hinweise zur didaktischen Konzeption und zur begleitenden Elternarbeit.
Die Handlung der CD-ROM motiviert die SchülerInnen , sich selbstständig in das Thema einzuarbeiten und dabei ihr eigenes Verhalten zu überprüfen. Das ist so spannend wie lehrreich. Zudem können Spielhandlung und Unterrichtsmaterial eine gute Klammer zwischen den Inhalten einzelner Fächer sein.
Gesundheitserziehung, Sucht