Professor Girlitz arbeitet während einer stürmischen Nacht an seinem Buch über die heimische Vogelwelt. Er will gerade die letzten Seiten vollenden, als plötzlich der Strom ausfällt! Entsetzt stellt der Professor fest, dass dabei seine Arbeit verloren ging, da er die Daten nicht gespeichert hatte. Zu allem Unglück gehen auch noch seine schriftlichen Notizen in dieser Nacht verloren - er braucht dringend Hilfe! Diese kommt von den Spielerinnen und Spielern. Als Assistentin oder Assistent stehen sie ihm zur Seite, schnappen sich eine Ausrüstung und machen sich an die Rekonstruktion der Daten heran. Die Informationen müssen rechtzeitig beschafft werden, damit der Professor in zwei Tagen sein neues Buch präsentieren kann. "Das rote Vogelbuch" wurde 2009 beim Jugendsoftwarepreis der Klaus Tschira Stiftung prämiert und zudem durch die Stiftung Jugendförderung Thurgau ausgezeichnet.
Nach dem Start der CD-ROM wird die oben beschriebene Geschichte in einem spannend animierten Intro-Comic geschildert (Abb. 1, Platzhalter bitte anklicken). Der Professor möchte die Spielerinnen und Spieler jedoch nicht unvorbereitet starten lassen. Sofern das Lernspiel noch nicht bekannt ist, durchläuft man daher zunächst ein kurzes Tutorial, in dem die wichtigsten Fähigkeiten eines persönlichen Assistenten oder einer persönlichen Assistentin vermittelt werden.
Bestens vorbereitet gelangen die Spielerinnen und Spieler nach ihrer Einweisung in die Vogelwarte (Abb. 2). Hier bieten sich ihnen verschiedene Möglichkeiten. Zum Beispiel kann die Bibliothek der Vogelwarte genutzt werden, von der aus man Zugriff auf die Datenbank der Vogelwarte Sempach in der Schweiz hat. Mit einem Klick auf die Landkarte (siehe Abb. 2) wird das Abenteuer gestartet.
Von der Übersichtskarte aus durchlaufen die Spielerinnen und Spieler 19 Stationen zu folgenden sieben verschiedenen Vogelarten: Blaumeise, Amsel, Haussperling, Grünspecht Rauchschwalbe, Rotmilan und Weißstorch. Sie lernen ihr Aussehen, ihre Nahrung und ihren Lebensraum sowie verschiedene Besonderheiten kennen. Dabei kommen interaktive 360-Grad-Panoramen, Kurzfilme und verschiedene Übungen zum Einsatz, zum Beispiel "Gefieder anmalen" (Abb. 3), Notizen ordnen, Puzzles und andere Spiele:
Private Nutzung: Das eigene VogelbuchAußerhalb des Unterrichts können die Kinder ein eigenes Vogelbuch basteln, indem sie selber aktiv werden, nach draußen gehen, beobachten, zeichnen und Beobachtungen dokumentieren. Dafür bietet das Rote Vogelbuch eine Vorlage zur Gestaltung eigener Einträge. Sollten die Kinder weitere Informationen zu den beobachteten Vögeln benötigen, dann finden sie diese in der Bibliothek der Lernsoftware, von der aus ein Internetlink zur Datenbank der Schweizerischen Vogelwarte Sempach führt.
Nutzung des Roten Vogelbuchs in der SchuleIn der Schule kann die Lehrperson das Lernspiel in die Werkstatt- oder AG-Arbeit mit einbeziehen. Die Schülerinnen und Schüler können gemeinsam Informationen im Stil des Lernprogramms zusammentragen, gemeinsam ein Vogelbuch basteln und als Themenheft verwenden. Denkbar ist auch die Erstellung wetterfester Informationstafeln, die im Werkunterricht gebaut werden. Diese können ihren Platz dann zum Beispiel auf dem Schulhof finden. Zusätzlich kann das Lernspiel natürlich auch als Ergänzung des Unterrichts eingesetzt werden, zum Beispiel als Belohnung nach einer "computerfreien" Arbeitsphase.
Tobias Meyer und Michael Uhmeier entwickelten zusammen das Lernspiel "Das rote Vogelbuch". Zuvor hatten sie bereits einen Dokumentarfilm über das Leben einer Rauchschwalbenfamilie erstellt. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Autoren, HeadHunter Productions.
Vogel