"Blue Card" für Europa?

Eine so genannte Blue Card in der Europäischen Union soll die Zuwanderung für Fachkräfte aus Nicht-EU-Staaten erleichtern. Das Ziel ist, den Facharbeitermangel in Europa zu beheben und die Konkurrenzfähigkeit zu verbessern. Am 23. Oktober 2007 wurde von der EU-Kommission ein erster Vorschlag für eine solche Steuerung der Wirtschaftsmigration verabschiedet.
 

Bereits seit Jahren weisen Experten immer wieder darauf hin, dass der demografische Wandel nicht nur die Sozialversicherungssysteme belaste, sondern auch schwerwiegende Folgen für den deutschen Arbeitsmarkt haben werde. Wegen der zunehmenden Alterung der Bevölkerung sei ab dem Jahr 2015 mit einem deutlichen Rückgang des Erwerbspersonenpotenzials zu rechnen, warnte die damalige Direktorin des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit (BA), Jutta Allmendinger, bereits Ende August 2005 in der Zeitung "Die Welt".

 

Arbeitsmarkt der EU gerät unter Druck
Eine aktuelle Studie, die Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) in Auftrag gegeben hat, bestätigt diese Warnung: Im Jahr 2014 könnten nach Angaben der Studie bis zu 95.000 Ingenieure und 135.000 Naturwissenschaftler fehlen. Dieser Mangel an Fachkräften koste Deutschland bis zu einem Prozent des Bruttoinlandsproduktes, das sei für 2007 mehr als 20 Milliarden Euro. Doch nicht nur der deutsche Arbeitsmarkt gerät immer mehr unter Druck, auch auf die anderen EU-Mitgliedsländer werden in den nächsten Jahren massive Probleme zukommen.

Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler sollen

  • verstehen, worum es in der derzeitigen Diskussion um die Blue-Card und die Migration in die EU, geht.
  • die arbeitsmarkpolitischen und soziodemographischen Entwicklaungen nachvollziehen können und die einzelnen Standpunkte hierzu reflektiern.
  • die gesetzlichen Verhältnisse der Migration (das Zuwanderungsgesetz) und ihre kurzfristige Geschichte in Deutschland kennenlernen.
  • Begrifflichkeiten, wie Migration, Zuwanderung und Einwanderung, gegenüberstellen und diskutieren.
  • zum Thema online recherchieren und das Internet als Informationsmittel nutzen.

Kurzinformation zum Unterrichtsmaterial

Titel"Blue Card" für Europa?
AutorMichael Bornkessel
FachPolitik, Sozialwissenschaften
ZielgruppeSekundarstufe I und II ab Klasse 8
Zeitaufwandje nach Intensität und Schwerpunktsetzung 1-3 Stunden
Medienje ein Computer mit Internetzugang für 2 Schülerinnen und Schüler

Teilaspekte des Basisartikels

Didaktisch-methodischer Kommentar

Zusatzinformationen

Im Web

Informationen zum Autor

Michael Bornkessel ist Redaktionsleiter von Europa-Digital und arbeitet als freier Journalist/Online-Redakteur für verschiedene Institutionen, Webseiten, Verlage, Stiftungen und Projekte.

  • Mehr Infos im Autorenverzeichnis
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