Grafikanimation: Alte und Junge in Deutschland

Kann man heute eigentlich noch von einer Bevölkerungspyramide sprechen? Die Altersstruktur der Bevölkerung in Deutschland hat sich in der Vergangenheit derart stark verändert, dass sich die ehemalige Pyramide stark verformt hat. Auch für die Zukunft wird ein weiteres Altern der Bevölkerung prognostiziert.
 

Insbesondere die Altersrente der gesetzlichen Rentenversicherung steht hierdurch auf immer wackeligeren Beinen. Für diese Problematik sollten auch junge Menschen rechtzeitig sensibilisiert werden. In Unterrichtsreihen, die die "Grundzüge der Sozialversicherung in der Bundesrepublik" thematisieren, kommt man nicht umhin, auf die Probleme der einzelnen Kassen einzugehen. Die Probleme der gesetzlichen Rentenversicherung ergeben sich aus der Veränderung der Altersstruktur der Gesellschaft.

  • Die Anzahl der älteren Menschen wird zunehmen, beim derzeitigen Renteneintrittsalter von 65 Jahren steigt daher auch die Anzahl der Empfänger der gesetzlichen Altersrente.
  • Die Lebenserwartung der Menschen steigt zudem aufgrund des medizinischen Fortschritts weiter an, wodurch sich die Dauer des Rentenbezugs erhöht.
  • Die Anzahl Neugeborener sinkt, so dass die Anzahl der jüngeren Menschen allgemein abnimmt. Hierdurch vermindern sich die Einzahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung bei konstantem Beitragssatz.
  • Der Anteil der Arbeitsphase am gesamten Leben nimmt ab und somit auch der Anteil der Zeit, in der in die Sozialversicherung eingezahlt wird.

Die prognostizierte Entwicklung der Altersstruktur der Bevölkerung bis zum Jahr 2050 lässt sich sehr anschaulich mithilfe einer animierten Bevölkerungspyramide, wie sie vom statistischen Bundesamt zum Download bereitgestellt wird, darstellen.

Interaktive Grafik Altersaufbau

Einsatzmöglichkeiten im Unterricht

Probleme der gesetzlichen Rentenversicherung
Anhand der interaktiven Bevölkerungspyramide, die Daten von 1950 bis 2050 anzeigt, lassen sich sämtliche Probleme der gesetzlichen Rentenversicherung visualisieren. Dies kann gegebenenfalls durch weitere Karikaturen oder aktuelle Zeitungsartikel ergänzt werden.

Weitere Anknüpfungsmöglichkeiten
Andererseits lässt sich die Grafik auch bei der Behandlung anderer Themen einsetzen, die in Abhängigkeit zur Altersstruktur der Bevölkerung stehen, wie zum Beispiel Prognosen über das zukünftige Konsumverhalten der Bevölkerung, der Pflegenotstand oder auch Perspektiven einer Zuwanderungspolitik. Aber auch die Validität der auf Annahmen basierenden Prognosen können in diesem Zusammenhang thematisiert werden.

Sozialformen
Je nach Leistungsniveau der Schülerinnen und Schüler kann die Erarbeitung in Partner- oder Gruppenarbeit, insbesondere bei schwächeren Schülern aber auch sehr gut im Klassengespräch erfolgen.

Methodisches Vorgehen
Neben der Animation der Grafik kann auch ein spezieller Jahrgang mithilfe der Maus ausgewählt und die Anzahl der zugehörigen Personen angezeigt werden. Wird zunächst ein Jahrgang angeklickt und im Anschluss daran erst die Animation gestartet, so lässt sich die Entwicklung der ausgewählten Bevölkerungsgruppe erkennen. Mithilfe dieses Effektes kann den Schülerinnen und Schülern demonstriert werden, wo sie selbst sich innerhalb der Bevölkerungspyramide befinden und wie viele Erwerbstätige ihre eigene gesetzliche Rente finanzieren werden.

Zusatzinformationen

Informationen zur Autorin

Sonja Kisselmann
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