Stefan Schuch
12.08.2008

Berlin-Blockade und Luftbrücke

Die Jugendlichen lernen in dieser Sequenz die Gründe für die Berlin-Blockade kennen und erarbeiten sich deren Ablauf. Dabei kommen unterschiedlichste Quellen zum Einsatz, die insbesondere die Multimedialität des Internets berücksichtigen.
 

Um die Einführung der D-Mark in den Westsektoren Berlins zu verhindern, sperrte die sowjetische Militäradministration in der Nacht zum 24. Juni 1948 die Zufahrtswege nach West-Berlin. Der Westteil der Stadt wurde völlig abgeriegelt, lediglich die Luftkorridore blieben offen. Die Berlin-Blockade sollte - so der Wille der Sowjetunion - die Westmächte USA, Großbritannien und Frankreich zwingen, auf die geplante Gründung eines Weststaates zu verzichten. Die Vereinigten Staaten waren von Beginn an entschlossen, dem sowjetischen Erpressungsversuch nicht nachzugeben, und der Widerstandswille der Berliner Bevölkerung bestärkte die Westmächte in ihrer unnachgiebigen Haltung, die sich in einer einmaligen Versorgungsaktion, der Luftbrücke, manifestierte.

Kompetenzen

Fachkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler sollen

  • Ursachen und Verlauf der Berlin-Blockade kennen lernen.
  • die Bedeutung der Luftbrücke für die Entwicklung des Verhältnisses zwischen Besatzern und Westdeutschen erfahren.
  • die historischen Geschehnisse anhand unterschiedlicher Quellen kennen lernen.

Medienkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler sollen

  • im Internet Informationen recherchieren.
  • Textarbeit am Bildschirm zielgerichtet erproben.

Kurzinformation zum Unterrichtsmaterial

ThemaBerlin-Blockade und Luftbrücke
AutorStefan Schuch
FachGeschichte
ZielgruppeKlasse 9-12
Zeitraum1-2 Stunden
Technische Voraussetzungenje ein Computer mit Internetzugang für zwei Lernende

Didaktisch-methodischer Kommentar

Hintergründe
Die Schülerinnen und Schüler klären zunächst die Ursachen, die zur Blockade Westberlins im Jahr 1948 führten. In einem nächsten Schritt erfahren sie anhand zeitgenössischer Berichterstattung, wie die Bevölkerung, die Berliner Politiker und die Westmächte auf die Blockade reagierten.

Motive
Anschließend machen sich die Lernenden bewusst, aus welchen teils sehr persönlichen Motiven die Westberliner internationale Unterstützung erfuhren und in welcher Form diese erfolgte. Zudem erkennen sie, dass es auch heute noch Menschen gibt, die auf eine derartige Hilfe angewiesen sind.

Zeitzeugenberichte
Die Recherche einiger grundlegender Fakten zur Luftbrücke soll verdeutlichen, welch große organisatorische Leistung diese darstellte. Durch die anschließende Beschäftigung mit einer Zeitzeugenaussage sollen die Schülerinnen und Schüler erfahren, wie Beiteiligte sich an das Geschehen erinnern und wie sich die Wahrnehmung der westlichen Besatzer durch die Luftbrücke veränderte.

Verteifung
Zur Vertiefung des Themas interpretieren die Lernenden eine Karikatur und diskutieren den Begriff Luftbrücke. Hierbei sollen sie Aspekte wie die Insellage Westberlins, den Brückenschlag zwischen westlichen Besatzern und deutscher Bevölkerung und die Überwindung bisheriger Haltungen erkennen.

Ergebnissicherung
Die Ergebnisse der Recherche können im Heft fixiert oder als digitale Kurzpräsentation umgesetzt werden.

Download

berlinblockade_ab.doc
berlinblockade_bookmarks.htm
 

Informationen zum Autor

Stefan Schuch unterrichtet Deutsch und Geschichte am Chiemgau-Gymnasium in Traunstein und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Einsatz digitaler Medien im Unterricht.

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