Stephanie Sellier / PM
08.09.2010

Reverse.Forward: Spannende Zeitreise durch Basel

Das New Media Center der Universität Basel hat mit "Reverse.Forward" ein Online-Spiel entwickelt, das die Spielenden auf eine spannenden Zeitreise durch die Welt der Wissenschaft schickt. Und natürlich durch die Königsstadt ("Basilea") selbst.
 

Basel ist, wie viele andere alte Rheinstädte, förmlich in Kulturgeschichte getränkt - mit einer tiefgründigen alemannischen Note, man denke nur an Fasnachtfratzen. Berühmt wurde auch der Basler Totentanz, ein Wandgemälde aus dem 15. Jahrhundert, das zeigt, wie der Sensemann Personen aller Stände mit grimmigem Spott abführt. Dass an der 1460 gegründeten Universität, der ältesten der Schweiz, die Idee zu einem historischen Computerspiel heranreifte, verwundert jedenfalls nicht.

 

Interaktiver Science-Thriller

Lustiger Demofilm
Wenn Sie jetzt etwas Steifes, Ehrwürdiges, freudlos Akademisches erwarten, werden Sie angenehm überrascht sein, von Shaun dem Schaf durch den Demofilm geführt zu werden (Als Erinnerungsstütze können Sie sich die Spielanleitung im PDF-Format herunterladen). Außerdem ist die Spielplattform ästhetisch wie funktional auf dem neuesten Stand.

Die Handlung
Anne-Catherine kocht in einer Kinderkrippe, und Dieter studiert Kunstgeschichte. Gemeinsam machen sie sich auf die Jagd nach einem geheimnisvollen Familienschmuck, der der Legende nach Wissen verspricht. Die Spielenden müssen für die beiden jungen Protagonisten auf den einzelnen Seiten versteckte Links aufdecken, Aufgaben lösen und nach Schlüsseln suchen.

Aufbau

Sechs Teile
Das Spiel ist in sechs Teile aufgeteilt. Jeder Teil beginnt mit einem Film und verweist auf einen anderen Wissenshorizont:

  • vom Wissen der Papiermacher, das von Meister an Gesellen überging,
  • über die Vorstellungen, wie der Kosmos geordnet ist,
  • zur Anatomie,
  • der Säftelehre,
  • der enzyklopädischen Ordnung des Wissens
  • bis zur Entdeckung der Biologie.

Symbole
Auch die Macht der Symbole und des Zufalls spielen eine Rolle. Die Spielenden sind aufgefordert, über Fragen nachzudenken, mit denen sich Menschen über Jahrhunderte hinweg beschäftigt haben. Denn altes Wissen ist nie passé. Elemente, aus denen Wissen schöpft, verändern sich, treten neu miteinander in Dialog, ohne je ganz zu verschwinden.

Zusatzinformationen

Im Web

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