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Unterrichtsverlauf

1. Stunde

Im ersten Teil der Unterrichtseinheit sollen die Schülerinnen und Schüler allgemeine Informationen zur Verdauung erarbeiten. Dazu dient die Internetseite "Verdauung und Verdauungsorgane" sowie das dazugehörige Arbeitsblatt "Paul und die Verdauung". Auf der Webseite gibt es einen kurzen Text mit Informationen zu Sinn und Zweck der Verdauung. Interaktive Bilder und Animationen geben den Lernenden einen Überblick über die Verdauungsorgane des Menschen (Abb. 1, Platzhalter bitte anklicken).

 

2. Stunde
Im zweiten Teil der Unterrichtseinheit sollen die Schülerinnen und Schüler speziellere Informationen zu den einzelnen Verdauungsorganen erarbeiten. Die Aufgaben erhalten die Lernenden per Arbeitsblatt in Form von Fragen, die Paul als Antwort auf die E-Mail der ersten Stunde schickte (siehe Arbeitsblatt "Paul und die Verdauung"):

  • Was ist die Galle?
  • Läuft durch die Leber keine Nahrung durch? Warum ist sie dann ein Verdauungsorgan?
  • Wozu dient die Spucke aus den Speicheldrüsen?
  • Der Doktor hat was von "Enzymen" erzählt. Was genau soll das denn sein, und wo kommen die denn überall vor?
  • Wie bewegt sich eigentlich die Nahrung durch den Darm?
  • Welche Aufgabe hat eigentlich der Dickdarm?
 

Die Reihenfolge, in der die Lernenden die Fragen von Paul beantworten, ist nicht vorgegeben. Auf der Webseite "Verdauung und Verdauungsorgane" finden die Schülerinnen und Schüler die Informationen zu den Verdauungsorganen, die sie zur Beantwortung der Fragen benötigen. Abb. 2 zeigt einen Screenshot der Animation, die die Vorgänge im Dünndarm veranschaulicht.

 

Didaktische Hinweise

Interessante und sinnvolle Kontexte
Mit Hilfe der einleitenden Geschichte zu Paul und Steffi wird der Unterrichtsstoff in einen alltäglichen Kontext gebracht. Die Schülerinnen und Schüler sollen die Inhalte des Unterrichts als Bereicherung für sich selbst erkennen, da in diesem Fall ihre Hilfe gefragt ist. Hier wurde versucht, Ansätze aus dem "Cognitive Apprenticeship" (Collins, et al., 1989) und der "verankerten Instruktion" der CTGV (Cognition and Technology Group at Vanderbilt) zu berücksichtigen. Es geht darum, Lerninhalte in einen für die Schülerinnen und Schüler interessanten und für sinnvoll erachteten Kontext zu bringen: Einerseits die Verknüpfung der Unterrichtsinhalte und deren Verwendungszweck, andererseits die Berücksichtigung der altersabhängigen Lebensumwelt der Lernenden.

Einbindung aller Schülerinnen und Schüler
Weiterhin geht es darum, alle Lernenden am Unterricht zu beteiligen. Bei der fragend- entwickelnden Methode werden hauptsächlich die mitteilsamen Schülerinnen und Schüler zur Mitarbeit motiviert, schüchterne und weniger redselige, aber nicht minder begabte, nehmen sich im Unterricht weitgehend zurück. Durch die Einzelarbeit (oder Partnerarbeit) mit dem Arbeitsblatt und den Online-Materialien ist es keiner Schülerin und keinem Schüler möglich, sich gewollt oder ungewollt aus dem Unterrichtsgeschehen zurückzuziehen. Am Ende jeder Stunde steht die zusammenfassende E-Mail an Paul, die alle Lernenden abgeben müssen. Sie dient als individuelle Lernzielkontrolle und gibt Auskunft über den Kenntnisstand jedes Kindes.

Literatur

  • Collins, A., Brown, JS and Newman, SE
    Cognitive Apprenticeship: Teaching the Crafts of Reading, Writing, and Mathematics, S. 453-493 in Knowing, learning, and instruction: Essays in honor of Robert Glaser, Herausgeber Lauren B. Resnick (1989)

Infos im Netz

Informationen zum Autor

Dirk Trebbels ist Lehrer StR z.A. am Paul Klee Gymnasium in Gersthofen bei Augsburg für die Fächer Natur und Technik, Biologie und Chemie. Diese Unterrichtseinheit ist im Rahmen seiner Zulassungsarbeit im Seminar am Holbein Gymnasium entstanden.

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