dpa
10.02.2005

Kinder vor Internet-Gefahren schützen

Das Deutsche Kinderhilfswerk hat Bund und Länder dazu aufgerufen, Kinder besser vor Internet-Gefahren zu schützen. So verlangt die Organisation beispielsweise, dass Medienpädagogik Bestandteil der Lehrpläne wird.

Risiken und Chancen des Internets
Zudem müsse die Lehrerausbildung bundeseinheitlich darauf abgestimmt werden. Ziel sei es, Kinder sowie Erwachsene besser über Risiken und Chancen des Internets aufzuklären. "Es fehlt an klaren einheitlichen Konzepten und am Geld", sagte Dirk Höschen vom Deutschen Kinderhilfswerk.

Medienkompetenz fördern
Der bewusste und selbstbestimmte Umgang mit neuen Medien erfordere Kompetenz. "Viele Kinder nutzen das Internet aber unbeobachtet von ihren Eltern", stellte Höschen fest. Die Gutgläubigkeit der Kinder werde beispielsweise oft beim Chatten ausgenutzt. Kinder gäben Namen oder Telefonnummer an, verabredeten sich mit Gesprächspartnern. Deshalb müssten sie über eventuelle Gefahren der Online-Kommunikation informiert werden. "Das funktioniert nicht durch Gesetze", betonte Höschen. Vielmehr müsse den Jugendlichen klar gemacht werden, wie sie kritisch und verantwortungsvoll mit Internetangeboten umgehen.

Kampagne für besseren Schutz
Eine bundesweite Kampagne im Rahmen europäischer Projekte soll jetzt auf die Notwendigkeit eines besseren Schutzes aufmerksam machen. Gemeinsam mit der Bielefelder Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur sowie der Landesmedienanstalt Rheinland-Pfalz sollen Informationsangebote für Kinder, Erwachsene und Lehrer zusammengestellt werden. Das Kinderhilfswerk beteiligt sich auch an der vor kurzem von Bill Gates vorgestellten Kampagne "Deutschland sicher im Netz".

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