Geisteswissenschaften

Religionskritik und die Zukunft der Religion

Veröffentlicht am 09.01.2007
  • Sekundarstufe II
  • 10-20 Stunden (wenn gewünscht auch ein Kurshalbjahr)
  • Unterrichtsplanung, Didaktik/Methodik, Arbeitsblatt, RechercheAuftrag, Arbeitsmaterial, Anleitung, Primärmaterial/Quelle

Was ist kritikwürdig an der Religion? Wer wüsste darauf keine spontane Antwort. Auch Philosophen, Psychologen, Soziologen, Theologen und Literaten beschäftigen sich mit dieser Frage. Sie haben in den letzten Jahrhunderten zu Ursprung und Funktion religiöser Vorstellungen viele unterschiedliche Antworten gefunden.

Didaktisch-methodischer Kommentar

Lehrplananbindung

Was können wir aus dieser Religionskritik lernen, welche Zukunft hat die Religion? Gibt es eine fruchtbare Verbindung zwischen Religion und aufgeklärtem Denken? Religionskritik, Gottesglaube und Atheismus sind obligatorische Themen in der gymnasialen Oberstufe.

 

Inhalte und Methodik

Mit der vorliegenden Unterrichtseinheit wird dieses Thema sowohl mit herkömmlicher Text-, Gruppen und Projektarbeit, aber auch mit dem Computer und dem Internet erschlossen. Im Mittelpunkt stehen die mit der Aufklärung entstandene philosophische Religionskritik und ihre Konsequenzen. Dabei ist die Auseinandersetzung mit "klassischen" Entwürfen der Religionskritik (Kant, Feuerbach, Marx, Nietzsche, Freud, Sartre) die Grundlage für die Entwicklung einer eigenständigen Position. Die Möglichkeit einer "aufgeklärten Religion" (Verbindung von Glaube und Vernunft) könnte dabei hervortreten, kann jedoch nicht als verbindliches Lernziel formuliert werden.

Ablauf

Vermittelte Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler sollen

  • persönliche Erfahrungen und Einstellungen zur Religion einbringen und die persönlichen Erfahrungen systematisieren.
  • aktuelle religionskritische Tendenzen via Internet recherchieren.

  • "klassische" Positionen zur Religionskritik erarbeiten, prüfen und vertreten.

  • Antworten der christlichen Theologie auf die moderne Religionskritik benennen.
  • eigene Perspektiven für die Religion im 21. Jahrhundert entwickeln.

  • sich mit persönlichen Bekenntnissen zu Christentum, Atheismus, Agnostizismus, Humanismus auseinander setzen.

  • projektorientierte eigene Fragestellungen zur Religion und Religionskritik bearbeiten.


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Avatar Rolf Dober

Jahrgang 1954. Er unterrichtet an einem Gymnasium in Wiesbaden die Fächer Sport, Religion, Ethik, Politik und Wirtschaft. Er betreut das Portal Sportpäd@gogik-Online.

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