Erzählanregung "Martin Luther auf der Wartburg"

Veröffentlicht am 20.10.2016
  • Deutsch / Geschichte / Religion / Ethik
  • Primarstufe, Sekundarstufe I
  • 2 Arbeitsmaterialien

Das Arbeitsmaterial liefert eine Erzählanregung, mit deren Hilfe sich den Lernenden Luthers Zeit auf der Wartburg und seine Bibelübersetzung vergegenwärtigen lässt. Sie gewinnen einen Einblick in die Bedeutung der Bibel für den reformatorischen Aufbruch und machen sich bewusst, wie wichtig eine gelungene Übersetzung für den eigenen Umgang mit biblischen Texten ist.

Beschreibung der Unterrichtseinheit

Martin Luther lebte ein knappes Jahr auf der Wartburg und übersetzte dort in nur wenigen Wochen das gesamte Neue Testament aus dem Griechischen in die deutsche Sprache. In Wittenberg arbeitete er anschließend zusammen mit Fachleuten an der Übersetzung des Alten Testaments aus dem hebräischen Urtext. Luthers Übersetzung war nicht die erste, aber mit seiner besonderen Sprachkraft und theologischen Kompetenz schuf er ein Gesamtwerk, das für die lutherischen Kirchen bestimmend war.

Didaktisch-methodischer Kommentar

Im Mittelpunkt der Unterrichtsstunde steht die Erzählung von Luthers Aufenthalt auf der Wartburg und seiner Bibelübersetzung. Sie kann vorgelesen oder – noch besser – als Anregung für das eigene freie Erzählen der Lehrkraft dienen. Auch die Verwendung als Lesetext – ganz oder in ausgewählten Abschnitten – bietet sich an. Am Ende der Erzählanregung bieten Gesprächsimpulse Anlass für eine thematische Vertiefung in der Klasse.

Die Unterrichtsstunde sollte nach Möglichkeit in einen größeren Unterrichtszusammenhang eingebettet sein, der den Schülerinnen und Schülern vor Beginn der Stunde kurz in Erinnerung gerufen werden sollte. Dazu bieten sich an:

a) Luthers Weg vom Thesenanschlag 1517 bis zum Reichstag in Worms und die Folgen.

b) Ursprung der biblischen Texte: In welchen Sprachen wurden sie zuerst verfasst und wie kamen die Übersetzungen zu uns.

Arbeitsmaterial

Vermittelte Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler

  • entdecken, was Luther im Umgang mit der Bibel ganz besonders wichtig war.
  • nehmen wahr, aus welchen Quellen Luther seine Sprachkraft schöpfte.
  • bedenken, inwiefern Luthers Gesichtspunkte für den Umgang mit der Bibel auch heute noch von Bedeutung sind.
  • lernen, wie sehr das geschriebene Wort aus der zwischenmenschlichen Kommunikation heraus entsteht – und es umgekehrt diese Kommunikation bereichern kann.

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Avatar Frieder Harz

Dr. theol. Frieder Harz war als Grundschullehrer und ev. Gemeindepfarrer tätig sowie als Referent für die Aus- und Fortbildung von Religionslehrerinnen und -lehrern am Religionspädagogischen Zentrum der bayerischen Landeskirche mit langjährigem Lehrauftrag an der Universität München. Bis zu seinem Ruhestand 2009 war er Professor für Religionspädagogik an der Evangelischen Hochschule Nürnberg.

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