Modul 3: Nahrungsproblematik und ökofaire Ernährung

Die Schülerinnen und Schüler berechen ihren ökologischen Fußabdruck und stellen Produktionskette, Erzeugung und Anbau von Lebensmitteln auf den Prüfstand. Eine eigene kleine Ausstellung sowie ökofaires Kochen bilden den Abschluss.

Einstieg

Die eigene Ökobilanz

Mit der richtigen Ernährung und dem Kauf biologisch hergestellter sowie auf kurzen und damit umweltfreundlichen Transportwegen bereitgestellter Nahrung kann der CO2-Ausstoß deutlich verringert werden und somit ein Zeichen in Sachen Umweltschutz und nachhaltiger Entwicklung gesetzt werden. Gerade jungen Menschen ist häufig nicht bewusst, dass ihre hohe Ökobilanz durch unreflektierte Kaufentscheidungen und Ernährungsgewohnheiten bedingt ist.

Der ökologische Fußabdruck

Zum Einstieg bietet es sich an, per Laptop und Beamer exemplarisch die Ökobilanzen von zwei bis drei Schülerinnen oder Schülern zu errechnen. Dies geschieht mittels eines Online-Tools. Das Feld der Mobilität, die hier ebenfalls eine große Rolle spielt, wird mit Blick auf den Fokus Ernährung weitestgehend ausgeblendet.

Erarbeitung

Die Ökobilanz von Lebensmitteln

Anschließend kann erörtert werden, welche Art von Lebensmitteln nach Meinung der Schülerinnen und Schüler eine besonders schlechte Ökobilanz haben und warum dies so ist. Die Lehrkraft vertieft im Folgenden die Merkmale der globalisierten Produktionsketten von Lebensmitteln, etwa am Beispiel einer Tiefkühlpizza oder anhand bestimmter Obst- und Gemüsesorten, die von weit her eingeflogen werden müssen, weil die Menschen in Europa nicht darauf verzichten möchten.

Fleischproduktion, Backwaren & Co.

Ebenso ist es wichtig, auf Unterschiede in der Tierhaltung, Fütterung und Futterherstellung bei der Fleischproduktion einzugehen. Ebenso ist der Unterschied zwischen konventionellen Methoden und der Bio-Herstellung von Backwaren relevant. All dies können die Jugendlichen arbeitsteilig in Kleingruppen erarbeiten, die Broschüre "Und ihr bewegt sie doch!" dient hier als Lesestoff für die Klasse und gibt Anregungen für die Umsetzung durch die Lehrkraft.

Nachbereitung

Ausstellung im Klassenzimmer

Ihre Ergebnisse sowie Ideen und Vorschläge zu einer ökologisch verantwortungsvollen Ernährung können die Schülerinnen und Schüler in ihre PowerPoint-Präsentation zum nachhaltigen Konsum integrieren. Alternativ bietet es sich an, mithilfe von Prospekt-Schnipsel und kunstvoll arrangierten Plakaten eine eigene Kunst-Ausstellung zu ökofairen Produkten und Gerichten im Klassenzimmer zu installieren und anderen Schülerinnen und Schülern sowie Interessierten Lehrerinnen und Lehrern am Ende der Projektwoche eine Info-Veranstaltung anzubieten.

Ökofaires Kochen

Je nach Schulform sowie je nach Räumlichkeiten und Ausstattung der Schule bietet das Material "Neue Rezepte braucht das Land" auch Anregungen, einen Kochwettbewerb zu ökofairer Ernährung durchzuführen. Man kann die im Material aufgeführten Rezeptvorschläge nachkochen - oder aber die Jugendlichen nach Vorgabe eines bestimmten Budgets selbst ökofaire Gerichte kreieren lassen.

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Autorenteam "Zukunft einkaufen"

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