Technische Hinweise und Unterrichtsverlauf

Die Frage nach Entwicklungsunterschieden auf der Erde wird zunächst mithilfe einer HDI-Karte erarbeitet. Im weiteren Verlauf werden mithilfe des WebGIS weitere Merkmale von unterentwickelten und hoch entwickelten Ländern gefunden.

Aufbau und technische Hinweise zur Arbeit mit WebGIS

Die prinzipiellen Funktionalitäten des WebGIS erschließen sich von selbst. Eine ausführliche Handreichung mit Screenshots erleichtert die Einarbeitung und steht zum Ausdrucken bereit (handling_webGIS.pdf). Die extra einfach gehaltene Oberfläche stellt keinerlei Schwierigkeiten dar. Die Indikatoren sind nach wirtschaftlichen, sozialen und Umweltindikatoren geordnet. Mit einem Klick auf einen Indikator in der Kartenebene wird die geforderte thematische Karte samt Legende aufgebaut. Wie die Kartenebenen ist auch die Anordnung der Merkmale in den aufgerufenen Tabellen zu den Ländern strukturiert. Weitere Unterstützung bietet die Hilfeseite (Buchsymbol), die an Beispielen die Funktionalität des Identifers ("i" auf schwarzem Grund) und des Abfragemanagers (Tabelle mit Fragezeichen) klärt. Letzterer sollte in der Grundeinstellung "Länder" (unter "Übersicht") genutzt werden, da die Länder der erzielten "Abfrage-Treffer" gelb eingefärbt werden, was bei farbigen Karten schnell untergeht. Mit den standardmäßigen Sicherheitseinstellungen ist das WebGIS ohne Probleme nutzbar. Zu beachten ist, dass Javascript und Popup-Menüs zugelassen sind. Die per Popup geöffneten Tabellen können per Drag and Drop in ein Tabellenkalkulationsprogramm übertragen und damit weiter bearbeitet werden. Die thematischen Karten und Legenden sind Bilder im PNG-Format und lassen sich damit in andere Programme übertragen, die dieses Format unterstützen.

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Unterrichtsverlauf

Der Human Development Index (HDI)

Ausgangspunkt ist die Frage nach Entwicklungsunterschieden auf der Erde. Diese kann nur beantwortet werden, wenn Kriterien für eine Unterscheidung festgelegt werden. Hierzu bieten sich die WebGIS-Karte zum HDI und dessen inhaltliche Erklärung an. Für die Erklärung des Index lässt sich das kostenlose Online-Lexikon Wikipedia nutzen. Es sollte deutlich werden, dass für die Einschätzung des Entwicklungsstandes neben wirtschaftlichen auch soziale und Umweltindikatoren herangezogen werden müssen. Dabei stellt der HDI trotz aller Kritik ein wesentlich besseres Instrument dar, als die Reduzierung des Entwicklungsstandes auf das BSP (Bruttosozialprodukt). Diese Bezeichnung kann auch in die Diskussion mit aufgenommen werden, denn bewusst spricht die UN nicht von Entwicklungs- und Industrieländern oder anderen Einteilungen, die sich ausschließlich am BSP orientieren (zum Beispiel LDC, Least Developed Countries). Mit der Karte kann die regionale Verteilung auf der Erde erarbeitet werden (Arbeitsblatt "regionale_disparitäten_ab1.pdf").

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Anmerkung zu Wikipedia: Die auf der Internetseite angegebenen Werte und Einteilungen für den HDI werden für das Jahr 2005 angegeben. Sie entsprechen zwar den im September 2005 aktuellsten Daten der UN - diese stammen aber aus dem Jahr 2002. Hier zeigen sich somit auch Grenzen eines ungeprüften Internet-Lexikons. Entsprechende Updates der UN werden selbstverständlich in das System eingepflegt.

Merkmale unterentwickelter und hochentwickelter Länder

Im weiteren Verlauf des Unterrichts geht es darum, neben den Merkmalen des HDI weitere Merkmale von unterentwickelten beziehungsweise hochentwickelten Ländern zu finden. Dies lässt sich mithilfe der thematischen Karten des WebGIS und spezieller Abfragen realisieren (Arbeitsblatt "regionale_disparitäten_ab2.pdf"). In Gruppenarbeit können hier Teams an zwei Rechnern arbeiten. Dabei stellt ein Team die Abfrage nach den unterentwickelten Ländern, die andere nach den hochentwickelten Ländern, um so Indikatoren (zum Beispiel Lebenserwartung) vergleichen und quantitativ einschätzen zu können. Auch hier sollten die Grenzen der Aussagekraft der Zahlen aufgezeigt werden, da die Durchschnittszahlen Disparitäten innerhalb eines Landes zudecken. Von "geschönten" beziehungsweise geschätzten Zahlen ganz zu schweigen. Für die Nutzung in der Sekundarstufe I ist es sicher hilfreich, die Indikatoren auf dem Arbeitsblatt vorzugeben, um eine zielgerichtete Arbeit zu garantieren.

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Jens Joachim

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Dieser Beitrag wird im Rahmen der Ausstellung "MS Wissenschaft" angeboten.