Informationsspeicherung und Medien im Wandel

Veröffentlicht am 31.07.2006
  • Deutsch / Geschichte / Kunst
  • Sekundarstufe I
  • 2-4 Unterrichtsstunden
  • Ablaufplan, Arbeitsblatt
  • 3 Arbeitsmaterialien

Wissen und Erfahrungen, Religiöses, Normatives und Poetisches als "Information" zu speichern und anderen zu überliefern, gehört zu den Grundpfeilern der menschlichen Kulturgeschichte. Der asynchrone Informationsaustausch durch ein Medium hat sich im Laufe der Geschichte durch den technischen Fortschritt enorm gewandelt.

Beschreibung der Unterrichtseinheit

In den vergangenen Jahrzehnten hat die Technik der Wissensspeicherung große Fortschritte, ja sogar Sprünge gemacht. Die Träger der Information, die Medien, haben sich rasch verändert und was die Speicherkapazität betrifft, immense Entwicklungen erfahren. Bereits vor fünf Jahren stellte Dieter E. Zimmer fest, dass in den "Schriftlandschaften der Kultur gegenwärtig der einschneidenste Umbruch seit Gutenbergs Zeiten" stattfindet, da "alles Geschriebene, ... was dem Papier anvertraut wurde, ..." entmaterialisiert und der Elektrizität überantwortet werde und "das Archiv der Menschenkultur?" seinen Aggregatzustand ändere.

Seit dem endenden 16. Jahrhundert bestimmte das auf Papier gedruckte Wort die Archivierung menschlichen Wissens. Papyrus und Pergament stellten die Schriftunterlage in Antike und Mittelalter dar. Noch früher malten die Menschen Bilder auf Stein, ritzten Zeichen in Felsen oder drückten Keilzeichen in weichen Ton. Mit der Veränderung des Mediums einher ging nicht nur die überlieferte Informationsmenge.

Didaktisch-methodischer Kommentar

Die Schülerinnen und Schüler sollen in dieser Unterrichtseinheit in arbeitsteiliger Gruppenarbeit unterschiedliche Arten der Wissensspeicherung und deren Entwicklung kennen lernen. Die Arbeitsergebnisse sollen von den einzelnen Gruppen dem Klassenplenum präsentiert werden, wobei den Gruppen die Wahl der Präsentationsart größtenteils selbst überlassen bleibt.

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Vermittelte Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler

  • lernen Medien den verschiedenen Epochen der Menschheitsgeschichte zuzuordnen.
  • erkennen die Unterschiede der Medien -nicht nur im möglichen Speichervolumen- und stellen diese in Beziehung zur kulturellen Entwicklung der Menschheit.
  • können den Begriff "Informationszeitalter" definieren.
  • erkennen Vorteile und Gefahren des Informationszeitalters.
  • erkennen die Probleme der elektronischen Langzeitarchivierung für die zukünftige historische Forschung.

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Avatar Stefan Schuch

Stefan Schuch unterrichtet Deutsch und Geschichte am Chiemgau-Gymnasium, Traunstein. Der Schwerpunkt seiner Arbeit ist der Computereinsatz im Fach Geschichte.

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