Vorstellung des Seminars „Digitale Medien im Fremdsprachenunterricht“

Das Seminar für Lehramtsstudierende der fremdsprachlichen Fächer zeichnet sich dadurch aus, dass es wesentliche Elemente des E-Learnings mit denen des Präsenzlernens miteinander verbindet.

Elemente aus E-Learning und Präsenzlernen

Als wesentliche Elemente aus Präsenz- und E-Learning sind für das virtuelle Seminar vor allem die folgenden Punkte zu nennen:

  • Präsenzphasenunterstützung
  • E-Learning Module
  • Selbstlernunterstützung
  • Selbststeuerung
  • Kooperatives Lernen

Präsenzphasenunterstützung

Verschiedene Präsenzkonstellationen

Die ersten beiden Seminarsitzungen finden in den jeweiligen Institutionen als Präsenzsitzungen statt. Darüber hinaus führt ein gemeinsamer Präsenztag nach etwa vier Wochen alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der unterschiedlichen Universitäten zur inhaltlichen Arbeit zusammen. Außerdem bilden jeweils 2 Studierende einer Institution eine lokale Lernpartnerschaft, in denen begleitend zum virtuellen Seminar in face-to-face Situationen spezifische Aufgaben ausgeführt und Inhalte des Seminars vertieft werden. Optional wird in den einzelnen Universitäten eine ein- oder zweistündige Übung in Form einer Präsenzveranstaltung angeboten, in denen neben inhaltlicher Arbeit auch die Bedienung der Plattform oder einzelner Autorentools behandelt wird.

E-Learning Module

Allgemeine Spezifika elektronischer Lehr- und Lernhilfen und damit verbundene Vorteile spiegeln sich im virtuellen Seminar "Digitale Medien im Fremdsprachenunterricht" wider:

  • Auf die Inhalte kann überall und jederzeit zugegriffen werden (Unabhängigkeit von Ort und Zeit)
  • Die Inhalte sind leicht und schnell veränderbar (Flexibilität)
  • Die Inhalte können in andere Lernumgebungen übernommen werden (Wiederverwertbarkeit)
  • Die Inhalte können leicht verteilt werden (Distribuierbarkeit)
  • Die Inhalte können günstig gespeichert und katalogisiert werden (Archivierbarkeit)
  • Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können selbständig Parameter verändern und auf das Lerngeschehen Einfluss nehmen (Interaktivität)
  • Informationen können vernetzt werden (Hypertextualität)

Selbstlernunterstützung

Neue Medien zum Selbstlernen

Ein anderer Bereich, der E-Learning auszeichnet, ist das selbständige Lernen am Computer. Die digitalen Medien bieten gegenüber klassischen Medien wie Lehrbuch oder Skripte insbesondere für die Selbstlernphasen Potenziale, die sich auf die Lerneffizienz und Motivation auswirken. Typische Elemente und Funktionen, welches Lernen mit neuen Medien kennzeichnet, sind beispielsweise Hypertext, Interaktion, Animationen, Einbindung verschiedener Medien und Rückmeldungen zum Wissensstand.

Online-Kurse

Die Selbstlernunterstützung wird im Seminar insbesondere durch die Gestaltung der Online-Kurse umgesetzt. Der Kurs zum Impressum beispielsweise schließt mit einem Wissenstest ab, bei dem die Studierenden konkrete Rückmeldungen zu ihrem Wissensstand erhalten. Über Hyperlinks ist in anderen Online-Kursen ein individueller Lernweg wählbar. Die Multimedialität im Sinne von Videosequenzen oder Audiounterstützung ist bisher unzureichend realisiert und bedarf eines Ausbaus.

Elemente und Phasen der Selbststeuerung

Probleme lösen, Augaben bewältigen

Die Studierenden erhalten in der Regel offene Aufgabenstellungen etwa zur Erkundung der Funktionsweise der Lernplattform. In jeder Lernphase werden sie im Problemlöseprozess durch die Tutoren unterstützt. Neben den Aufgaben werden regelmäßig montags und donnerstags Mitteilungen durch die Tutoren eingestellt. Diese Mitteilungen dienen dazu, wichtige Informationen zum Ablauf, zu den Aufgaben usw. allen Studierenden zugänglich zu machen. Auf diese Weise stellen die Mitteilungen eine Orientierung durch das virtuelle Seminar dar.

Selbstorganisation

Die Studierenden haben beispielsweise die Möglichkeit das Thema der Unterrichtseinheit zu wählen und die Zusammensetzung der virtuellen Lerngruppe ebenso wie die des Ortsdoppels selbst zu bestimmen. Sie organisieren die kooperative Arbeit in den Lerngruppen selbst, entwickeln eigenständig ein Konzept für eine Unterrichtseinheit und verteilen selbständig bei dessen Umsetzung die Aufgaben. Dabei müssen sie sich an verbindliche Vorgaben wie Abgabetermine und Arbeitsstandsbericht halten. Die zeitliche und lokale Erledigung der Arbeit ist lediglich durch die Präsenztermine und die Deadlines für Zwischenbericht und Abgabe der Unterrichtseinheit begrenzt, ansonsten können die Studierenden zeitlich und lokal flexibel ihren Arbeitsprozess gestalten. Auch die Schwerpunktsetzung der Arbeit in den Ortsdoppeln erfolgt lernerzentriert.

Kooperatives Lernen

Wissen teilen

Neben den Präsenz- und Selbstlernphasen ermöglicht das virtuelle Seminar auch computerunterstütztes kooperatives Lernen. So können Lerndokumente in Phasen, in denen die lokalen Ortsdoppel nicht zusammen kommen, durch E-Mail-Kommunikation zwischen den Mitgliedern der Lerngruppe ausgetauscht werden.

 

Direkt kommunizieren

Zum anderen werden Formen der computervermittelten Kommunikation wie Chats, Foren, Wiki und gemeinsame virtuelle Arbeitsräume (Groupware) dazu eingesetzt, dass die Mitglieder der virtuellen Lerngruppen zusammen arbeiten und lernen, ohne dass Sie sich an einem gemeinsamen Ort versammeln müssten.

Autor
Avatar Prof. Dr. Andreas Grünewald

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