Verlaufsvorschlag Unterrichtseinheit "Arten"

Ein Zoobesuch soll vor- und nachbereitet werden. Alternativ zum Zoo kann das Ziel auch ein Heimattiergarten, ein Naturkundemuseum oder ein Botanischer Garten sein.

Vorbereitung

Eine Zusammenarbeit mit dem pädagogischen Personal des Zoos oder Museums sollte vorab geprüft und gegebenenfalls von vorn herein in die Vorbereitung mit einbezogen werden. In der Vorbereitungsstunde werden die Gruppen festgelegt, in denen die Kinder mit je einer Aufsichtsperson durch den Zoo gehen werden. Zudem wird aufgeteilt, wer welche Tiere beobachten soll. Pro Kind sollten es wenigstens zwei Tiere sein, maximal fünf. Dabei sollten unterschiedliche Klassen von Tieren beobachtet werden (zum Beispiel Tiere, die im Wasser / auf dem Land leben). Je nach Leistungsstand der Schülerinnen und Schüler können auch die richtigen biologischen Klassifizierungen angewendet werden.

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Arbeitsblätter

Einführung

Im Unterrichtsgespräch machen sich die Mädchen und Jungen damit vertraut, was sie entsprechend der Steckbriefe (Arbeitsblätter 11 bis 15) bei den Tieren beobachten und notieren sollen. Ein Steckbrief wird als Beispiel bearbeitet. Eine entsprechende kurze Einführung sollten später auch die Personen bekommen, die die Kindergruppen auf der Exkursion begleiten.

Steckbriefe

Vorgedruckte Steckbriefe erleichtern und systematisieren die Recherche der Kinder: Tierart, Name des Tieres, Familie, Fortbewegung, Ernährung, Lebensraum. Die nachfolgenden Arbeitsblätter sind alle nach dem gleichen Schema aufgebaut.

Im Zoo oder im Museum

Nach einem allgemeinen Rundgang durch den Zoo bearbeiten die Schülerinnen und Schüler in ihren Gruppen die Aufgaben der Arbeitsblätter. Sie notieren die Tierart, die Tierfamilie und - wenn vorhanden - den persönlichen Namen des beschriebenen Tieres. Sie machen eine Skizze des Tieres oder ein Foto (Thema Fotoerlaubnis mit der Zooverwaltung klären). Ein Teil der Informationen wird den Kennzeichnungen an den Gehegen zu entnehmen sein. Verbleibende Lücken sollten mit Mitarbeitern des Zoos und Büchern geklärt werden.

Nachbereitung der Exkursion

Die Ergebnisse der Zoo-Exkursion werden in der Klasse ausgewertet. Noch verbliebene Informationslücken werden mit Hilfe von Recherchen im Internet und in Büchern geschlossen. Gegebenenfalls gibt die Lehrkraft an dieser Stelle bereits die Aufgabe von Arbeitsblatt 16 in Auftrag. Diese kann aber auch zu Hause erledigt werden. Das Arbeitsblatt wird in der Klasse ausgewertet. Die Sammlung wird dann als dritter Teil der Wand der Vielfalt angebracht.

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Heimische Lebensräume

Von der Vielfalt der Lebensräume in aller Welt wird zu Lebensräumen im Heimatort und in dessen Umgebung übergeleitet. Die Schülerinnen und Schüler bekommen den Auftrag, als Hausaufgabe Lebensräume zu identifizieren und zu beschreiben. Dabei soll es nicht um das speziell angelegte Schulbiotop gehen. Es können die allgemein bekannten Lebensräume der Umgebung sein, aber auch Nischen mitten in der Stadt. Im Unterschied zu Arbeitsblatt 16 sollen die Kinder hier anhand von Arbeitsblatt 17 auch Bedrohungen beschreiben. Dies können nahe gelegene Straßen oder Baustellen, aber auch starke touristische Nutzung sein.

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Besprechung der heimischen Lebensräume in der Klasse

Die Ergebnisse der Hausaufgabe werden in der Klasse ausgewertet. Eine Auswahl aus den Informationen zu maximal sieben Lebensräumen übertragen die Schülerinnen und Schüler in die Tabelle auf Arbeitsblatt 18. Sie erfahren, dass Lebensräume aus verschiedenen Gründen ernsthaft bedroht sind, und dass diese Bedrohung in der Regel vom Menschen verursacht ist.

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Die dritte Säule der Biologischen Vielfalt

Die Lehrkraft lenkt die Aufmerksamkeit wieder auf die Grafik der drei Säulen der Biologischen Vielfalt. Im Unterrichtsgespräch wird herausgearbeitet, dass die dritte Säule die Vielfalt der Lebensräume ist. Als eine Art Rückkopplung auf die vorangegangenen Einheiten stellen die Schülerinnen und Schüler fest, dass Pflanzen und Tiere bei zu schnellen Veränderungen der Lebensräume Schwierigkeiten haben, sich anzupassen. Die Kinder werden zu dem Schluss geführt, dass Lebensräume geschützt werden müssen.

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Lösungen

Konzepte zum Schutz von Lebensräumen

Die Schülerinnen und Schüler lernen Konzepte zum Schutz von Lebensräumen kennen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Natura 2000-Netzwerk in der Europäischen Union.

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Autor
Avatar Ulrich Boehme

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In Kooperation mit

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Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit dem Projekt Transfer-21 - Bildung für eine nachhaltige Entwicklung.