Von Starkmachern und Kraftgebern für Kinder: Methoden zur Motivationsförderung und Stärkung des Selbstbewusstseins

Fachartikel

Im folgenden Fachartikel finden Lehrkräfte Hilfestellungen zur Steigerung der Motivation, aber auch der Stärkung von Schülerinnen und Schülern durch positive Achtsamkeitsübungen. Die Methoden eignen sich sowohl zum Einsatz im Distanz- als auch im Präsenzunterricht. Beziehungsarbeit und ein soziales Klassenklima via Bildschirm weiter fortzusetzen, bedeutet ein Umdenken und eine vermehrte Auseinandersetzung der Lehrperson mit möglichen Tools zur Pflege der Klassengemeinschaft und kraftgebenden Ressourcen.

 

Kinder beim Lernen am Ball zu halten, die durch das Sammeln negativer Noten oder Lernerlebnisse immer mehr die Freude an der Schule oder Motivation verlieren, war schon vor Corona für Lehrkräfte aller Schulstufen schwer. Denn einerseits ist es die Pflicht von Lehrpersonen, die Leistungen ihrer Schülerinnen und Schüler zu benoten und rückzumelden, andererseits führen Misserfolge zu immer größerer Demotivation und Lustlosigkeit. Distanz- und Wechselunterricht und die damit verbundene Isolation trägt zusätzlich dazu bei, dass sich bei Schülerinnen und Schülern Schulfrust manifestieren kann.

Eltern von Schulkindern, aber auch Lehrpersonen kennen diese Situationen nur zu gut. Doch wie hilft man Kindern aus dieser Negativspirale heraus, wie schafft man wieder innere Offenheit für ein bestimmtes Fach und wie stärkt man Kinder in ihrem Glauben an sich selbst oder ihren eigenen Erfolg?

Ein allgemeingültiges Rezept gibt es dafür nicht, – hilfreich sind aber zweifellos folgende Strategien:

Beziehungsarbeit fördern

Die Glücksforschung versucht in Erfahrung zu bringen, was die innere Zufriedenheit eines Menschen im Leben fördert oder blockiert. So ist in der Glücksforschung unbestritten, dass gelingende soziale Beziehungen einen ganz entscheidenden Faktor für Zufriedenheit darstellen. Ein positives Klassenklima, ein wertschätzender und respektvoller, aber auch ein freundlicher Umgangston zwischen Lehrpersonen und Schülerinnen und Schülern, aber auch innerhalb der Klasse – dies alles ermöglicht positive, soziale Beziehungen. Gelingende, stärkende soziale Beziehungen wiederum sorgen für eine Verbesserung der inneren Zufriedenheit, was sich im Weiteren positiv auf die Lernbereitschaft auswirkt. Durch die derzeitige Situation der Isolierung von Schülerinnen und Schülern und des Distanzlernens zufolge der Covid-19-Pandemie fehlen häufig wichtige Bausteine der Beziehungsarbeit und es kann nur schwer einer möglichen Demotivation entgegengearbeitet werden. Daher sollten Lehrkräfte in ihre Betrachtung miteinbeziehen, dass es ausreichende Unterrichtselemente für Beziehungsarbeit auch im Fall von Distance-Learning geben muss. Bringt man Zeit dafür auf, schafft man es auch Bezugsperson aus der Ferne zu bleiben und ein positives Sozialgefüge herbeizuführen, werden demotivierte Schülerinnen und Schüler so eventuell rechtzeitig wahrgenommen und finden Bestärkung. Soziale Übungen und ein gegenseitiger Austausch zur aktuellen Gefühlslage können auch via Online-Meeting erfolgen.

 

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