Das Bruttoinlandsprodukt - ein Wohlstandsindikator?

Veröffentlicht am 19.06.2007
  • Wirtschaftslehre
  • Sekundarstufe II
  • variabel
  • Ablaufplan, Arbeitsblatt, Recherche-Auftrag
  • 2 Arbeitsmaterialien

Die Schülerinnen und Schüler lernen in dieser Unterrichtsreihe, was durch das Bruttoinlandsprodukt erfasst wird, und betrachten diesen Messwert im Hinblick auf seine Funktion als Wohlstandsindikator. Dabei gehen die Lernenden von ihrem persönlichen Wohlstandsbegriff aus.

Beschreibung der Unterrichtseinheit

Das Bruttoinlandsprodukt als Unterrichtsgegenstand erscheint vielen Schülerinnen und Schüler eher uninteressant und trocken. Um diesen Inhalt attraktiver zu machen, berücksichtigt dieser Unterrichtsentwurf den Wohlstandsbegriff der Jugendlichen und ermöglicht ihnen so, einen persönlichen Bezug zum Inhalt zu entwickeln. Nach einer Betrachtung des historischen Ursprungs des BIP erfolgt die qualitative Kritik mittels des Wohlstandsbegriffs der Schülerinnen und Schüler. Anschließend erfolgt die quantitative Kritik. Qualitative und quantitative Kritik werden dann in einem kleinen Projekt zusammengeführt, in dem die Lernenden den Wohlstandsindikator durch die so genannte Kopfstandmethode nachbessern. Basis für den ?Kopfstand? ist zunächst ihr persönlicher Wohlstandsbegriff. Weiterhin bessern die Lernenden das BIP nach, indem sie es um Punkte ergänzen, die dort nicht oder nicht exakt erfasst werden. Hilfestellung beim ?Kopfstand? bieten einige alternative Indikatoren, die die Schülerinnen und Schüler zuvor in einer Internetrecherche kennen gelernt haben.

Didaktisch-methodischer Kommentar

Um sich mit dem Bruttoinlandsprodukt kritisch auseinandersetzen zu können, benötigen die Schülerinnen und Schüler Hintergrundwissen. Die notwendige Information wird ihnen mit einem fiktiven Interview zwischen dem Journalisten Ö. Konom und dem personifizierten BIP angeboten. Die drei Teile des Interviews leiten durch die Unterrichtsreihe und geben die relevanten Impulse und Informationen zum Weiterarbeiten.

Download

Vermittelte Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler lernen

  • die Bedeutung von Indikatoren zu verstehen.
  • ihren persönlichen Wohlstandsbegriff zu formulieren und diesen mit dem im Bruttoinlandsprodukt Erfassten zu vergleichen.
  • zu begründen, warum das Bruttoinlandsprodukt kein umfassender Indikator für ihren persönlichen Wohlstand ist.
  • zu begründen, warum das Bruttoinlandsprodukt kein umfassender Indikator für wirtschaftlichen Wohlstand ist.
  • Kritikfähigkeit im Umgang mit wirtschaftspolitischen Aussagen und Indikatoren zu entwickeln.

Kurzinformation zum Unterrichtsmaterial

ThemaDas Bruttoinlandsprodukt - ein Wohlstandsindikator?
AutorMarkus Niederastroth
FachVWL
ZielgruppeKaufmännische Berufsschulklassen, Wirtschaftsgymnasium, Handelsschule, Höhere Handelsschule
Zeitumfang5 Schulstunden
Technsiche VoraussetzungenInternet

Kommentare zu dieser Unterrichtseinheit

  1. Markus Niederastroth am 14.07.2016
    Die Unterrichtsreihe wurde mit Genehmigung des Autors und lehrer-online weiterentwickelt: http://www.endlich-wachstum.de/kapitel/die-soziale-dimension/methode/oe-konom-meets-bip-wachstumsquartett-fehlt/
    Viel Freude am Spiel!

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.

Lehrer-Online Card von BSW
Avatar Markus Niederastroth

Markus Niederastroth ist Diplom-Kaufmann und arbeitet als Oberstudienrat am Städtischen Gymnasium Thusneldastraße in Köln. Er verfügt über Lehrbefähigungen für Wirtschaftswissenschaft, betriebswirtschaftliche Steuerlehre, Absatz und Marketing.

weitere Beiträge des Autors

Frei nutzbares Material
Die von Lehrer-Online angebotenen Materialien können frei für den Unterricht genutzt und an die eigene Zielgruppe angepasst werden.