Weihnachtsgeschäft: Gesamtwirtschaftliche Bedeutung des Einzelhandels

Im zweiten Schritt der Unterrichtseinheit "Das Weihnachtsgeschäft im Einzelhandel" wird die Bedeutung des Einzelhandels in der Gesamtwirtschaft und die spezielle Rolle des Weihnachtsgeschäfts beleuchtet.

Aufgaben für den Unterricht

Internetrecherche

Der Einzelhandel nimmt in Deutschland gesamtwirtschaftlich gesehen eine bedeutende Rolle ein. Die Schülerinnen und Schüler sollen im Rahmen einer kleinen Internetrallye Zahlen und Fakten zum Einzelhandel recherchieren, die diese Bedeutung unterstreichen. Die Recherche ist auf die Seiten des Hauptverbands des deutschen Einzelhandels beschränkt. Im ersten Teil der Aufgaben geht es zunächst um allgemeine Kennzahlen des Einzelhandels wie Umsatzgrößen und Beschäftigte im Einzelhandel. Im zweiten Teil der Aufgaben geht es speziell um die Bedeutung des Weihnachtsgeschäftes. Dabei wird eine aktuelle Pressemitteilung des Hauptverbands des deutschen Einzelhandels vom 23.11.2005 konsultiert und die zugehörigen Grafiken interpretiert.

Anteil des Weihnachtsgeschäftes am Jahresumsatz

Der Anteil des Weihnachtsumsatzes am Jahresumsatz beträgt durchschnittlich um die 20%, also circa ein Fünftel. Daran wird deutlich, wie stark das Wohlergehen der Branche von den Umsätzen vor Weihnachten abhängt.

Abhängigkeit der Branche vom Weihnachtsgeschäft

Zur Beantwortung dieser Frage müssen sich die Schülerinnen und Schüler in die Rubrik "Grafik" klicken und die Grafik "Weihnachtsgeschäft einzelner Branchen" anklicken. Besonders groß ist der Anteil des Weihnachtsumsatzes in der Branche Spielwaren (mit 36,1%). Des weiteren sind Uhren und Schmuck sowie Bücher und Zeitschriften die Branchen mit der höchsten Abhängigkeit vom Weihnachtsgeschäft.

Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt

Im Weihnachtsgeschäft 2005 werden über 125.000 Aushilfskräfte zusätzlich eingestellt. Dies hat einen entlastenden Einfluss auf den Arbeitsmarkt.

Entwicklung in den letzten zehn Jahren

Zur Beantwortung der Frage müssen die Schülerinnen und Schüler die Grafik "Weihnachtsgeschäft 2004" auswerten. Seit 1996 hat sich der Weihnachtsumsatz unterschiedlich entwickelt. Während es zwischen 1997 und 2001 eine Belebung gegeben hat, sinkt der Weihnachtsumsatz seit 4 Jahren in Folge. Auch für 2005 hat der Handel wenig Hoffnung auf eine Belebung. Nach Angaben des Hauptverbands des deutschen Einzelhandels wertet der Handel es bereits als Erfolg, wenn der Umsatz von 2004 wieder erreicht wird. Diese Entwicklung deckt sich auch mit der konjunkturellen Entwicklung. Während es Ende der 90er Jahre eine leichte konjunkturelle Erholung gab, hat sich die gesamtwirtschaftliche Lage seit 2001 von Jahr zu Jahr verschlechtert. Die Arbeitslosigkeit ist gestiegen, die Menschen müssen mehr Mittel für ihre private Altersvorsorge aufbringen und die Angst um den Arbeitsplatz lässt viele Menschen sparen.

Weihnachtsgeschäft und Konjunktur

Einerseits wird der Weihnachtsumsatz von der konjunkturellen Lage beeinflusst. Andererseits ist das Weihnachtsgeschäft für den Einzelhandel von so tragender Bedeutung, dass es wiederum selbst Einfluss auf die Konjunktur ausübt. Geht es der Volkswirtschaft insgesamt gut, lässt das auf ein gutes Geschäft vor Weihnachten hoffen: Zusätzliche Kräfte werden eingestellt und höhere Einkommen in der Branche erzielt. Eine Rezession wirkt sich negativ auf den Konsum aus. Ist die Stimmung in der Wirtschaft und beim Konsumenten ohnehin schon getrübt, so wirkt sich ein schlechtes Weihnachtsgeschäft zusätzlich negativ auf die Konjunktur aus. Im Extremfall müssen sogar Geschäfte, die im Weihnachtsgeschäft nicht den benötigten Umsatz gemacht haben, aus dem Markt ausscheiden und die Beschäftigten entlassen.

Autorin
Avatar Dr. Monika Markmann

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