Präsentation der Projektarbeit

Zahlreiche Gäste waren zur Präsentation des Projektes erschienen. Die Schülergruppe hatte sich zum Ziel gesetzt, ihrer Heimatstadt Krefeld ein einmaliges Geschenk zu machen.

Reges Interesse an den Ergebnissen der Projektgruppe

Die Spannung war bei allen Beteiligten riesig als die Präsentation der Schülergruppe (Abb. 5) begann. Unter den Gästen befanden sich Mitschülerinnen und Mitschüler, Eltern, Lehrerinnen und Lehrer, die Schulleitung, eine Gruppe der Partnerschule aus Rumänien, Vertreter der örtlichen Presse, Herr Gilad aus dem Vorstand der jüdischen Kulturgemeinde, die Leiterin der NS-Dokumentationsstelle der Stadt Krefeld, Frau Dr. Schupeta, ein Vertreter des Architekturbüros, das für den Neubau einer neuen Krefelder Synagoge zuständig war, Mitglieder der Jury für den Schülerwettbewerb und sogar zwei Zeitzeuginnen der jüdischen Gemeinde, Frau Dr. Frank und Frau Cassel, die im Rahmen der Veranstaltung über ihre Kindheitserinnerungen an die zerstörte Synagoge berichtete.

Erinnerungen einer Zeitzeugin

Mit besonderer Neugier erwartete die Schülergruppe, sowie die direkt beteiligten Personen, Berufsschulpfarrer Kai Schäfer und der Lehrer für das Fach Software, Michael Suermann, auf den Beitrag von Frau Cassel (Abb. 6). Sie war die einzige Person im Raum, welche die ehemalige Synagoge ihrer Kindheitstage in bewusster Erinnerung hatte. Das virtuelle Modell konnte ja nur mithilfe spärlicher Unterlagen erstellt werden. Groß war die Erleichterung und die Freude, als Frau Cassel die Umsetzung der virtuellen Berechnungen bestätigte. Sogar die Farbe der Steine wurde richtig getroffen. "Nur eine kleine Tür an der Seite war da noch für den Kantor". Die virtuelle Rekonstruktion der Schüler half ihr, mehr als nur ein Detail dem Vergessen zu entreißen.

Animation auf CD-ROM

Jeder ist dazu eingeladen, an der virtuellen Reise in die Vergangenheit teilzunehmen. Die Schüler haben ihre Animation auf CD-Rom gebrannt. Für eine Schutzgebühr von 12,50 Euro ist die CD im Krefelder Berufskolleg Uerdingen erhältlich:

Berufskolleg Uerdingen

Kai Schäfer / Michael Suermann

Alte Krefelder Straße 93

47829 Krefeld

Tel. 02151 498480

Fax 02151 4984820

bku@krefeld.schulen.net

 

Virtuelle Reise am Terminal

Mithilfe des Geldes werden zwei Terminals entstehen, auf denen die Präsentation sowohl am historischen Standort, als auch in der neuen Synagoge in Krefeld öffentlich dauerhaft zu sehen sein wird. Mittlerweile konnte das erste Terminal mit der Software ausgerüstet werden, so dass die Krefelder Bürger in Kürze die virtuelle Reise in der neuen Synagoge begehen können.

Erfolgreiche Teilnahme an Schülerwettbewerben

Die Schüler wurden nach ihrer Präsentation mit einem langanhaltenden Applaus belohnt. Bei der europaweiten Ausschreibung des Schülerwettbewerbs "join multimedia" erzielten die Schüler Platz 18. Gerade mal drei deutsche Schulen konnten in derselben Kategorie einen besseren Platz erzielen. Beim Schülerwettbewerb "Focus macht Schule" schafften die Schüler es ebenfalls unter die ersten zwanzig Plätze.

 

Autor
Avatar Michael Suermann

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