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Deutsch in Willkommensklassen: Zeitformen

Unterrichtseinheit
14,99 €

Diese Unterrichtseinheit ist für den Einsatz in internationalen "Willkommensklassen" an weiterführenden Schulen bestimmt. Durch die Arbeit mit den Materialien lernen Jugendliche mit Migrationshintergrund die Zeitformen in der deutschen Sprache, ihre Anwendungsbereiche und die Regeln zur Bildung der jeweiligen Tempora. Notwendige Voraussetzungen für eine erfolgreiche Durchführung der Unterrichtseinheit sind eine grundlegende Lesekompetenz und ein Basis-Wortschatz. Erfahrungsgemäß lässt sich der Unterricht in "Willkommensklassen" nicht so präzise planen wie in Lerngruppen des regulären Schulsystems, wo die Schülerinnen und Schüler über ähnliche Vorkenntnisse und Lernvoraussetzungen verfügen. Internationale Klassen sind dagegen meist viel heterogener , da die Schülerschaft aus unterschiedlichen Kulturen, Werte- und Bildungssystemen stammt. Dies erfordert eine pädagogische, didaktische und methodische Flexibilität der Lehrkraft. Durchführung der Unterrichtseinheit im DaF-Unterricht Planen Sie für die Durchführung der Unterrichtseinheit circa sechs Schulstunden ein: Material 1 bezieht sich auf die vergleichsweise "einfachen" Zeitformen Präsens und Präteritum; es ist aber umfangreicher als die folgenden Materialien und eignet sich daher für eine Doppelstunde. Material 2 (Perfekt), Material 3 (Plusquamperfekt) und Material 4 (Futur I und Futur II) lassen sich ebenso wie Material 5 (Abschlussübungen zu allen Zeitformen) in Einzelstunden einsetzen. Die Reihenfolge der Materialien 2, 3 und 4 können Sie bei Bedarf ändern. Material 1 enthält einen zweiseitigen, zusammenhängenden Text mit einfachen und kurzen Sätzen in der Zeitform Präsens . Die Schülerinnen und Schüler erkennen zunächst die Zeitform, markieren dann die Verben und übertragen schließlich den Text in die Zeitform Präteritum . Material 2 und Material 3 bieten Lückentexte, in denen die Zeitformen Perfekt beziehungsweise Plusquamperfekt korrekt einzutragen sind. Material 4 stellt Textbausteine zur Verfügung, aus denen die Lernenden komplette Sätze in den Zeitformen Futur I und Futur II bilden. Material 5 dient zur Wiederholung und Festigung: Die Schülerinnen und Schüler bestimmen die Zeitformen vorgegebener Sätze und übertragen diese in andere Tempora. Alle Zeitformen der deutschen Sprache werden zu Beginn der Materialien, deren Gegenstand sie sind, kurz definiert. Zudem erhalten die Lernenden zu den "schwierigeren" Zeitformen Perfekt, Plusquamperfekt, Futur I und Futur II jeweils ein Orientierungsbeispiel. Achten Sie unbedingt darauf, dass die Schülerinnen und Schüler den jeweiligen Arbeitsauftrag verstehen. Erfahrungsgemäß ist es empfehlenswert, die Lernenden individuell über die Arbeitsform entscheiden zu lassen: Manche Jugendliche wollen und können am besten allein arbeiten, andere bevorzugen Paar- oder Gruppenarbeit. Hinweise für die Auswertungsphase Lassen Sie die Arbeitsergebnisse von möglichst vielen Schülerinnen und Schülern laut vorlesen. Korrigieren Sie mögliche Fehler gemeinsam mit den Lernenden. Optimieren Sie die Aussprache. Klären Sie unbekannte Wörter. Halten Sie wichtige Vokabeln – parallel zur Besprechung – in einer Vokabelliste fest und notieren Sie zu allen Nomen den entsprechenden Artikel. Überprüfen Sie die Arbeitsergebnisse in den Heften der Schülerinnen und Schüler. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler entwickeln grundlegende Kompetenzen im Umgang mit den Zeitformen der deutschen Sprache: Sie kennen die Zeitformen Präsens, Präteritum, Perfekt, Plusquamperfekt, Futur I und Futur II sowie deren Funktionen im Sprachgebrauch. Sie können die genannten Zeitformen in verschiedenen Sinnzusammenhängen korrekt bilden. Sie sind in der Lage, Sätze in andere Zeitformen zu übertragen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler übernehmen im Fall von Paar- und Gruppenarbeit Verantwortung für das Teamergebnis. halten sich an feste Gesprächsregeln und kommunizieren fair miteinander. präsentieren Arbeitsergebnisse im Plenum.

  • DaF / DaZ
  • Sekundarstufe I

Die Lernsongmethode – Wissen mit Lernsongs nachhaltiger vermitteln

Fachartikel
5,99 €

Mit Lernsongs zu lernen ist seit langem erprobt und das sowohl bei Kindern als auch Erwachsenen. Was wir singen, speichert unser Gehirn viel besser als das, was wir nur sagen, denn Töne sind ideale Merkhilfen, die nicht nur den Kopf, sondern auch den Bauch, also die Emotionen, ansprechen. Dieser Fachartikel beleuchtet die Vorteile des Einsatzes von Lernsongs in allen Fächern und unterstreicht sie mit eigenen Erfahrungen aus der Praxis. Einleitung Wissen kann sich mithilfe von Lernsongs nachhaltiger vermitteln lassen als nur über das gesprochene Wort. Denn Musik berührt uns emotional und schließt uns über die sinnliche Seite auch das Geistige auf. Sie bringt Intellekt und Emotion gemeinsam zum Klingen (Boßmeyer, Brauer und Flynn 2020:28). So liegt es nahe, Musik als Wirkinstrument einzusetzen und Wissen in Lernsongs für den Wissenstransfer zu den Lernenden musikalisch aufzubereiten (Millbower 2000:119ff, Quast 2005:153). Aus eigener Erfahrung Mit gesungenen Einleitungen in der Form von Lernsongs habe ich Studentinnen und Studenten der Betriebswirtschaft im seminaristischen Unterricht sperrige Managementinhalte, wie zum Beispiel Technologie, Innovation und Mobilität, erlebnisreicher beigebracht (Boßmeyer 2017:14f.). Diese Themen sind auch in der beruflichen Weiterbildung und der Wissensvermittlung nach dem Berufsleben von Bedeutung (Quast 2005:24ff). Als singender Dozent im Theater auf Kreuzfahrtschiffen überrasche ich auch die meist erwachsenen Zuhörer jeden Alters zu Beginn meiner Vorträge über die Zielhäfen mit einem Lernsong als gesungene Vortragseinleitung. Das erhöht auch hier die Aufmerksamkeit und hilft, Vortragsinhalte besser zu behalten (Boßmeyer, Brauer und Flynn 2020:82,167ff). Rückblick in die Geschichte Mit Lernsongs Wissen weiterzugeben, ist nicht neu (Millbower 2000:12f, Müller 2010:124, Wang 2018:1f.). Dass das Lernen durch Musik keine Kunst und nicht einmal ein schwieriges Handwerk ist, das wussten schon früh die Geistlichen in Kirchen und Klöstern und nutzten Gesänge, damit sich Gläubige die heiligen christlichen Texte besser merken konnten. Die gregorianischen Gesänge dienten im Mittelalter vielen Mönchen als Lernsongs, um sich die inhaltsvollen Lithurgien besser einprägen zu können (Klöckner 2009:11ff; Boßmeyer, Bauer und Flynn 2020: 17-43). Lernsongs für jedes Alter Die Anwendung von Lernsongs ist also nicht, wie zunächst anzunehmen, auf das Kindesalter begrenzt. Viele erinnern sich, das ABC als Kinder singend im Chor gelernt und so besser gemerkt zu haben. Auch der Körperteil-Blues von Lichterkindern ist bekannt, mit dem Kinder spielerisch ihren Körper kennenlernen können. Heute werden auch Vokabeln, Mathematik, Physik und Themen aus den Biologie-, Geschichts- oder anderen Unterrichtsfächern zum besseren Lernen in Musik in Lernsongform verpackt. Sogar Professorinnen und Professoren rappen zu Paragrafen oder medizinischen Zusammenhängen, um die Studierenden besser zu erreichen (Boßmeyer, Brauer und Flynn 2020:127-141). Lernsongs neurologisch betrachtet Warum die in Strophen und Refrain verpackten Botschaften des Lehrstoffes eines Lernsongs so gut im Gedächtnis verankert bleiben, wissen die Hirnforscher zu erklären, denn was wir singen, speichert unser Gehirn viel besser als das, was wir nur sagen. Töne sind perfekte Merkhilfen, die nicht nur im Kopf, sondern auch im Bauch, also die Emotionen ansprechen. Unser Gehirn ist darauf trainiert, sich Lieder besonders leicht zu merken. Zusammen mit den Tonfolgen speichert es die Texte wie ganz von allein. Besonders gut funktioniert das, wenn Kernaussagen gereimt sind, denn Reime verankern Botschaften zusätzlich in unserem Gehirn (Hesse 2003:8f, Quast 2005:39ff, Kreutz 2015:45). Hirnforscher haben auch herausgefunden, dass das Gehirn wegen seiner Plastizität durch Lernen wächst, und das unabhängig vom Alter. Musik spielt dabei eine wichtige Rolle. Sie trägt dazu bei, das Gehirn in verschiedenen Regionen unserer Emotionen und der Motivation zu aktivieren und zu verknüpfen. So wachsen auch Gedächtnisspuren, die ein Leben lang bleiben können. Untersuchungen haben überdies nachgewiesen, dass im Hippocampus immer dann neue Ner­venzellen wachsen, also Gedächtnisspuren gebahnt werden, wenn Lernen in einer anregenden, interessanten Atmosphäre abläuft – und das kann auch beim Lernen mit Musik in der Form von Lernsongs der Fall sein. (Altenmüller 2018:73-82, Kölsch 2019:92-97; Boßmeyer, Brauer und Flynn 2020:53-95).

  • Fächerübergreifend / Wirtschaft / DaF / DaZ / Englisch / Musik / Politik / WiSo / SoWi / Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben / Physik / Astronomie

Musik-Homepages: Creative Writing and Speech Production

Unterrichtseinheit

Die Unterrichtseinheit "Musik-Homepages" zeigt am Beispiel der Popmusikerin Sandi Thom und ihrer Homepage, wie das Internet als Lieferant von Inhalten für kreatives Schreiben und für die Produktion mündlicher Beiträge im Englischunterricht genutzt werden kann. Ein aktueller Popsong führt zu einem Vergleich zwischen früher (1968) und heute (2009) - in politischer, ökonomischer und sozialer Hinsicht. Die Schärfung des Bewusstseins und der Wahrnehmung der Schülerinnen und Schüler für Veränderungen und unterschiedliche Sichtweisen bezieht sich auf die Kulturen in Großbritannien und in den USA im Zeitraum der letzten 40 Jahre. Mit dabei sind Zitate aus und Verweise auf bekannte Pop-Songs der Musikgeschichte. Da Popsongs einen hohen Stellenwert im Alltag vieler Schülerinnen und Schüler einnehmen (Timm 1998: 178), kann mit ihrer Hilfe eine Brücke vom lediglich gefühlsbetonten Konsum der Musik hin zum bewussten, Gewinn bringenden sprachlichen und inhaltlichen Umgang mit den Songtexten geschlagen werden. Dazu soll diese Unterrichtseinheit beitragen. Ablauf der Unterrichtseinheit Eine Planung der unterrichtlichen Schritte wird aus den hier vorgestellten Arbeitsaufträgen deutlich. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erfassen die Homepage von Sandi Thom inhaltlich und visuell/formal. beschreiben sprachlich angemessen die auf der Homepage dargestellten Inhalte. nehmen zu den dargestellten Inhalten selbst kreativ schreibend Stellung. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erkennen das vielfältige Angebot dieser Homepage (von Tourdaten bis Werbung). beschreiben das Angebot in seiner Funktionalität. nutzen das Angebot. bewerten das Angebot differenziert. Hass, Frank (2008) Kooperatives Lernen mit Red Line. Stuttgart: Klett. Thaler, Engelbert (1999) Musikvideoclips im Englischunterricht. Phänomenologie, Legitimität, Didaktik und Methodik eines neuen Mediums. München: Langenscheidt-Longman. Timm, Johannes-P. (1998) "Pop- und Rocksongs als Lernschrittmacher." In: Timm, Johannes-P. (Hg.): Englisch lernen und lehren. Berlin: Cornelsen. 178 - 184. 1. Arbeitsauftrag: Stiller Impuls (verbal) Ein stiller Impuls wird durch die beiden Wörter "Flower Power" an der Tafel, am Whiteboard oder auf der Folie am Overhead-Projektor gegeben. Inhaltliche Vorentlastung Die Schülerinnen und Schüler sammeln Ideen und Fakten zum Thema "Flower Power", das dem Song zugrunde liegt und in ihm idealisiert wird. So wird eine inhaltliche Vorentlastung erzielt und allen Lernenden die Möglichkeit gegeben, frei zu assoziieren und ihre Gedanken auf Englisch wiederzugeben. Sinnvoll wäre es, die Ideensammlung so zu verschriftlichen, dass sie später wieder abrufbar ist (als Folie, Plakat oder Textdatei). 2. Arbeitsauftrag: Stiller Impuls (grafisch) Alternativ zum ersten Arbeitsauftrag bietet sich folgende Vorgehensweise an, die mit etwas mehr Vorbereitungsaufwand verbunden ist, aber auch mit mehr Authentizität aufwartet: Ein stiller Impuls mit dem Foto von Sandi Thom von ihrer Homepage (in schwarzer Lederkluft mit E-Gitarre) wird durch Projektion mittels Beamer oder als Fotokopie (Screenshot und Import in eine Textverarbeitung; die Anleitung dazu finden Sie am Ende dieses Artikels) gegeben. sandithom.com Projizieren Sie die Website der Sängerin an Whiteboard oder Wand und nutzen Sie sie als stillen optischen Impuls. Freie Assoziationen Hier können die Schülerinnen und Schüler frei assoziieren; sie werden sich hauptsächlich auf die im Foto benutzen symbol- und aussageträchtigen Aspekte "black", "leather jacket", "long hair", "high heel boots", "electric guitar", "happy face" beziehen. Diese Aspekte werden sie später daraufhin untersuchen, ob die Erwartungen, die vom Foto aufgebaut worden sind, auch von der Musik eingelöst werden. 3. Arbeitsauftrag: "Let's listen to the song and write down the lyrics." Beim gemeinschaftlichen Anhören des Songs im Klassenverband wird zeilenweise der Text des Liedes an die Tafel oder auf eine Folie in PowerPoint oder Projektor geschrieben (legen Sie Pausen zwischen den Zeilen ein und planen Sie zwei Durchgänge). Der Text ist sehr deutlich gesungen und im Vergleich mit vielen anderen Popsongs leicht zu verstehen. Einige Schwierigkeiten entstehen in der zweiten Hälfte bei Vokabeln wie myth, bliss, shade of pale, anarchy, vinyl, stocked, super info-highway, und hand-me-downs (abgelegte Kleidungsstücke). I Wish I Was A Punk Rocker - lyrics Den Text des Songs finden Sie auf dieser Website. Arbeit mit der Website Anstatt den Song von CD zu hören, ist es auch möglich, das auf der offiziellen Homepage von Sandi Thom zur Verfügung gestellte Musikvideo in ganzer Länge zu hören und zu sehen. Für diesen Teil bietet sich die Arbeit mit einem Whiteboard besonders an. YouTube: Sandi Thom - I Wish I Was a Punk Rocker An dieser Stelle bietet sich die Nutzung eines Videos auf YouTube an. Der nächste Arbeitsauftrag lautet wie folgt: "Form small groups (three members if possible), choose one of the following items from the lyrics and try to find out its meaning or (historic) background": 1) "flowers in my hair" 2) "77" 3) "69" 4) "the head of state didn't play guitar" 5) "computers were still scary" 6) "God save the Queen she turned a whiter shade of pale" 7) "anarchy" 8) "record shops were still on top" 9) "vinyl" 10) "the super info-highway was still drifting out in space" 11) "hand-me-downs" 12) "playing games meant kick-arounds" Suchmaschinen-Recherche Hier können die Schülerinnen und Schüler ihre vorhandenen und eventuell noch zu verbessernden Recherchekenntnisse mit Suchmaschinen anwenden, um die kulturellen Hintergründe der sehr verschiedenen Anspielungen zu erforschen, zu verschriftlichen (hier sind keine Downloads oder kopierte Texte erlaubt) und im Anschluss im Plenum der Klasse vorzustellen. Die Komplexität der Anspielungen variiert von sehr einfach ("anarchy", rein semantische Recherche) bis hin zu sehr schwierig ("the head of state didn't play guitar" - wie sucht man nach Gitarre spielenden Staatsoberhäuptern, und in welchem Land überhaupt?). Gruppenarbeit Jede Gruppe erhält einen zurecht geschnittenen Zettel mit der Rollenverteilung (Arbeitsmaterial 1) und wählt dann einen Gruppenleiter, der für den Gesamtablauf verantwortlich ist und auch "hands-on" recherchiert, einen Zeitwächter, der die zur Verfügung stehende Zeit überwacht, und einen Protokollanten, der auch im Anschluss die Ergebnisse vorstellt. Es bietet sich an, die Rechercheteams entweder nach Interesse an der Sache oder nach Leistungsfähigkeit im Hinblick auf den Umgang mit Suchmaschinen zusammen zu setzen (zur Gruppenarbeit und Bildungsprinzipien von Gruppen: Kriterien von Haß (2008: 5)). 5. Arbeitsauftrag: Role play "One of you is the singer, another one her friend / mother / father / pen pal from Germany (in the year 2009). Discuss the singer's interest in and longing for the past." Rollenspiel Hier können sich interessierte und wagemutige Schülerinnen und Schüler (bitte die "peer group pressure" bei Musikgeschmack und Lebensstil beachten!) in die beiden Rollen hineinversetzen und die bei der Internetrecherche gewonnenen Informationen teilweise mit einfließen lassen. Die Poster, Folien oder Texte aus der ersten Arbeitsphase sollten hier ebenfalls wieder gezeigt oder verteilt werden. Gesprächsstrategien In dieser Arbeitsphase werden Gesprächsstrategien (Pro- und Contra-Argumentation, agreement / disagreement, Nutzung verschiedener englischer Stilmittel) wiederholt oder erstmalig eingeübt und durch die Lehrperson und die gesamte Klasse am Ende evaluiert. Außerdem trägt diese Methode dem in dieser Klassenstufe bereits vorhandenen oder gerade erwachenden politischen und sozialen Bewusstsein der Schülerinnen und Schüler Rechnung und gibt ihnen die Freiheit, ungezwungen eigene oder auch nur übernommene Sichtweisen, Einstellungen, Ängste und Hoffnungen bezogen auf ihr eigenes Leben darzustellen, ohne dass sie sich dafür rechtfertigen müssten - alles ist nur (Rollen-)Spiel! Durch die zu erwartenden unterschiedlichen Ansichten ("opinion gap", Haß 2008: 10) entstehen wertvolle echte Sprechanlässe. (Inter-) Kulturelle Kompetenzen ausbauen Eine abschließende Evaluation ermuntert die Schülerinnen und Schüler, mit eigenen Worten im Rückblick auf die Unterrichtseinheit ihre Lernerfolge zu formulieren. Eine Erkenntnis sollte sein, dass die Lernenden Popsongs von nun an als kulturelle Phänomene betrachten können und sie nicht (mehr) eher passiv konsumieren (aus affektiven Beweggründen), sondern aktiv mit dem sprachlichen Material umgehen. So wachsen ihr Interesse für und ihr Wissen um kulturelle, politische und soziale Vorgänge in der englischsprachigen Welt und darüber hinaus. Toleranz im affektiven Bereich Auch die Kritikfähigkeit der Schülerinnen und Schüler sollte durch diese Unterrichtseinheit verbessert werden, denn der Song gibt ausreichend Gelegenheit, Brüche und überzogene Erwartungen in den Lyrics aufzudecken und dazu Stellung zu beziehen. Nicht zuletzt geht es beim Einsatz von populärer Musik im Englischunterricht immer auch um Lernerfolge bei der Vermittlung von Toleranz im affektiven Bereich - den perfekt zu allen Schülerinnen und Schülern passenden Song gibt es nicht!

  • Englisch
  • Sekundarstufe I
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