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Wer war Lessing?

Unterrichtseinheit

"Was studierte Lessing?" und "Ist Lessing heute noch modern?" Diese Fragen stellen hier nicht unbedingt die Lehrkräfte, sondern die Schülerinnen und Schüler selbst und fordern so ihre Klassenmitglieder heraus – mithilfe eigener Quiz zur Biografie Lessings. Bei der vertieften Auseinandersetzung mit einem literarischen Werk ist es üblich, auch über den Autor oder die Autorin zu informieren. Dies geschieht in dieser Einheit auf eher spielerische Art und Weise, indem die Schülerinnen und Schüler nämlich in Gruppen ein Quiz über Gotthold Ephraim Lessing erstellen und danach das Quiz der anderen zu lösen versuchen. Alternativ können die in dieser Einheit veröffentlichten Quiz, die von Schülerinnen und Schülern entwickelt wurden, als Grundlage genutzt werden, um die Lernenden mithilfe der ebenfalls angegebenen Internetadressen Wesentliches zu Lessing erarbeiten zu lassen. Zwei Wege zur Biografie Wird im Unterricht ein längeres Stück Literatur gelesen, so folgen an irgendeinem Punkt der Unterrichtsreihe meist die Informationen zum Autor oder zur Autorin. Oft wird dabei nach Möglichkeiten gesucht, diese Erarbeitung von Informationen mit möglichst viel Schüleraktivität zu verbinden. Zwei Wege dahin stellt diese Einheit vor: Die Schülerinnen und Schüler erstellen ein Quiz beziehungsweise lösen eines, das sich mit dem Leben des betreffenden Autors oder der Autorin beschäftigt. 1. Weg: Erstellung eines Quiz Die Schülerinnen und Schüler konzipieren ein Quiz mithilfe von Internetquellen. 2. Weg: Lösung eines vorgegebenen Quiz mithilfe einer Linkliste Alternativ können die Rollen auch getauscht sein: Die Schülerinnen und Schüler suchen Antworten auf Quizfragen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen selbstständig Kategorien entwickeln, anhand derer sie entscheiden, welches Wissen über Lessing relevant ist. verschiedene Webseiten kennen lernen, die über den Autor informieren. sich in der Gruppe mit den Meinungen anderer auseinandersetzen, um die einzelnen Arbeitsergebnisse in ein Gesamtprodukt zu integrieren. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen den Umgang mit einem Textverarbeitungsprogramm üben, um ihrem Ergebnis ein ansprechendes Layout zu geben. ihre Fähigkeit ausbauen, Informationen geordnet und adressatengerecht aufzubereiten und zu präsentieren. sich mit Qualität von Internetquellen auseinandersetzen, was deren Inhalt und Aufmachung angeht. Thema Wer war Lessing? - Erarbeitung biografischer Aspekte zu Gotthold Ephraim Lessing Autorin Sonja Hensel Fach Deutsch Zielgruppe Klassen 10- 13 Referenzniveau (DaF) ab Referenzniveau A - Elementare Sprachverwendung Zeitumfang ca. 2-3 Stunden Technische Voraussetzungen Internetzugang und Textverarbeitungsprogramm für die Kleingruppen oder für alle Lernenden (je nach Vorgehensweise) Planung Verlaufsplan "Wer war Lessing?" Arbeitsauftrag Die Schülerinnen und Schüler erhalten etwa folgenden Arbeitsauftrag: Erstellen Sie ein Quiz, durch dessen Lösung man über die wichtigsten Daten und Lebensumstände Lessings informiert ist. Fertigen Sie auch ein Lösungsblatt an, auf dem Sie außerdem vermerken, woher Ihre Informationen stammen. Wenn nötig: Einführung in die Internetrecherche Sind die Schülerinnen und Schüler bereits mit grundlegenden Werkzeugen für eine effektive Internetrecherche vertraut, so ist der Arbeitsauftrag ausreichend. Ansonsten müssen je nach Leistungsstand Hilfestellungen gegeben werden. So kann entweder eine Einführung in die Internetrecherche mit Suchmaschinen vorgeschaltet oder eine Linkliste ausgegeben werden. In diesem Beitrag finden Sie eine solche, die von Schülerinnen und Schülern erstellt wurde. Fragensammlung online oder offline Die Frage für das Quiz können entweder handschriftlich oder in einer Textverarbeitung notiert werden; auch hier muss je nach Lerngruppe unterschiedlich gearbeitet werden. Für die Erarbeitung sollten die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen mit maximal fünf Mitgliedern eingeteilt werden. Linksammlung aufbereiten Als Moment der Differenzierung kann ein weiterführender Arbeitsauftrag gegeben werden, den die Gruppen bearbeiten sollen, die besonders schnell fertig sind: Stellen Sie die Internetseiten, die Sie benutzt haben, zusammen. Schreiben Sie dann zu jeder einen kurzen Kommentar, in dem Sie auf Nützlichkeit, Aufmachung, Umfang der Informationen, Verständlichkeit und so weiter eingehen. In der zweiten Phase versuchen dann die Gruppen, die Quiz der anderen Gruppen zu lösen - ohne Internetzugang, damit sichtbar werden kann, was an Informationen "hängen" geblieben ist. Diese spielerische Phase macht im Allgemeinen viel Spaß, und man kann überlegen, sie durch Preise noch spannender zu machen. Abschließend sollten die Arbeit in den Gruppen und die Methode reflektiert werden. Besonders sollte auf den Punkt eingegangen werden, ob denn das Ziel (aus der Aufgabenstellung), "über die wichtigsten Daten und Lebensumstände Lessings informiert" zu sein, erreicht wurde. Auch ein Austausch und eine Sammlung besonders ansprechender Internetquellen sind nützlich für die häusliche Nachbereitung. Vorhandene Fragensammlungen nutzen Natürlich kann man die Schülerinnen und Schüler auch den umgekehrten Weg gehen lassen. Dann erhalten sie Fragen zum Leben Lessings - Beispiele können die vom Deutsch-Leistungskurs des Berufskollegs Bonn-Duisdorf erstellten Quiz im Anhang sein - und beantworten diese mithilfe von Internetquellen. Linklisten nutzen oder erstellen Je nach Medienkompetenz der Lernenden kann dieser Suche eine Linkliste zugrunde liegen, oder sie geschieht völlig frei. Bei letzterer Variante ist als Differenzierung auch wieder die Erstellung einer Linkliste möglich. Einen besonderen Akzent setzt der Anreiz, dass die Gruppe gewinnt, die die Fragen als erste und fehlerfrei (!) beantwortet hat. Dabei wird sich zunehmend herausstellen, dass ein ganz besonders genaues Lesen der Quellen, die zum Teil durchaus anspruchsvoll sind, nötig ist. Auch hier ist eine Reflexion des Vorgehens und der eventuell aufgetretenen Fehler sehr sinnvoll.

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben
  • Sekundarstufe II, Sekundarstufe I

Erweitern von Brüchen - eine interaktive Einführung

Unterrichtseinheit
14,99 €

In dieser Unterrichtseinheit zum Erweitern von Brüchen bieten interaktive Arbeitsblätter den Schülerinnen und Schülern einen experimentellen, anschaulichen und nachhaltigen Zugang zum grundlegenden Verständnis des Erweiterns von gemeinen Brüchen. In der vorliegenden Unterrichtseinheit werden die Grundlagen für das Erweitern von Brüchen geschaffen. Eine wichtige Voraussetzung für das Verständnis des Erweiterns von gemeinen Brüchen ist die Einsicht, dass ein und dieselbe Zahl durch verschiedene wertgleiche Brüche dargestellt werden kann. Die geometrische Veranschaulichung des Erweiterns anhand der Verfeinerung der Unterteilung eines gegebenen Rechtecks wird mithilfe von GeoGebra realisiert und in den interaktiven Übungen zur Veranschaulichung genutzt. Neben der interaktiven Veranschaulichungs- und Experimentierumgebung bietet die Unterrichtseinheit unterschiedliche interaktive Übungsmöglichkeiten zur Individualisierung und Differenzierung des Unterrichts. Eine zusätzliche, nicht zu unterschätzende, Motivation während dieser Übungs- und Vertiefungsphase bietet ein Wettbewerb, bei dem die Schülerinnen und Schüler die von Ihnen erreichte Punktzahl in eine Bestenliste eintragen können. Voraussetzungen Für den Einsatz der interaktiven Arbeitsblätter zum Erweitern von Brüchen müssen weder Lehrkräfte noch Schülerinnen und Schüler über spezielle digitale Kompetenzen verfügen. Die Schülerinnen und Schüler sollen die Darstellung von Bruchteilen anhand von unterteilten Rechtecken bereits kennen. Die Unterrichtseinheit selbst basiert auf acht interaktiven Arbeitsblättern zum Erweitern von Brüchen, die mit jedem Internet-Browser und auf allen digitalen Endgeräten dargestellt werden können. Funktionsweise des ersten interaktiven Arbeitsblattes Die erste interaktive Aufgabe gehört zum anschließenden Hefteintrag und dient zur Erarbeitung der Regel für das Erweitern von Brüchen (siehe Linkliste). Mit dem Button "neu" wird eine entsprechende Aufgabe erzeugt. Mit dem Schieberegler "Erweiterungszahl" oder den zugehörigen Pfeiltasten wird der blau dargestellte Bruchteil noch einmal unterteilt. Gleichzeitig wird der wertgleiche Bruch dargestellt. Die gesuchte Erweiterungszahl kann anschließend abgelesen werden. Das so gefundene Ergebnis wird in das vorgesehene Feld eingetragen. Der Button "prüfen" dient zur Kontrolle des Ergebnisses. Anstelle einer Einweisung in die Funktionalität des interaktiven Arbeitsblatts kann das bereitgestellte Erklärvideo verwendet werden. Visuelles Üben vor der Algebraisierung Die Bedeutung des ersten interaktiven Arbeitsblatts sollte nicht unterschätzt werden. Es dient zur Festigung der bisherigen Erarbeitung. Im Lernprozess sollte das Üben nicht sofort auf symbolischer Ebene angesetzt werden. Vielmehr ist es wichtig, dass vor der Übung auf der algebraischen Ebene die bildliche Ebene noch einmal vertieft wird. Dazu beinhaltet das Arbeitsblatt 1 unter "Aufgabe 1" die passende Übung. Üben auf unterschiedlichen Niveaustufen Das Arbeitsblatt 1 enthält drei weitere Aufgaben, anhand derer die Schülerinnen und Schüler das Erweitern ohne Veranschaulichung durchführen. Dabei kann die Lehrkraft überprüfen, ob die grundlegenden Kompetenzen für das Erweitern von Brüchen vorhanden sind. Bei "Aufgabe 2" soll ein Bruch mit einer vorgegebenen Zahl erweitert werden, bei "Aufgabe 3" soll anhand von zwei wertgleichen Brüchen die Erweiterungszahl angegeben werden. Die abschließende "Aufgabe 4" ist komplexer gehalten. Hier müssen die Lernenden sowohl die Erweiterungszahl erkennen als auch eine fehlende Zahl ergänzen. Sie bildet den Abschluss der Übungsphase 1 und leitet damit zu den Aufgaben mit höherem Niveau über. Das Arbeitsblatt 2 stellt dafür drei interaktive Übungen bereit. Bei "Aufgabe 1" sollen drei wertgleiche Brüche bestimmt werden. Bei "Aufgabe 2" werden zwei unterschiedliche Brüche erzeugt, die dann so zu erweitern sind, dass sie den gleichen Nenner besitzen. Hier wird bereits propädeutisch das Addieren und Subtrahieren von Brüchen eingeleitet. Schließlich sollen die Schülerinnen und Schüler bei "Aufgabe 3" ihre Kenntnisse auf einen Sachverhalt anwenden, in dem sie eine Perlenkette mit farbigen Perlen erzeugen. Lehrerrolle Da die Kontrolle der Lösungen digital durch den Computer stattfindet, kann die Lehrkraft eine beobachtende Rolle einnehmen. Sollten bei der Bearbeitung der Aufgaben schwächere Schülerinnen oder Schüler auf Schwierigkeiten stoßen, kann die Lehrkraft diese individuell betreuen und unterstützen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten selbstständig die Regel für das Erweitern von Brüchen. können die Regeln für das Erweitern von Brüchen verbal beschreiben. wenden ihre erworbenen Kenntnisse auf unterschiedliche Aufgaben an. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erfassen und interpretieren Inhalte aus digitalen Informationsquellen. nutzen Medieninhalte und formulieren daraus eigene Hypothesen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler stärken während der Paararbeit ihre Kommunikations- und Teamfähigkeit. können ihr Wissen im Austausch mit anderen auf erweiterte Fragestellungen anwenden.

  • Mathematik / Rechnen & Logik
  • Sekundarstufe I

Alt sein - jung sein

Unterrichtseinheit

Jugendliche leben in einer Welt, die geprägt ist von Verhaltensweisen und dresscodes, den Helden von Fernsehserien und Videospielen, die Erwachsene gar nicht kennen. In einer Zeit der viel diskutierten Auflösung familiärer Strukturen erleben Jugendliche ältere Menschen, obwohl demographisch stark präsent, nur aus der Distanz. Beide Gruppen sind meist wenig aneinander interessiert. Die Folge: Gegenseitige Vorurteile entstehen und verfestigen sich. Aus diesen Überlegungen heraus scheint das Thema "Alt sein - jung sein" im Ethikunterricht sinnvoll. Im Folgenden wird eine Unterrichtsreihe vorgeschlagen, die das Thema mit einem multimedialen Zugang, der Computer und Internet einschließt, für die Erprobungsstufe der Sekundarstufe 1 oder das 4. Schuljahr der Primarstufe aufarbeitet. Einstieg Als Einstieg in die Reihe könnte ein Unterrichtsgespräch in Form eines Brainstorming über das eigene Alter der Schülerinnen und Schüler dienen, im Idealfall kann dazu der Geburtstag eines Kindes aus der Gruppe als Anlass genutzt werden. Aus der Frage nach dem Alter der LehrerInnen der Schule, der Schuleitung oder anderer bekannter Erwachsener (Prominmenter) ergibt sich, wie weit die Schätzungen der Kinder auseinander gehen. Erarbeitung am Computer In einer weiteren Phase könnten die Kinder dann mit dem Arbeitsmaterial 1 (PowerPoint) in Partnerarbeit am Computer arbeiten. Als HA würde sich eine Befragung in der Familie und im Bekanntenkreis anbieten, in der die Kinder eine bestimmte Anzahl von Personen nach ihrem Alter erkundigen und sie fragen, ob sie lieber älter oder jünger sein möchten. Diskussion An das Ergebnis (wahrscheinlich: "Kinder möchten gerne älter sein, Erwachsene gerne jünger als sie sind.") könnte sich dann eine Diskussion anschließen, in welcher besprochen wird, was Kinder im Vergleich zu Erwachsenen noch nicht dürfen: Auto fahren, Disco, wählen, Alkohol trinken, aber: Erwachsene sind strafmündig, müssen Geld verdienen, haben keine Zeit zum Spielen ... Hierzu passt das Arbeitsblatt 1 für eine Stillarbeit. Internet-Partnerarbeit Es könnte sich dann eine Internet-Partnerarbeit anschließen: Mithilfe einer Reihe von Fotos imaginieren die Schülerinnen und Schüler Lebenssituationen und Lebensläufe und verfassen jeweils einen kleinen Text. Dies kann, auch als motorische Lockerung, mit einem kleinen Würfelspiel vertieft werden. Der Aspekt der Älteren als Zeugen einer anderen Zeit wird anschließend mit Internet-Texten erarbeitet. Das Thema erfährt eine Abrundung durch einen Lesetext. Arbeitsmaterial Arbeitsaufträge Eine Übersicht über das Arbeitsmaterial bekommen Sie hier. Die Schülerinnen und Schüler sollen Vorurteile gegenüber älteren Menschen abbauen. das Alter von Personen einschätzen lernen. das eigene Lebensalter in einen größeren zeitlichen Lauf einordnen können und als eine (vorübergehende) Phase auf einem langen Lebensweg erkennen. erfahren, dass bestimmte physische und mentale Fähigkeiten und Fertigkeiten im Kleinkindalter noch nicht entwickelt, andere im Alter nicht mehr gegeben sind und diese Tatsache als altersbedingtes Phänomen anerkennen. sich nach bestimmten Vorgaben in die Rolle anderer Personen versetzen und dazu kleine Texte verfassen. den Computer als Arbeitsmittel und nicht nur als Spielgerät nutzen lernen. indem sie relevante Informationen aus dem komplexen Angebot einer Internetseite gewinnen das Internet als Recherchemittel kennen lernen. den Inhalt von Texten erfassen und zu eigenen Beiträgen verwerten. Beide Gruppen sind meist wenig aneinander interessiert. Die Folge: Gegenseitige Vorurteile entstehen und verfestigen sich. Aus diesen Überlegungen heraus scheint das Thema "Alt sein - jung sein" im Ethikunterricht sinnvoll. Im Folgenden wird eine Unterrichtsreihe vorgeschlagen, die das Thema mit einem multimedialen Zugang, der Computer und Internet einschließt, für die Erprobungsstufe der Sekundarstufe 1 oder das 4. Schuljahr der Primarstufe aufarbeitet. Tipps und weiterführende Medien Als weiteres Element könnte sehr gut der Film "Das vergessene Leben" (mit Inge Meysel), der in regelmäßigen Abständen von den öffentlich-rechtlichen Sendern ausgestrahlt wird, in die Reihe integriert werden. Der Film ist problematisierend und dennoch komödienhaft und für nahezu alle Alterstufen geeignet. Das Thema könnte auch mit einer längeren Lektüre fortgeführt werden, etwa mit dem Gesamttext von Peter Härtling (Arbeitsblatt 5) oder Erich Kästners "Als ich ein kleiner Junge war". Einen Hinweis zu weiteren Kinder- und Jugendbüchern zum Thema finden Sie in der Linkliste. In einer Tabelle stellen die Schülerinnen und Schüler gegenüber, was kleine Kinder noch nicht können und nicht dürfen - im Vergleich dazu, was alte Menschen nicht mehr können. Gebt oben in das Feld für die Internet-Adresse ein: http://www.truephotos.de/Welcome_de.html Achtet darauf, genau abzuschreiben! Sucht euch dann gemeinsam zwei Personen aus und überlegt, was diese Personen beruflich tun, ob sie ein Familie haben, was sie in ihrer Freizeit tun und so weiter. Ihr könnt den Personen auch einen Namen geben. Vorsicht: Eure Ideen müssen zum Alter der Leute passen! Nun einigt ihr euch auf eine der beiden Personen und jeder von euch schreibt einen kleinen Text zu der Person ins Heft: Text A : Beschreibe ihr/sein Leben Text B : Beschreibe ihr/sein Leben in 10 Jahren Die Lernenden basteln einen Würfel mit kurzen fiktiven biografischen Angaben auf jeder Würfelseite. Hierzu denken sie sich in den einzelnen Spielzügen Lebensumstände und typische Sätze, die die Person sagen könnte, aus. Die Schülerinnen und Schüler lesen verschiedene Texte (Erinnerungen älterer Menschen mit Titel wie "Der Zug der Schulzeit", "Drei Äpfel und eine Jauchegrube") die sie im Internet unter der Adresse www.generationenprojekt.de recherchiert haben, notieren sich einige Stichworte dazu und versuchen dann, der Klasse zu erzählen. Text von Peter Härtling, der den Aspekt der Älteren als Zeugen einer anderen Zeit abrunden soll.

  • Religion / Ethik
  • Sekundarstufe I

Rhetorische Figuren: Stilmittel im Unterricht

Unterrichtseinheit / Interaktives
14,99 €

In dieser Unterrichtseinheit zum Thema "Rhetorische Figuren" werden anhand mediengestützter und kreativer Aufgabenstellungen Stilmittel zum einen definiert und interpretiert, zum anderen selbst verfasst und in ihrer Wirkung reflektiert. Stilmittel werden zur Analyse und Interpretation aller Textsorten der drei literarischen Gattungen Epik, Lyrik und Drama benötigt. Bereits im Deutsch-Unterricht der Grundschule und der ersten beiden Jahre der weiterführenden Schulen werden grundlegende rhetorische Mittel wie die Metapher und die Personifikation, die Anapher und die Alliteration oder die Metren und Reimschemata besprochen. In der Mittel- und Oberstufe gibt es dann in der Regel eine systematische und umfassende Behandlung aller Stilmittel, häufig fachübergreifend zum Fremdsprachen-Unterricht ( stylistic devices and figurative language ), vornehmlich zum Latein-Unterricht. Besondere Schwierigkeit bereitet Schülerinnen und Schülerin dabei meist weniger die Definition der einzelnen Fachbegriffe, sondern ihre Zuordnung zu literarischen Zitaten, also das Erkennen dieser in Texten, und vor allem die Erläuterung ihrer Wirkung als Interpretation. Der vorliegende Unterrichtsvorschlag fängt diese Problematik durch mediengestützte und kreative Aufgabenstellungen auf, in denen Stilmittel sowohl definiert und interpretiert als auch selbst verfasst und in ihrer Wirkung reflektiert werden. Als Abschluss folgt eine Übung zum Nachweis der gängigen Metren und Reimschemata. Vertiefend zu dieser Unterrichtseinheit stehen interaktive Übungen bereit: Rhetorische Mittel zur Textanalyse interaktiv erarbeiten und wiederholen Vorkenntnisse Schülerinnen und Schüler der Mittel- und Oberstufe besitzen in der Regel bereits ein Vorwissen über rhetorische Figuren, Metren und Reimschemata, die sie zunächst anhand der Stilmittel zum Einstieg in die vorliegende Unterrichtsreihe in einem Brainstorming noch einmal zusammentragen sollen. Mithilfe einer selbst erstellten Tafelanschrift oder digitalen Präsentation kann die Lehrkraft so auch den Kenntnisstand der Lernenden evaluieren und mithilfe eines weiterführenden Arbeitsblattes (siehe Downloads, Arbeitsblatt 01) auf den gleichen Stand bringen. Bisher unbekannte Stilmittel können dabei neu definiert und durch selbst recherchierte Beispiele aus diversen Fachlexika oder mithilfe einer passenden Internetrecherche, siehe gegebenenfalls die Linkliste dieser Publikation, vervollständigt werden. Figuren und ihre Wirkung Die Belege könnten anschließend im Plenum ausgetauscht oder in einem gemeinsamen digitalen Dokument (im schulinternen Intranet) ergänzt werden. Möglich wäre auch, als Hausaufgabe nach dieser einführenden Unterrichtsstunde, die idealerweise eine Doppelstunde darstellt, eine Systematisierung der Stilmitteln nach den klassischen Bereichen der Klang-, Wort-, Satz- und Gedankenfiguren vorzunehmen. Diese Ordnung dient jedoch weniger der Unterweisung in die klassische Rhetorik, als der Vertiefung der Beschäftigung mit der Wirkung der Figuren, die in den nachfolgenden Unterrichtsstunden genauer untersucht werden soll. Hierbei könnte man mithilfe von Arbeitsblatt 03 die Wirkung der Stilmittel passenden Belegen zuordnen lassen, ehe man die Lernenden weiterführend nach eigenen Beispielen zur Formulierung von rhetorischen Figuren animiert. Die besten Ergebnisse zeigten sich hier bei der praktischen Erprobung der Unterrichtssequenz in der Gruppenarbeit der Jugendlichen, die sich durch wechselseitige Assoziationen als wahre Dichter-Talente erwiesen (siehe Beispiele Dokumente 04 und 06). Das gemeinsame Oberthema, unter dem alle gefundenen Formulierungen später als Materialsammlung dem gesamten Kurs zur Verfügung gestellt werden sollten (zum Beispiel durch Hochladen im Moodle-Kurs oder im Intranet), sollte dabei aus der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler stammen – vorgeschlagen wird "Meine Klasse". Methodenreflexion An irgendeiner Stelle der bisher durchgeführten Unterrichtssequenz könnte es dabei zu einer kurzen Methodenreflexion im Sinne eines Unterrichtsgespräches darüber kommen, inwieweit in Formulierungen häufig auch mehr als nur ein Stilmittel enthalten ist. Als vertiefende Übung oder Hausaufgabe könnten die Jugendlichen dies so am Beispiel von Arbeitsblatt 03 (mögliche Lösung siehe Downloads) erkennen. Kreative Weiterarbeit und Textrevision In den nächsten beiden Unterrichtsstunden sollen die Lernenden sodann weiter kreativ mit den selbst erstellten Stilmitteln arbeiten und wahlweise eine Kurznachricht, eine Werbeanzeige oder einen Kommentar verfassen. Hinzu kommt die eigene Analyse des selbst verfassten Textes, der im Sinne eines vollständigen Schreibprozesses anschließend zur Textrevision beider Produkte anregen soll. Hierzu mag der Lehrkraft oder lernschwächeren Schülerinnen und Schülern das originale Schülerbeispiel in Dokument 05 dienen. Die Unterrichtsreihe schließt mit einer Übung zur lyrischen Form. Anhand eines ersten Beispiels könnten im Plenum, nach einer erneuten Sammlung bereits bekannter Reimschemata und Metren, hier die Merkmale zur Bestimmung der Form erarbeitet und anschließend in Einzelarbeit gefestigt werden. Die Lösungen können zur Selbstkontrolle herbeigezogen werden und sollten auch im Plenum über eine analoge oder digitale Präsentationsfläche visualisiert werden, da sich viele Schülerinnen und Schüler schwer damit tun, betonte von unbetonten Silben zu unterscheiden. Zur Vertiefung könnten analoge Aufgaben in Gruppenarbeit erstellt und untereinander ausgetauscht beziehungsweise ausgedruckt werden. Da die Arbeit hier gemeinsam erfolgt, dürfte am Ende eine exemplarische Besprechung der Ergebnisse im Plenum genügen, der sich jedoch ebenfalls eine Diskussion über die Wirkung der Merkmale anschließen sollte. Die Schülerinnen und Schüler lernen wichtige rhetorische Mittel kennen, indem sie sie systematisch anhand von Beispielen definieren und in ihrer Wirkung interpretieren. ordnen Stilmitteln mögliche Wirkungsmöglichkeiten zu. üben den Nachweis rhetorischer Stilmittel in literarischen Zitaten. vertiefen ihr Wissen um die Formulierung diverser Stilmitteln, indem sie selbst zu einem gemeinsamen Thema rhetorische Figuren konstruieren. wählen gelungene Formulierungen mit verschiedenen Stilmitteln aus und verfassen mit diesen Gedichte oder Werbetexte. reflektieren ihre kreative Arbeit, indem sie ihre eigenen Texte analysieren und in der Wirkung der Stilmittel interpretieren.

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Feindliche Übernahme: das Haifischbecken Marktwirtschaft

Unterrichtseinheit

In der Unterrichtseinheit zum Thema "feindliche Übernahme" setzen sich die Lernenden anhand einer Fallstudie vielschichtig, differenziert und reflektiert mit der Problematik des "Haifischbeckens Marktwirtschaft" auseinander. Hierfür stehen zahlreiche methodisch abwechslungsreiche Lernszenarien zur Verfügung.Die feindliche Übernahme bezeichnet die Handlung eines Investors, ein Unternehmen zu kaufen, ohne das Management, also den Vorstand des "angegriffenen" Unternehmens, um Zustimmung zu bitten. Das Management versucht in der Regel, die Übernahme zu verhindern, da es nach dem Eigentümerwechsel oft nicht mehr gebraucht wird. Die feindliche Übernahme unterscheidet sich von der freundlichen Übernahme nur durch das ablehnende Verhalten des Managements des "angegriffenen" Unternehmens gegenüber dem Investor beziehungsweise dem "angreifenden Unternehmen". Eine freundliche Übernahme läuft hingegen mit Zustimmung des Übernahmekandidatens ab. Intention Die Lernenden sollen sich im Verlauf mehrerer Lernrunden anhand einer praxisnahen Fallstudie mit der vielschichtigen Problematik des Themas "feindliche Übernahme" auseinandersetzen. Das Thema ist emotional besetzt und wird in der Öffentlichkeit immer wieder diskutiert. Die Unterrichtseinheit lässt die Schülerinnen und Schüler in neun Lernrunden nicht nur die scheinbar komplexe Situation entschlüsseln, sie konfrontiert die Lernenden auch mit den unterschiedlichen Perspektiven und Interessenslagen der Beteiligten und den gesellschaftlichen und politischen Folgen der fortwährenden Unternehmenskonzentration. Eigenverantwortliches Arbeiten und Methodenvielfalt Die neun Lernrunden sind variantenreich gestaltet. Sie reichen von Internetrecherchen über Excel-Berechnungen bis hin zu einer Stadtratsdiskussion. Ablauf der Unterrichtseinheit Ablauf der Unterrichtseinheit "Feindliche Übernahme" Hier wird der Verlauf der Unterrichtseinheit "Feindliche Übernahme: das Haifischbecken Marktwirtschaft" mit Hinweisen auf die Arbeitsmaterialien Schritt für Schritt erläutert. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit dem komplexen Phänomen einer "feindlichen" Übernahme auseinander und analysieren die Interessenlagen und Handlungsspielräume der Beteiligten. reflektieren die Auslöser und Folgen von Unternehmenskonzentration. bewerten die gesellschaftlichen Konsequenzen der Unternehmenskonzentration auf dem Wohnungsmarkt. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler führen eine qualifizierte Internetrecherche durch. hinterfragen, interpretieren und verstehen gefundene Internetquellen. berechnen mithilfe einer Tabellenkalkulation die Prämie von Übernahmeangeboten und die Dividendenrentabilität von Aktien. wählen geeignete mediale Präsentationsformen aus und nutzen sie für ihre Ergebnispräsentationen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten in Arbeitsgruppen ziel-, ergebnis- und teamorientiert zusammen. bereiten eigene Arbeitsergebnisse adressatengerecht auf. untersuchen komplexe ökonomisch-soziale Verursachungszusammenhänge und entschlüsseln diese nach Interessenlagen. entwickeln gesellschaftliche Werthaltungen in einer grundlegenden Frage der Daseinsvorsorge. Die Schülerinnen und Schüler werden mit der folgenden Fallstudie konfrontiert: Deutschlands größter Immobilienkonzern Nice Living möchte den zweitgrößten Immobilienanbieter Günstig Wohnen übernehmen. Günstig Wohnen wehrt sich gegen die "feindliche Übernahme" und will sich auf keinen Fall schlucken lassen. Der Marktführer Nice Living möchte jedoch die Günstig Wohnen AG übernehmen und hat hierzu ein Übernahmeangebot veröffentlicht. Es beinhaltet einen Aktientausch von Günstig Wohnen-Aktien in Nice Living-Aktien im Verhältnis von 12:9 und zusätzlich 74 Euro in bar. Basierend auf dieser Ausgangssituation werden die folgenden Lernrunden durchgeführt. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich in Vierergruppen zusammen und recherchieren zu den beiden Unternehmen Nice Living und Günstig Wohnen. In Lernrunde 2 vollziehen die Schülerinnen und Schüler einen Perspektivwechsel: Sie betrachten die Seite der Unternehmen und versetzen sie sich in die Lage eines Eigentümers von zwölf Günstig Wohnen-Aktien. In dieser Rolle überlegen sie, ob sich für sie der Umtausch der Aktien in Nice Living-Aktien zuzüglich Barausgleich rein rechnerisch lohnen würde. Die Lernenden belegen den Gewinn oder Verlust durch das Umtauschangebot durch eine übersichtliche Excel-Darstellung. Die Schülerinnen und Schüler errechnen und vergleichen die Dividendenrentabilität der Nice Living-Aktien und der Günstig Wohnen-Aktien mithilfe einer übersichtlichen Excel-Darstellung. In Lernrunde 4 vollziehen die Schülerinnen und Schüler erneut einen Perspektivwechsel. In Fünfergruppen versetzen sie sich in die fiktive Lage von Günstig Wohnen-Aktionären. In dieser Rolle überlegen sie, welche Vor- und Nachteile die Annahme des Übernahmeangebots hat. Anschließend diskutieren sie die Argumente in der Klasse und stimmen am Ende über Annahme oder Ablehnung ab. In der fünften Lernrunde setzen sich die Schülerinnen und Schüler in Vierergruppen mit dem Thema der "feindlichen Übernahme" auseinander und beantworten dazu verschiedene Fragen. Dabei können sie das Internet zur Recherche heranziehen. Die Jugendlichen setzen sich in Vierergruppen zusammen und überlegen sich Antworten auf die Frage, warum sich Unternehmen in der Marktwirtschaft immer wieder gegenseitig aufkaufen. Anschließend werden die Lösungen der Arbeitsgruppen im Rahmen einer Vernissage (Rundgang) vorgetragen und diskutiert. In Lernrunde 7 führen die Schülerinnen und Schüler ein Rollenspiel durch. Sie versetzen sich in die Situation der beteiligten Akteure und beantworten verschiedene Fragen, zum Beispiel "Wie sind ihre Interessen?", "Welche Handlungsmöglichkeiten haben sie?", "Wie werden sie sich vermutlich entscheiden?". Die Schülerinnen und Schüler werden einer Interessengruppe zugelost. Ihre Gruppe muss überlegen und letztlich entscheiden, was sie erreichen möchte und was sie in Bezug auf das Übernahmeangebot konkret tun wird. Nach einer 20-minütigen Beratungszeit tragen die Interessengruppen ihre Ergebnisse vor. Diese sollen von den Gruppen auf einer Pinnwand visualisiert werden. Die Schülerinnen und Schüler simulieren eine Stadtratssitzung. Sie lesen verschiedene Zeitungstexte und nehmen als Mitglied des Frankfurter Stadtrates an der entscheidenden Stadtratssitzung teil, in der über die Privatisierung entschieden werden soll. Drei Lernende werden von der Lehrkraft als Diskussionsleiter und Protokollant bestimmt. Am Ende der Unterrichtsstunde wird über das Vorhaben der Stadt abgestimmt. Das Ergebnis wird an der Tafel fixiert. Die Protokollantinnen und Protokollanten schreiben das Abstimmungsergebnis und die wichtigsten Argumente auf eine Wandzeitung oder Pinnwand. In der abschließenden neunten Lernrunde recherchieren die Schülerinnen und Schüler im Internet 20 Minuten lang zu einigen großen feindlichen Übernahmeversuchen in Deutschland in den letzten Jahrzehnten und beantworten dazu unter anderem folgende Fragen: "Welche Übernahmeversuche gab es?", "Wie wehrten sich die Vorstände der angegriffenen Gesellschaften?", "Waren die Übernahmeversuche letztlich erfolgreich oder nicht?". Die Lernenden erstellen anhand ihrer Recherchen eine kommentierte Linkliste. Die Recherche-Ergebnisse werden im Anschluss reihum vorgestellt.

  • Wirtschaft
  • Berufliche Bildung, Sekundarstufe II

Das Dosenpfand – Was lange währt, ist noch nicht gut ...

Unterrichtseinheit

Zum 1. Januar 2003 wurde es eingeführt, und seit Oktober ist die Übergangsfrist vorbei: Bundesweit gilt nun das Dosenpfand. Während die Proteste von Handel und Industrie keinen Erfolg hatten, nimmt jetzt die EU-Kommission das Pfandsystem unter die Lupe. Dieser Artikel zieht eine vorläufige Bilanz.Die politische Diskussion um das Dosenpfand und seine Folgen betrifft Jugendliche ganz direkt: Sie sind es, die am Kiosk oder an der Tankstelle in der Nähe der Schule die meisten Getränkedosen kaufen. In einer Diskussion um das neue Pfandsystem können sie daher auch über ihr eigenes Kaufverhalten berichten.Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die das Pfandsystem für Einweg-Getränkeverpackungen. erkennen umweltpolitisches Pro und wirtschaftspolitisches Contra der Pfandproblematik. vergleichen und beurteilen die verschiedenen Argumentationen. erarbeiten Alternativen, die den verschiedenen Bedürfnissen gerecht werden. recherchieren im Internet Fakten. lernen den kritischen Umgang mit Foren im Internet. Die Grundidee: Erziehung zum Umweltschutz Die Idee zum Dosenpfand kam schon Anfang der neunziger Jahre dem damaligen Umweltminister Klaus Töpfer (CDU). Sobald der Anteil von Einwegverpackungen zu stark anwüchse, sollte für diese ein Pfandsystem eingeführt werden, um die Umwelt zu entlasten - so seine Überlegungen. In den letzten zehn Jahren verdreifachte sich die Menge an Getränkedosen und Einwegflaschen. Ende der neunziger Jahre sank der Anteil der Mehrwegverpackungen bei Getränken dann unter 72 Prozent. Damit war die in der Verpackungsverordnung festgelegte Quote unterschritten, so dass dem neuen Umweltminister Jürgen Trittin (Bündnis 90/Die Grünen) nichts anderes übrig blieb, als das Pfand auf Dosen und Einwegverpackungen einzuführen. Chaos bei der Einführung des Dosenpfands Das Chaos bei der Einführung des Dosenpfands im Januar 2003 wurde von den großen Handelskonzernen verursacht. Bis zur letzten Minute versuchten sie damals, das ihnen unliebsame Dosenpfand per Gerichtsverfahren zu verhindern - und hofften vergeblich auf ein Urteil zu ihren Gunsten. Bis Ende Dezember 2002 klagten die Gegner gegen die Pläne des Umweltministers. Und während sie offiziell schon über die Umsetzung verhandelten, strengten sie hinter seinem Rücken noch ein weiteres Eilverfahren gegen das Pfand an. Dabei waren die Pfandgegner zu siegessicher: Als sie wider Erwarten auch den letzten Prozess verloren, war der Handel völlig unvorbereitet auf die neue Regelung. Er hatte nichts unternommen, um eine bundesweit einheitliche Regelung zu finden (wie im Falle der Mehrwegverpackungen). So mussten die verschiedenen Ketten des Einzelhandels selbst sehen, wie sie mit dem Pfand umgehen. Unterschiedliche Strategien Einige Discounter haben die letzten Dosen noch vor dem Jahreswechsel 2002/2003 zu Schleuderpreisen verkauft, um überhaupt keine pfandpflichtigen Produkte mehr im Laden zu haben. Andere Supermärkte führten spezielle Pfandmarken ein, die die Kundinnen und Kunden zur Rückgabe einer Dose oder Kunststoffflasche berechtigen. Wenn die Kunden ihre Dosen dagegen anderswo entsorgen, ist das dem Handel allerdings umso lieber. Denn er muss die gesammelten Dosen aufbewahren und abtransportieren lassen. Was für Supermärkte in der Regel kein Problem ist, bringt Kioskbesitzer schnell in Platznot, wenn sie auf engem Raum auch noch die zurückgegebenen Behälter sammeln müssen. Verwirrende Regelungen Leider verwirrt die Dosenpfand-Regelung die Konsumentinnen und Konsumenten: Während eine Coladose mit 25 Cent Pfand belegt ist, ist eine Dose mit Milchkaffeemix pfandfrei. Die Pfandregelung unterscheidet nämlich zwischen pfandpflichtigen Getränken mit Kohlensäure und bislang pfandfreien "stillen" Getränken. Rücknahme ist Pflicht Ab Oktober 2003 gilt ein bundesweit einheitliches Rücknahmesystem. Flaschen und Dosen werden jetzt mit fälschungssicheren Aufdrucken versehen, so dass die in Deutschland gekauften Dosen und Flaschen in Läden und an speziellen Sammelstellen zurückgegeben werden können. Seit Oktober 2003 muss jeder Laden jede Art von Getränkeverpackung zurücknehmen, die er im Sortiment hat. Dabei ist es egal, wo der Verbraucher das Getränk gekauft hat. Das klingt einfach, doch immer noch gibt es eine Vielzahl von Regelungen. Unterschiedliche Rücknahme-Modelle Zahlreiche Händler haben zunächst ihr Sortiment stark reduziert und führen nun hauptsächlich Getränke in Mehrwegverpackungen. So umgehen sie die lästige Rücknahmepflicht. Andere Händler - darunter auch kleinere Läden, die von der allgemeinen Rücknahmepflicht befreit sind - geben weiterhin Bons aus und nehmen nur gegen Vorlage solcher Bons leere Verpackungen zurück. Die großen Discount-Ketten haben so genannte Insellösungen gefunden: Sie verkaufen nur eigens produzierte Getränke in speziell geformten Flaschen. Deshalb müssen sie auch nur solche Flaschen zurücknehmen. Bedenken der EU-Kommission Ende Oktober 2003 ließ eine Meldung aus Brüssel die Beteiligten am Einwegpfand-Theater aufhorchen: Nun untersucht die Europäische Kommission die deutsche Regelung. Einige ausländische Hersteller hatten sich beschwert, weil sie sich benachteiligt fühlten: Da sie hauptsächlich Einwegverpackungen produzieren (etwa französisches Mineralwasser), würden die Händler ihre Produkte nun nicht mehr führen wollen. Nun ist abzuwarten, was die Europäische Kommission vom deutschen Einwegpfand hält und ob sie den Umweltminister möglicherweise zu Änderungen zwingen kann. Beispiele aus dem Ausland Dass Getränkedosen und andere Einwegverpackungen nicht einfach verboten werden können, zeigt das Beispiel aus Dänemark. Dort hatte die Regierung es völlig untersagt, Getränkedosen aus Aluminium zu verkaufen. Doch die Europäische Union stellte fest, dass ein solches Verbot nicht mit dem EU-Recht vereinbar war. Mit der Wiedereinführung der Dosen führte die Regierung ein Pflichtpfand von etwa 20 Cent ein - was Industrie und Handel ohne größere Probleme akzeptierten. Auch in Schweden gibt es keine Probleme mit dem Pfand: Seit knapp zwanzig Jahren bringen die Schweden Getränkedosen und Einwegflaschen zurück in den Supermarkt. Dort stehen spezielle Automaten, die alle Arten von Dosen annehmen. Das System wirkt: Fast 90 Prozent der schwedischen Getränkedosen finden ihren Weg zurück in den Laden. Mehr Umweltschutz Die Umweltverbände applaudierten bei der Einführung der Pfandregelung: Sie hoffen, dass durch diese Pfandeinführung die Mehrwegquote wieder steigt. Die ersten Statistiken scheinen den Verbänden Recht zu geben. Außerdem sollte die Natur vom Pfand profitieren. Die Hoffnung: Niemand wird eine Dose in die Landschaft werfen, wenn er dafür im nächsten Laden Pfand zurückerhält. Mehraufwand im Handel Der Handel sah vor allem steigende Kosten auf sich zukommen. Das neue System zwinge die Firmen, Automaten zur Rücknahme aufzustellen oder mehr Personal einzustellen. Manche Supermärkte boten bislang ausschließlich Einwegverpackungen an, weil Mehrwegflaschen einen höheren Personalaufwand und größeren Platzbedarf für sie bedeuteten. Diese Firmen fürchteten außerdem Verluste, weil ihre Kundinnen und Kunden das Pfand als Preiserhöhung ansehen könnten. Unterschiedliche Haltungen in der Wirtschaft Natürlich fürchteten die Dosenproduzenten um ihre Aufträge. Sie rechneten damit, dass die Menschen weniger Dosen kaufen würden, und drohten mit Massenentlassungen. Auch die großen Getränkehersteller protestierten gegen das Pfand, weil sie große Einbußen fürchteten. Die kleinen und mittleren Brauereien begrüßten das Pfand dagegen, weil sie schon lange auf Mehrwegsysteme setzen. Wende zu mehr Mehrweg Elf Monate nach Einführung des Pfands hat sich das Bild in Deutschlands Supermärkten grundlegend gewandelt. Der Anteil von Mehrwegverpackungen ist im ersten Halbjahr 2003 wieder auf 59 Prozent gestiegen, ein Plus von etwa neun Prozent. Der Grund: Viele Supermärkte nahmen Einwegverpackungen ganz aus dem Sortiment. Seit Ende der Übergangsfrist im Oktober können sich die Supermärkte nicht mehr auf die Regelung berufen, nur solche Produkte zurückzunehmen, die auch im eigenen Laden gekauft wurden. Getränkedosen sind daher fast völlig aus den Regalen verschwunden. Insbesondere Bierdosen sind kaum noch zu finden: Ihr Anteil fiel von knapp 25 Prozent auf nur noch sechs Prozent. Allerdings ist das keineswegs ein Sieg des Mehrweg-Systems. Von der Alu-Dose zur PET-Flasche? Nach einer Phase des Abwartens steigen die Brauereien in Absprache mit den Discount-Ketten nun auf Einweg-Plastikflaschen um. Die müssen die Märkte zwar auch zurücknehmen, doch ist die Entsorgung von Plastikflaschen offenbar einfacher als die von Dosen. Ein besonderer Vorteil: Jeder Supermarkt oder jeder Getränkehersteller kann die Flaschen nach seinen Vorstellungen formen. So können die Flaschen bei der Rückgabe klar einem Hersteller zugeordnet werden. Auch wenn die deutschen Biertrinker anfangs noch skeptisch auf den Gerstensaft aus Kunststoffflaschen reagieren, rechnen Verpackungshersteller und Brauer fest damit, dass die so genannte PET-Flasche den Platz der Blechdose einnimmt. Pfandpflicht ungewiss Das Schicksal der Pfandpflicht in Deutschland bleibt weiterhin ungewiss. Nachdem die große Mehrheit der Deutschen anfangs überzeugt war, dass ein Pfand auf Einwegverpackungen sinnvoll sei, ist die Akzeptanz nach dem Chaos in den letzten Monaten deutlich gesunken. Das ist sicherlich ein Sieg von Industrie und Handel, die mit einer groß angelegten Kampagne Stimmung gegen das Einwegpfand machen und immer noch nicht die Hoffnung aufgegeben haben, die Pfandpflicht zu kippen. Einstieg über Bilder Eine kleine Rechercheübung zum Einstieg: Über die Bildersuche bei Google können Fotos und Werbegrafiken gesucht werden, die eine Getränkedose zeigen. Diese haben eine positive oder negative Aussage bezüglich der Existenz von Metalldosen und untermalen so die folgende Diskussion grafisch: Die Bilder werden mit dem Beamer an die Wand geworfen oder in die zu erstellenden Website eingebettet. Recherche der Hintergründe Die Problematik der Getränkedose als Umweltsünde beleuchtet der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland . Hier können Ihre SchülerInnen Argumente für die Einführung des Pflichtpfandes sammeln. Contra-Argumente liefert die Website verbaende.com . Diskussion im Klassen-Forum Auf der Basis der erstellten Argumente-Listen kann nun eine Diskussion durchgeführt werden - am liebsten natürlich über ein Forum. In einem speziell für diese Diskussion in der Klasse eingerichteten Forum bei lo-net können Pro und Contra diskutiert werden. Arbeit mit authentischen Online-Foren Ausgewählte Beiträge können in die einschlägigen Gesprächsforen im Internet (vgl. Linkliste Dosenpfand ) gepostet werden. Eine Gruppe von SchülerInnen bekommt die Aufgabe, eventuelle Antworten und weitere Postings zu verfolgen und darüber im Unterricht zu berichten. Ergebnissicherung Die Ergebnisse der Diskussion sollten festgehalten werden. Dafür eignet sich eine Website. Diese Ergebnisse können dann mit den Aussagen der TeilnehmerInnen an anderen Foren im Internet (etwa bei politik-digital.de ) verglichen werden.

  • Politik / WiSo / SoWi / Wirtschaft
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Staat und Medien: Meinungsvielfalt bis Propaganda

Unterrichtseinheit

Die Schülerinnen und Schüler entwerfen in dieser Unterrichtseinheit eine Podcast-Collage, in der sie schlaglichtartig Beispiele zur Pressefreiheit, Zensur und Propaganda in einem historischen Längsschnitt von der Kaiserzeit bis zum Internetzeitalter hörbar machen. Patriotische Heldenverklärung in den Weltkriegen, parteigelenktes Staatsfernsehen der DDR, Hollywoodfilme unter der Regie des Pentagon und globale Meinungskriege im Internetzeitalter: Das Verhältnis von Staat und Medien ist ein wichtiges Indiz, an dem sich freiheitlich-demokratische und autoritäre Regime identifizieren lassen. Schon immer haben Herrschaftsinstitutionen in die Informationsverbreitung eingegriffen. Regierungen nutzen seit der Antike Medien, um die Bevölkerung intellektuell, weltanschaulich und emotional zu beeinflussen. Mit dem Aufkommen von Massenmedien im 19. Jahrhundert lässt sich beobachten, wie der Staat zunehmend systematisch und flächendeckend Informationen zu steuern versuchte: Der Wettkampf um die öffentliche Meinung verschärfte sich. Nun, da erstmals breite Bevölkerungsteile aus allen Schichten Medienkonsumenten wurden, entwickelte sich eine staatliche Medienpolitik, an der sich zentrale Werte, Normen und Herrschaftsstrategien der jeweiligen Regime sichtbar machen lassen. Verschiedene Perspektiven Die Schülerinnen und Schüler entwerfen in Gruppenarbeit eine Hörkollage, die viele unterschiedliche, frei gewählte Aspekte im Zusammenspiel von Staat und Medien wie ein Mosaik zusammensetzt. Aufgrund der breit angelegten Thematik geht es hierbei nicht um Vollständigkeit, sondern um schlaglichtartiges Verstehen der Problematik aus verschiedenen Perspektiven. Themenvorschläge Hintergrundinformationen und Themenvorschläge Neben Informationen zur Regulation der Medien durch den Staat finden Sie hier eine Liste mit Vorschlägen für die Betrachtung des Themas im historischen Längsschnitt. Ablauf Ablauf der Unterrichtseinheit "Der Staat und die Medien" Das Arbeitsergebnis dieser Unterrichtseinheit besteht aus einem Podcast mit einer interpretierenden, quellenkritischen Analyse des verwendeten Materials. Fachkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler kennen die Grundzüge der staatlichen Informationspolitik in unterschiedlichen historischen Epochen der Zeitgeschichte. erschließen den Zusammenhang zwischen Staatsform und Pressefreiheit. können aus Beispielen Methoden und Ziele staatlicher Propaganda nachvollziehen und sind dafür sensibilisiert, in Medien Methoden zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung zu erkennen. setzen sich mit der verfassungsrechtlichen Grundlage von Pressefreiheit beziehungsweise Meinungsvielfalt auseinander. werten Quellen kritisch aus, analysieren die Intention der Verfasser und stellen diese in einen historischen Kontext. Medienkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler nutzen Internetquellen, um relevantes Material zu suchen und recherchieren eigenständig weiterführende Informationen und Quellen. extrahieren aus einer umfangreichen Materialsammlung wesentliche, aussagekräftige Inhalte. entwerfen eine Dramaturgie für eine Hörkollage. erstellen einen Podcast. Sozialkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler sind in der Lage, in Gruppenarbeit Kriterien für eine Materialauswahl zu entwerfen. organisieren selbstständig die einzelnen Arbeitsabläufe. proben gemeinsam Sprechertexte und sprechen sie ein. Drei Formen staatlicher Regulationen Grundsätzlich kann man drei Formen von staatlichen Regulationen der Medien beobachten: Repressive Maßnahmen (Pressezensur, Unterdrückung der Meinungsvielfalt), Vereinnahmung der Medien (Propaganda beziehungsweise Übernahme der Informationshoheit durch den Staat) oder aber eine Schutzfunktion, bei der Exekutive und Judikative eine verfassungsrechtlich festgeschriebene Meinungsfreiheit garantieren und eine Ausgewogenheit oder Meinungsvielfalt in der Berichterstattung fördern. Regulationen im historischen Rückblick Im historischen Rückblick ergibt sich dabei eine klare Tendenz: Repressive Informationspolitik ist ein Kennzeichen autoritärer Regime, Meinungsvielfalt und Pressefreiheit hingegen Merkmale von Demokratien, die sich an den Grund- und Menschenrechten ausrichten. Die Existenz von staatlicher Propaganda als Instrumentalisierung der Medien für eigene politische Ziele ist hingegen unabhängig von der Staatsform, hier unterscheiden sich lediglich die Mittel und Strategien. Staatsform und Informationspolitik In einem historischen Längsschnitt wird der Zusammenhang zwischen Staatsform und Informationspolitik deutlich. Hierbei finden sich vielfältige Strategien: Repressionen und Zensur, starke Beeinflussung bis völlige Gleichschaltung der Presse, Meinungsvielfalt, propagandistische Eingriffe in die Informationsverbreitung oder aber starke Züge der Deregulierung. Anhand konkreter historischer Beispiele oder aktueller Mediendebatten können die Schülerinnen und Schüler einzelne Positionen, Intentionen und auch Methoden staatlicher Medienpolitik nachvollziehen. Deutsches Kaiserreich und erster Weltkrieg Die Geburtsstunde der modernen Kriegspropaganda Praxis Pressezensur trotz Pressefreiheit Themenbeispiele Heldenverehrung, Marneschlacht, Erzeugung von Feindbildern Leitmedien Zeitung, Maueranschläge, Feldpostkarte Weimarer Republik Der Kampf der politischen Ideen und Ideologien Praxis Pressefreiheit ohne Regulierung Themenbeispiele Satire, Wahlplakate, ideologische Polarisierung der Bevölkerung Leitmedien Zeitung, Flugblatt Drittes Reich Blut, Boden und Volksgemeinschaft Praxis Völlige Vereinnahmung ("Gleichschaltung") der Medien Themenbeispiele Massenaufmärsche, Reden, Erzeugung eines Gemeinschaftsgefühls, Ausschluss von Bevölkerungsgruppen Leitmedien Hörfunk, Film Deutsche Demokratische Republik Das gelenkte Staatsfernsehen Praxis Pressezensur Themenbeispiele Repressionen gegen Oppositionelle, "Bau-auf"-Ideologie, Aktuelle Stunde, Sicht auf den Westen Leitmedium TV Kalter Krieg Das Pentagon in Hollywood Praxis Pressefreiheit, aber staatliche Beeinflussung der Medien Themenbeispiele Belege für das Eingreifen staatlicher Institutionen in Kino-Produktionen (Walt Disney, "Top Gun", "Independence Day" et cetera) Leitmedium Film Europäische Union Auf der Suche nach einer europäischen Identität Praxis Pressefreiheit, jedoch institutionelle Regulierung Themenbeispiel Kann man einen Euro-Patriotismus lehren beziehungsweise propagieren? Wie erzeugt man ein EU-Gemeinschaftsgefühl? Welche Aufgaben haben hierbei die Medien? Leitmedien TV, Internet Internetzeitalter Erlaubt ist, was gefällt? Das Internet im Spannungsfeld von Zensur und Anarchie Praxis Deregulierung des Internets und gleichzeitige Überwachung Themenbeispiele Ist die Anarchie des Web 2.0 eine antidemokratische Bewegung? Wie kann man Rechtsstaatlichkeit (zum Beispiel Terrorbekämpfung, Maßnahmen gegen Kinderpornografie) und Datenschutz zusammenbringen? Leitmedium Internet In Anlehnung an " Das Echolot " von Walter Kempowski sammeln die Schülerinnen und Schüler Materialien zu ihrem Thema in Gruppenarbeit. Diese sind schwerpunktmäßig Quellenauszüge, die aber auch mit Kommentaren aus der Sekundärliteratur und/oder eigenen Anmerkungen zusammengestellt werden können. Die Lernenden kompilieren hierbei kurze Passagen, die sie als aussagekräftig bewerten und kombinieren ihre Fundstücke zu einer Gesamtschau, die sie als Hörmanuskript bearbeiten. Impulsfragen, Begriffsdefinition und Gruppenbildung Impulsfragen zu Beispielen von staatlicher Beeinflussung der Medien bieten einen Einstieg in die Thematik von Herrschaft, Pressefreiheit und Meinungsvielfalt. Die Schülerinnen und Schüler entwickeln hieraus Leitfragen für die folgende Gruppenarbeit. Zusätzlich gilt es, durch Definitionen die Begriffe "Zensur" und "Propaganda" voneinander abzugrenzen und erste Beispiele hierfür zu erörtern. Im Anschluss werden die Gruppen gebildet und die Aufgabenstellung besprochen. Hierbei können bereits die Arbeitsblätter 2 und 3 ausgegeben werden. Recherchearbeit und Materialsammlung Die Gruppen teilen sich ihre Recherchearbeit auf und informieren sich mithilfe der Linkliste auf Arbeitsblatt 2 über ihr Gruppenthema. Die Internetlinks in der Liste dienen hierbei nur für einen ersten Einblick. Die Schülerinnen und Schüler erhalten hierdurch Anregungen, mit weiteren Suchbegriffen zu konkreten historischen Beispielen eigenständig weiteres Material für ihren Podcast zu erschließen. Fundstücke, die ihnen hierbei besonders auffallen, oder die sie als Grundlage für den Podcast geeignet finden, werden in einer Quellenkartei auf Arbeitsblatt 3 gesammelt, in der sie jeden einzelnen Quellenausschnitt oder anderes Material dokumentieren. Die Gruppenmitglieder finden in dieser Unterrichtsphase wieder zusammen und besprechen die ersten Rechercheergebnisse. Aus der gemeinsamen Materialsammlung/Quellenkartei wählen sie den Stoff aus, der die Grundlage für ihren Podcast liefern soll. Sie besprechen hierbei auch Aufbau und Inhalte ihres Podcasts oder einigen sich darauf, die Quellendatei zu ergänzen. Manuskripterstellung In dieser Arbeitsphase erfolgt die Manuskripterstellung als Grundlage für den Podcast. Die Schülerinnen und Schüler stellen aus ihrer Materialsammlung eine Vorlage her, die später eingesprochen wird. Zusätzlich entwickeln sie Begleitmaterial, in dem sie ihre Überlegungen (Intention, Auswahl, Aussage) zum Konzept ihres Podcast beschreiben. Aufnahme der Audiosequenzen Die Schülerinnen und Schüler nehmen die Audiosequenzen für den Podcast auf. Sie können die Texte hierfür selbst einsprechen oder aber, falls vorhanden, vorliegendes Audio-Material verwenden. Mithilfe einer Schnittsoftware können sie ihren Podcast fertig stellen. Die Gruppen stellen ihre Podcasts/Hörkollagen vor und erklären das dahinterliegende Konzept ihres Werkes.

  • Geschichte / Früher & Heute / Politik / WiSo / SoWi
  • Sekundarstufe I, Primarstufe

Christoph Kolumbus – Entdecker der "Neuen Welt"

Kopiervorlage / Interaktives

In diesem Arbeitsmaterial zum Thema "Christoph Kolumbus" nehmen die Schülerinnen und Schüler das Leben des Christoph Kolumbus in den Blick, der als Entdecker der "Neuen Welt" gilt. Dieser glaubte, auf seiner Route westwärts über den Atlantik den Seeweg nach Indien gefunden zu haben. Die Lernenden erwarten spannende Aufgaben in einem interaktiven Booklet, interessante Internetrecherchen und Arbeitsblätter. Ob nun Wagemut und Abenteuerlust die Motive für seine Expeditionen waren oder Geldgier und Machthunger, das Ergebnis eines Irrtums fasziniert nicht nur Kinder. In der fächerübergreifenden interaktiven Lerneinheit werden das Leben des Entdeckers und seine Zeit von verschiedenen Seiten beleuchtet. Die Schülerinnen und Schüler recherchieren im Internet gezielt Arbeitsaufträge, bearbeiten Arbeitsblätter , für die die Internetrecherche als Informationsquelle dient, führen verschiedene interaktive Übungen durch und lösen als Abschluss ein interaktives Quiz am Computer, Tablet oder Smartphone. Das Herz der Unterrichtseinheit bildet dabei das interaktive Booklet "Christoph Kolumbus – Entdecker der Neuen Welt" . Mit seiner Hilfe tauchen die Kinder in die Zeit der Entdeckung Amerikas ein und lernen Christoph Kolumbus kennen. Es enthält eine nach Themen sortierte Linkliste, die den Schülerinnen als Ausgangspunkt für ihre Internetrecherche und die Bearbeitung der einzelnen Aufgaben dient. Auch der Audiobeitrag, der als Einstiegsimpuls in die Einheit genutzt werden kann, ist über das Booklet aufrufbar. Das Thema "Christoph Kolumbus" im Unterricht Wie Kolumbus aussah, was damals wirklich geschah, erfahren wir nur aus alten Gemälden, Weltkarten und verschiedenen Aufzeichnungen. Es bleiben immer noch Geheimnisse und vieles ist Vermutung und Rückschluss. Gerade das aber macht die Person Christoph Kolumbus für Kinder interessant. Besonders spannend ist natürlich die Tatsache, dass hier ein Irrtum die Welt veränderte. Unterrichtsablauf Einstieg : Anhören der Audio-Datei "Christoph Kolumbus". Die Schülerinnen und Schüler erhalten den Arbeitsauftrag, für sie interessante Informationen zu notieren. Anschließend kann ein Austausch über den Beitrag erfolgen sowie ein Vergleich der Notizen. Es ist zudem sinnvoll, die Lerneinheit, das interaktive Booklet sowie die dazugehörigen Arbeitsblätter vorzustellen. Erarbeitung : Die Lernenden bearbeiten die Arbeitsblätter und das interaktive Booklet eigenständig in Einzel- oder Partnerarbeit. Metaphase : Regelmäßig wird im Plenum der Stand der Arbeiten besprochen. Auch Probleme (technisch, methodisch, sozial) können in diesen Phasen angesprochen und gemeinsam gelöst werden. Auch der Diktattext kann in der Metaphase zum Einsatz kommen. Präsentation : Die Schülerinnen und Schüler berichten am Ende der Unterrichtseinheit über ihre Arbeitsergebnisse und den Ablauf der Arbeit. Auch das Streitgespräch zwischen Kolumbus und Königin Isabella wird vorgeführt. Vorkenntnisse Die Kinder sollten an offene Unterrichtsformen gewöhnt sein. Kenntnisse im Umgang mit dem Internet sind nicht unbedingt nötig, da die Links direkt über die Lerneinheit angeklickt werden und keine Internetadressen eingegeben werden müssen. Es sollten jedoch ausreichend internetfähige Endgeräte zur Verfügung stehen. Didaktisch-methodischer Kommentar Die Unterrichtseinheit ist anhand des interaktiven Booklets "Christoph Kolumbus – Entdecker der Neuen Welt" strukturiert. Die Eingangsseite des Booklets enthält eine Audio-Datei zu Christoph Kolumbus als Einstieg in das Thema. Außerdem finden die Schülerinnen und Schüler allgemeine Anweisungen zur Navigation sowie Hinweise auf Arbeitsblätter, Übungen und Hilfen. Es folgen fünf Hauptseiten mit den Themen: Sein Leben Seine Idee Seine Reisen das Streitgespräch Rätsel und Knobeleien Tägliches Feedback Wichtig sind eine gemeinsame Einführung und Erklärung der Handhabung der Lerneinheit und ein tägliches Feedback, bei dem exemplarisch einige Gruppensprecherinnen und -sprecher über ihre Arbeit und etwaige Probleme berichten, für die dann gemeinsam Lösungswege gesucht werden. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen das Verhalten des Kolumbus den Urheinwohnerinnen und Ureinwohnern gegenüber kennen. lernen wichtige Lebensdaten von Kolumbus kennen. erfahren, dass ein Irrtum unsere Bilder von der Welt erweiterte. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler nutzen geleitet das Internet als Informationsquelle. können Aufgaben digital bearbeiten. bearbeiten im Rahmen von Stationenarbeit unterschiedliche Aufgabentypen zum Thema (Lückentext, offene Fragen, interaktive Übungen). Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten selbstständig. arbeiten kooperativ in Partnerteams.

  • Geschichte / Früher & Heute
  • Primarstufe

Internet-ABC: Mein Lieblingsbuch rezensieren

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit erarbeiten Kinder eigene Rezensionen ihrer Lieblingsbücher. Die Begeisterung der Kinder fürs Lesen zu wecken und zu fördern sowie ihre Medienkompetenz zu stärken, sind die Hauptziele dieser Unterrichtseinheit. Bücher können auf unterschiedliche Art und Weise präsentiert werden. Eine vorherige Auseinandersetzung mit dem Inhalt und eine Suche nach Informationen über Autor oder Autorin, Illustrator und Verlag gehören immer dazu. Dabei können Computer und Internet sowohl bei der Recherche über das Buch als auch bei der eigentlichen Präsentation helfen. In dieser Unterrichtseinheit werden Online-Quellen angegeben, bei denen Lehrkräfte Material und Informationen für die Bearbeitung der Bücher durch die Schülerinnen und Schüler finden. Es werden zudem Wege aufgezeigt, wie Kinder im Internet Informationen über ihre Lieblingsbücher finden und wie sie diese mithilfe des Computers im Internet präsentieren können. Die Leseförderung zieht sich durch die Curricula aller Schulstufen und -formen. Angepasst an die Jahrgangsstufe und das Lernniveau können Leseprojekte neben einer kontinuierlichen Leseförderung schwerpunktmäßig zum Thema gemacht werden. Um die Lern- und Leistungsbereitschaft der Schülerinnen und Schüler zu fördern, ist es daher sinnvoll, ein solches Projekt mit den Lieblingsbüchern der Schülerinnen und Schüler durchzuführen. Kompetenzvermittlung Diese Unterrichtseinheit setzt sich zum Ziel, die kontinuierliche Leseförderung mit zeitgemäßen Elementen der Medien-und Computerbildung zu vereinen. Ablauf der Unterrichtseinheit Wie man die Lesefähigkeiten von Schülerinnen und Schülern steigern und ihnen zugleich Medienkompetenzen vermitteln kann, erfahren Sie auf dieser Seite. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen verschiedene Methoden kennen, den Inhalt eines Buches zu bearbeiten und zu reflektieren. können den Inhalt eines Buches zusammenfassen. können über ein Buch sprechen. lernen Autorin oder Autor, Titel, Cover-Abbildung, eventuell Illustrationen und Inhalt als zentrale vorzustellende Elemente kennen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler recherchieren im Internet nach Daten und Fakten. können das Cover eines Buches als Grafik im Internet finden und speichern. erstellen eine eigene Buchpräsentation im Internet oder in der Textverarbeitung (für einen Sammelordner in der Klasse eine Wand- oder Schülerzeitung). Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten kooperativ mit einer Partnerin oder einem Partner. teilen eigene Lese-Erfahrungen mit anderen. Das Internet ABC gibt Kindern im Alter von fünf bis zwölf Jahren eine Fülle von Hilfestellungen rund um den sicheren Umgang mit dem Internet. Auch für Eltern, Pädagoginnen und Pädagogen bietet das Internet ABC zahlreiche Informationen und Anregungen für den eigenen Erwerb von Internetkompetenz sowie ihre Vermittlung an Kinder. Speziell für den Einsatz des Internet (ABC) im Unterricht bietet die Website ein ständig wachsendes Angebot fachgerecht aufbereiteter Materialien. "Herkömmliche" Erarbeitung des Themas Die Vermittlung von Fachkompetenz wird in dieser Unterrichtseinheit vor allem durch nicht-computergebundene Aufgaben abgedeckt. Die Erarbeitung des Themas kann gut mit den Unterrichtsmaterialien des Bildungsservers Berlin-Brandenburg umgesetzt werden (siehe Linkliste). Mit diesen Materialien aus dem Lesecurriculum werden die Bücher noch ohne Computer bearbeitet. Der unmittelbare Bezug zum gedruckten Buch bleibt erhalten. Selbst erstellte Lesezeichen, handschriftliche Texte und Bilder der Schülerinnen und Schüler unterstützen diese Arbeit. Auch die Medienkompetenz kommt nicht zu kurz Neben der Fach- und Sozialkompetenz steht in dieser Unterrichtseinheit die Vermittlung von Medienkompetenz im Mittelpunkt. Zur inhaltlichen Recherche wird der Klassencomputer nacheinander von einzelnen Schülerinnen und Schülern genutzt (einige Schülerinnen und Schüler arbeiten daran, während die anderen Schülerinnen und Schüler mit den Materialien des Lesecurriculums arbeiten). Zusätzlich können Stunden im Computerraum durchgeführt werden. Liegen diese beispielsweise einmal wöchentlich, kann sich die Arbeit am Lieblingsbuch im Klassenraum (Materialien des Lesecurriculums) und im Computerraum (Internetrecherche, Textverarbeitung, Ausdrucken) abwechseln. Informationsrecherche und Texterstellung Mithilfe des Internets gelangen die Schülerinnen und Schüler an aktuelle Informationen über Bücher, Autorinnen und Autoren. Mit einem Textverarbeitungs-Programm können sie "druckreife" Texte, zum Beispiel für eine Schüler- oder Wandzeitung, gestalten. Dabei bieten sich vielfältige Möglichkeiten der Textüberarbeitung (Korrektur) und -formatierung. Einschätzung des zeitlichen Rahmens Wie Computer und Internet den Schülerinnen und Schülern bei der Recherche und bei der Buchpräsentation helfen können, wird im folgenden Unterrichtsverlauf vorgestellt. Die Dauer der einzelnen Bausteine ist schwer abzuschätzen. Sicherlich sind die Schülerinnen und Schüler zwei Stunden mit der Informationsrecherche beschäftigt. Die Textüberarbeitung der (handschriftlichen) Notizen kann auch offline erfolgen. Beim Schreiben und Gestalten von Textseiten halten sich viele Kinder lange mit der Formatierung auf. Daher sollte zunächst der gesamte Text niedergeschrieben werden. Dann erst folgen die Festlegung von Schriftgröße, -art und -farbe sowie weiterer Formatierungen Die Kinder-Suchmaschine "fragFINN" fragFINN ist eine kindgerechte Suchmaschine, die nur in Webseiten sucht, die für Kinder geeignet sind. Die Such-Ergebnisse werden ansprechend und gut strukturiert präsentiert. Mithilfe von Arbeitsblatt 1 wird die Kenntnis der Kinder über diese Internetadresse vertieft und wichtige Tipps zur Suchmaschine werden vermittelt. Wenn die Schülerinnen und Schüler bei fragFINN den Autorennamen eingeben, werden sie in der Regel zu einer ausreichenden Anzahl an kindgerechten Seiten mit Informationen geführt. "Rossipotti", die Kinder-Literaturseite im Internet, ist fast immer dabei. Buchcover finden und speichern: Achtung Urheberrecht! Auf den Ergebnisseiten werden die Schülerinnen und Schüler auch Abbildungen der Buchcover finden. Mit einem Rechtsklick mit der Computermaus und "Grafik speichern unter …" aus dem erscheinenden Menü können sie das Bild speichern und später in der Textverarbeitung einfügen. Die (öffentlich zugängliche) Verwendung der Buchcover muss jedoch sorgfältig urheberrechtlich geprüft werden. Hier bietet sich die Gelegenheit, die Kinder für das Thema Urheberrecht zu sensibilisieren. Google & Co. sind weniger gut geeignet Eine Suche über eine der großen Suchmaschinen für Erwachsene ist weniger effektiv, da man hier auch über die Bildersuche viele Varianten der Cover findet, unter anderem auch selbst Gemaltes von anderen Internetnutzern, sodass Echtes von Nachgemachtem kaum unterschieden werden kann. Texte digitalisieren Den Umgang mit einem Textverarbeitungsprogramm zu lernen, ist über mehrere Jahrgangsstufen hinweg ein Thema für den Unterricht. Zunächst geht es darum, Texte zu digitalisieren, um sie dann besser nachträglich bearbeiten und weiter verwenden zu können (online, Plakat, Sammelhefter, Wandzeitung). Hilfestellungen durch die Lehrkraft In einer 4. Klasse ist hier sicherlich noch viel Unterstützung von Seiten der Lehrerin oder des Lehrers nötig. Die Kinder müssen einige zentrale Kompetenzen mitbringen: Textverarbeitung öffnen Tastatur kennen einfache Formatierungen vornehmen sicheres Speichern Vorteile der Texterstellung am Computer Besonders die Erstellung eines fehlerfreien Textes (keine Korrekturspuren zu sehen) und die variable Vergrößerung und Formatierung des Textes, zum Beispiel für ein Wandplakat, sind als Vorteile gegenüber handschriftlicher Arbeit hervorzuheben. So kommt das Lieblingsbuch groß raus Mithilfe einer Präsentations-Software können die Kinder die Cover-Abbildungen sowie selbstgemalte und eingescannte Bilder zu ihrem Lieblingsbuch groß präsentieren. Mit Beamer und Computer oder an einem interaktiven Whiteboard können sie die Inhalte ihrer Präsentation in Stichworten zeigen und dazu frei sprechen oder einen Textteil aus dem Buch vorlesen. Eine Online-Präsentation erstellen In einem kostenlosen Blog (in etwa ein "Online-Tagebuch") können auch bereits Schülerinnen und Schüler der 4. Klasse unter Anleitung Texte und Bilder veröffentlichen. Mit digi.reporter , dem Online-Redaktionssystem für Kinder, können Lehrkräfte nach kurzer Einarbeitungszeit eine Online-Umgebung anlegen, in der die Schülerinnen und Schüler selbst tätig werden und eigene Bilder, Texte, Audios und Videos veröffentlichen können. So entsteht eine eigene kleine Webseite zu den Lieblingsbüchern der Kinder. Urheberrechte beachten! Achtung - beim Veröffentlichen von Texten und Bildern stellt sich immer die Frage nach dem Urheberrecht! Während die Texte der Schülerinnen und Schüler (wenn sie nicht direkt von anderen Webseiten kopiert worden sind) unproblematisch sein dürften, ist es nicht ohne Weiteres erlaubt, die Titelbilder der Bücher von anderen Webseiten zu kopieren und selbst wieder zu veröffentlichen. Besser ist hier die Abbildung eines selbst gemalten Titelbildes und/oder der Link zu einer Webseite mit der Buchabbildung. "Meine Texte schreibe ich selber!" Spätestens wenn die Schülerinnen und Schüler im Internet zu den Autorinnen und Autoren recherchieren, stellt sich das Problem des Abschreibens von einer Webseite. "Kopieren und Einfügen" ist weit verbreitet. Dabei werden häufig nur zum Teil verstandene Texte kopiert und als eigene ausgegeben. Hier muss die Lehrkraft überzeugend intervenieren und dafür sorgen, dass die Kinder die Texte umformulieren. Dafür notieren sich die Schülerinnen und Schüler handschriftlich wichtige Wörter und Satzteile aus dem Text der Internetseite, anhand derer sie anschließend einen eigenen Text formulieren. Am besten geben sie auch noch die Internetseite als Quelle an. Passende Materialien vom Internet-ABC Das Internet-ABC hat drei wichtige Bereiche dieser Thematik mit Informationstexten, Bildern und Lückentexten aufbereitet. Die Comicfigur "Eddie" erklärt dabei, worum es geht: "Vom Autor zum Urheber" - Was ist eigentlich ein Urheber? Welche Rechte hat er? "Sichergehen beim Herunterladen und Veröffentlichen" - Welche Rechtsfragen muss man beachten? "Hausaufgaben und Referate aus dem Netz" - "Kopieren und einfügen" ist nicht der richtige Weg. Besser ist es, eigene Texte mit den Informationen aus dem Internet zu schreiben.

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben
  • Primarstufe

Die Vogelgrippe – Herkunft, Symptome, Schutzmaßnahmen

Interaktives / Kopiervorlage

Dieses Unterrichtsmaterial zum Thema "Vogelgrippe" thematisiert die Verbreitung der Viruserkrankung und bespricht schützende Verhaltensregeln, um Schülerinnen und Schüler zum richtigen Handeln im Umgang mit der Vogelgrippe zu befähigen. Im Februar 2006 wurden die ersten infizierten Vögel auf Rügen gefunden, danach hat sich die Seuche stetig verbreitet und weitere Fälle wurden in sämtlichen Bundesländern entdeckt. 2014 und 2016 folgten europaweit Ausbrüche einer Variante der Geflügelpest und 2022 musste unter anderem der Karlsruher Zoo aufgrund von Infektionen um seinen Vogelbestand kämpfen. Diese interaktive Lerneinheit gibt Antwort auf viele Fragen, die Kinder zum Thema Vogelgrippe bewegen: Die Herkunft der Vogelgrippe, das Krankheitsbild, die Ansteckungsgefahren und die Schutzmaßnahmen, ohne dabei Angst zu schüren. Das Arbeitsmaterial wird durch das interaktive Booklet "Wissenswertes über die Vogelgrippe" strukturiert. Es enthält eine nach Themen sortierte Linkliste, die den Schülerinnen als Ausgangspunkt für ihre Internetrecherche und die Bearbeitung der einzelnen Aufgaben dient. Die Schülerinnen und Schüler sollen, durch das interaktive Booklet geleitet, gezielt im Internet Informationen recherchieren, außerdem ein interaktives Quiz lösen und herkömmliche Arbeitsblätter bearbeiten, für die das Internet zum Teil als Informationsquelle dient. Das Thema "Vogelgrippe" im Unterricht Virusinfektionen wie die Vogelgrippe oder zuletzt auch die Corona-Pandemie können gerade jüngeren Kindern Angst machen. Der Schul-Unterricht bietet eine Möglichkeit, die Sorgen der Schülerinnen und Schüler zum Thema zu machen und zu klären. Das Arbeitsmaterial ermöglicht es den Kindern, sich altersangemessen über die Vogelgrippe zu informieren und befähigt sie dazu, sich im Ernstfall richtig zu verhalten. Unterrichtsablauf Einführung: Die Lehrkraft zeigt das Bild eines Vogelschwarms: Die Kinder äußern Vermutungen, was das Thema der Unterrichtsstunde sein könnte. Es folgt ein kurzes Gespräch über spontane Ängste, Vermutungen und Sorgen der Kinder. Anschließend wird das erste Arbeitsblatt bearbeitet. Es regt zum Nachdenken über eigene Fragen an. Der Einstieg endet mit der Präsentation sowie dem Ordnen der Fragen. Dazu eignet sich das Ankleben beziehungsweise Heften an die Tafel oder auf ein Plakat. Es ist zudem sinnvoll, die Lerneinheit, das interaktive Booklet sowie die dazugehörigen Arbeitsblätter vorzustellen. Erarbeitung: Die Lernenden bearbeiten die Arbeitsblätter und das interaktive Booklet eigenständig in Einzel-, Paar- oder Gruppenarbeit. Metaphase: Regelmäßig wird im Plenum der Stand der Arbeiten besprochen. Auch Probleme (technisch, methodisch, sozial) können in diesen Phasen angesprochen und gemeinsam gelöst werden. Präsentation: Die Schülerinnen und Schüler berichten am Ende der Unterrichtseinheit über ihre Arbeitsergebnisse und den Ablauf der Arbeit. Auch die auf Arbeitsblatt 6 festgehaltenen offenen Fragen der Schülerinnen und Schüler können an dieser Stelle präsentiert werden. Anschließend sollte Raum für die ausführliche Beantwortung aller offenen Fragen gegeben werden. Zudem bietet sich ein Vergleich mit den zu Beginn gesammelten Fragen an. Vorkenntnisse Die Kinder sollten an offene Unterrichtsformen gewöhnt sein. Kenntnisse im Umgang mit dem Internet sind nicht unbedingt nötig, da die Links direkt über die Lerneinheit angesteuert werden und keine Internetadressen eingegeben werden müssen. Didaktischer Kommentar Bei der Bearbeitung des Materials orientieren sich die Schülerinnen und Schüler am interaktiven Booklet "Wissenswertes über die Vogelgrippe". Es beinhaltet eine kurze thematische Einführung und strukturiert die Aufgaben. Zudem finden die Kinder dort Anweisungen zur Navigation sowie Hinweise auf Arbeitsblätter, Übungen und Hilfen. Insgesamt beinhaltet es fünf Hauptseiten zu den Themen: Was ist die Vogelgrippe? Was sind Viren? Die Verbreitung Maßnahmen gegen die Vogelgrippe Noch Fragen? Methodischer Kommentar Die Anlegung der Einheit mithilfe eines interaktiven Booklets erlaubt eine selbstständige Bearbeitung der Aufgaben durch die Schülerinnen und Schüler. Die Arbeitsblätter können von den Lernenden in ihrem individuellen Tempo gelöst werden. Die Arbeit an Tablet oder Computer erhöht zudem die Motivation der Kinder und die Rätsel am Ende des Booklets bringen zudem Abwechslung in das Arbeitsmaterial. Wichtig sind eine gemeinsame Einführung und Erklärung der Handhabung der Lerneinheit und ein tägliches Feedback, bei dem exemplarisch einige Gruppensprecherinnen und -sprecher über ihre Arbeit und etwaige Probleme berichten, für die dann gemeinsam Lösungswege gesucht werden. Als zusätzliches Angebot können im Bedarfsfall weitere Arbeitsblätter zur Verfügung gestellt werden, die die in der Lerneinheit angesprochenen Themen vertiefen: zum Beispiel weitere Übungen zu Vorsilben, Übungen zur Rechtschreibung (Diktatvorbereitung zum Thema), Wörter mit V, weitere Sachaufgaben (beispielsweise Berechnung von Entfernungen zum Vogelflug, Preis von Eiern, Preis von Vogelfutter). Auch das Einbinden der Unterrichtseinheit "Zoonose – Krank durch Tiere?" bietet sich hier an. Jedes Kind heftet seine fertigen Arbeitsblätter und gelösten Aufgaben in einem Hefter ab, der nach Abschluss des Projekts eingesammelt und von der Lehrkraft überprüft wird. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erfahren, wo die Vogelgrippe herkommt und wie sie nach Deutschland kam. lernen das Krankheitsbild der Vogelgrippe kennen. erfahren, was die Vogelgrippe ist und welche Symptome sie hervorruft. beschäftigen sich mit Viren. lernen Maßnahmen zum Schutz vor der Viruserkrankung kennen und informieren sich über Verhaltensregeln. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler führen gezielte Recherchen im Internet durch und nutzen es als Informationsquelle. zeichnen ein Bild aus dem Internet ab. bearbeiten eine interaktive Lerneinheit am Computer oder am Tablet machen Erfahrungen mit dem Prinzip der Verlinkung. lösen ein Quiz sowie eine interaktive Zuordnungsübung. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler einigen sich als Partnerinnen und Partner über die Reihenfolge der Aufgaben. helfen sich gegenseitig. treffen Absprachen für die Präsentation.

  • Biologie / Ernährung und Gesundheit / Natur und Umwelt / Ich und meine Welt
  • Primarstufe

Globales Lernen: Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit zum Thema Menschenrechte und gesellschaftliches Engagement lenkt den Blick der Schülerinnen und Schüler von der Fußball-Weltmeisterschaft auch das Land Südafrika, seine Probleme und die Menschen, die dort Leben.Südafrika: Rund 9.000 Kilometer von Deutschland entfernt, wurde dieses Land mit der Fußball-Weltmeisterschaft für einige Wochen medial präsent. Diese Unterrichtseinheit lenkt den Blick der Schülerinnen und Schüler auf die südafrikanische Realität jenseits des sportlichen Ereignisses. Die Lernenden informieren sich über das Internet, Printmedien und Kontakte zu Expertinnen und Experten über wirtschaftliche und soziale Probleme des Landes. Sie lernen Lebenswelten südafrikanischer Jugendlicher kennen, vergleichen sie mit ihren eigenen und erkennen, welche konkreten Handlungsmöglichkeiten sie selbst zur Bekämpfung sozialer Not haben. Damit liefert die Unterrichtseinheit einen Beitrag zum Erlernen gemeinsamen globalen Handelns. Sensibilisierung für die Bedeutung der Menschenrechte Über die Beschäftigung mit einem Großereignis sollen die Schülerinnen und Schüler in dieser Unterrichtseinheit für die Bedeutung der Menschenrechte und für gesellschaftliches Engagement sensibilisiert werden. Das "Medienereignis" Fußball-Weltmeisterschaft wird aufgegriffen und im Hinblick auf die Ziele globalen und weltoffenen Lernens vertieft. Eine Liste von Lehrplanstichworten zeigt auf, zu welchen Themen diese Einheit passt. Daran schließt sich eine Vorstellung der genutzten medialen Möglichkeiten an. Die Unterrichtseinheit rund um die FIFA WM 2010 umfasst 18 Arbeitsblätter, die sich auf vier Bausteine verteilen und ist modular einsetzbar. Didaktisch-methodische Vorüberlegungen Weshalb lohnt es sich, die Fußball-WM 2010 in den Unterricht mit einzubeziehen? Lesen Sie hierzu die didaktisch-methodischen Vorüberlegungen. Durchführung der Unterrichtseinheit: Baustein 1 Baustein 1 der Unterrichtseinheit befasst sich mit der Geographie und Bevölkerung Südafrikas. Auf die benötigten Arbeitsblätter wird an den entsprechenden Stellen verlinkt. Durchführung der Unterrichtseinheit: Baustein 2 Die Lernenden bekommen Einblicke in das Leben südafrikanischer Jugendlicher, setzen sich mit den Milleniums-Entwicklungszielen und HIV/Aids in Südafrika auseinander. Durchführung der Unterrichtseinheit: Baustein 3 In Baustein 3 beschäftigen sich die Lernenden mit den WM-Städten, aber auch mit Hintergründen der Fußball-Weltmeisterschaft und ihrer wirtschaftlichen Bedeutung. Durchführung der Unterrichtseinheit: Baustein 4 Die Jugendlichen untersuchen Projektbeispiele, die versuchen, Menschen einen Weg aus der Armut zu zeigen und werden sensibilisiert für eigene gesellschaftliche Verantwortung. Gestaltungskompetenz Die Schülerinnen und Schüler erreichen in den Fächern Ethik, Religion, Gemeinschaftskunde, Politik und Wirtschaft, Differenzierte Kompetenzen . Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten Hintergründe zu Südafrika (Staat, Naturraum, Aspekte der Geschichte Südafrikas, Fußball-WM 2010, ausgewählte Problemlagen). können eine eigene Einschätzung aktueller Entwicklungen in Südafrika geben und Hintergründe benennen. können aktuelle Informationen und Diskussionsprozesse im Internet recherchieren und ihre Bedeutung einschätzen. können zu ausgewählten Problemkreisen eine eigene Stellungnahme entwickeln und argumentativ vertreten. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen die Kommunikationsformen des Internets (E-Mail, Chat, Forum, Newsdienste) kennen und Information und Meinungsbildung nutzen. können das Internet als Medium zur aktuellen und authentischen Recherche nutzen und diese Nutzung kritisch reflektieren. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über ausgewählte Entwicklungen und Problemlagen in Südafrika, unter anderem über "Straßenkinder", Armut, wirtschaftliche Lage und Entwicklung, Folgen der Apartheid. informieren sich über Versuche der Südafrikaner, soziale und wirtschaftliche Probleme zu beheben. begreifen Verbindungen zwischen Südafrika und Europa. setzen sich damit auseinander, dass die Entwicklung in Südafrika in Europa sehr selektiv wahrgenommen wird. Die Schülerinnen und Schüler erkennen unterschiedliche Ansätze zur Bewältigung des Alltags von Jugendlichen in Südafrika. beschreiben Ansätze zur Bewältigung des Alltags von Jugendlichen in Südafrika und vergleichen diese mit der eigenen Situation. Die Schülerinnen und Schüler nehmen persönlich-individuelle Schicksale, gesellschaftliche und ökonomische Bedingungen in Südafrika, Armut und Gerechtigkeit als Problem zwischen Nord und Süd wahr und diskutieren diese. Die Schülerinnen und Schüler machen sich eigene und fremde Wertorientierungen in ihrer Bedeutung für die Lebensgestaltung bewusst, würdigen und reflektieren diese. versetzen sich in die Lage Gleichaltriger in Südafrika und nehmen das Leben aus deren Perspektive wahr und beschreiben diese. Die Schülerinnen und Schüler erkennen die eigene Solidarität mit Menschen und die eigene Mitverantwortung für Umwelt und Entwicklung als notwendig und versuchen sie zu begründen . überprüfen die eigene Grundorientierung der Solidarität und Mitverantwortung im Dialog und angesichts neuer Erkenntnisse und entwickeln sie weiter. Die Schülerinnen und Schüler erkennen die eigene Bindung an ethische Normen in Entwicklungsfragen und Fragen der Bekämpfung von Armut und Not und hinterfragen diese kritisch. gehen konstruktiv mit Widersprüchen zwischen religiös/ethisch und sachlich begründeten Grundpositionen um. Die Schülerinnen und Schüler erkennen globale Komplexität und damit verbundene Widersprüche und Ungewissheiten als gegeben und bearbeiten diese konstruktiv. halten in der Auseinandersetzung mit kultureller Vielfalt die eigenen ethisch/religiös begründeten Grundpositionen offen und entwickeln diese weiter. formulieren aus den eigenen ethisch/religiös begründeten Grundpositionen heraus verbindende und verbindliche Handlungsoptionen als Beitrag zu einer Humanisierung der Welt. Die Schülerinnen und Schüler stellen dar, was im Privatleben, in der eigenen Familie sowie in religiösen Gemeinschaften oder Gruppen gemeinsamer Interessen im Blick auf die Situation von Jugendlichen in Südafrika für das Ziel einer zukunftsfähigen Entwicklung getan werden kann und sollte. bringen die eigene Haltung zu Maßnahmen der nachhaltigen Entwicklung ethisch begründen und gegebenenfalls mit religiösen Überzeugungen in Einklang. Begrifflichkeiten rund um den Fußball "Chancengleichheit", "Fair Play, "völkerverbindend", "Verständnis füreinander schaffend" - das sind Schlagworte für ein im wahrsten Sinne des Wortes "weltweites" Ereignis wie die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika. Durch die Dauerpräsenz und die nahezu lückenlose weltweite mediale Vermittlung werden hier schnell globale Zusammenhänge für Schülerinnen und Schüler greifbar. Das Thema ist eine Chance, zu Zielsetzungen globalen und weltoffenen Lernens zu arbeiten. Veranstalterland Südafrika Globales Lernen braucht Informationen zu Lebensraum und Bevölkerung. In diesem Unterrichtsprojekt zu Südafrika bietet es sich an, zu den Austragungsstädten des Turniers sowie zur Geschichte und Gegenwart des Landes zu recherchieren. Fußball in Afrika Fußball in Afrika ist bei uns bisher eher selten ein Thema von Interesse. Die Fußball-Weltmeisterschaft kann hier bei Schülerinnen und Schülern Aufmerksamkeit schaffen. "Fußball in Afrika" spiegelt viele Problembereiche wieder und ermöglicht es den Lernenden, Zusammenhänge in neuen globalen Perspektiven wahrzunehmen und in der eigenen Meinungsbildung zu berücksichtigen. Kampagnen von Nichtregierungsorganisationen Nichtregierungsorganisationen (NGOs) möchten zur Fußball-Weltmeisterschaft 2010 der Lebenssituation von Jugendlichen in Südafrika zusätzliche Aufmerksamkeit verschaffen. Sie haben Kampagnen gestartet, die dazu anregen sollen, sich über die Lebenssituation von Jugendlichen zu informieren und sich kritisch mit dem Thema auseinander zu setzen. Diese Kampagnen bieten im Internet Materialien und Hilfen für eine motivierende Umsetzung im Unterricht für verschiedene Altersstufen an. Ungerechtigkeiten und globale Verflechtungen Seit Jahren machen von verschiedenen Nichtregierungsorganisationen getragene Kampagnen (beispielsweise "Kampagne für Saubere Kleidung", "Fair Play for Fair Life" oder "Fairer Handel") auf Ungerechtigkeiten und globale Verflechtungen aufmerksam. Produktionsbedingungen von Kleidung und Sportartikeln, die Verletzung von Menschenrechten durch Kinderarbeit, die Nichteinhaltung sozialer Mindeststandards oder Umweltzerstörung durch Produktionsverfahren sind ebenso kritisch betrachtete Themen wie ein fairer Handel, der sich gegen die Benachteiligung von Akteuren aus dem Süden durch das von den Industriestaaten beherrschte Welthandelssystem richtet. Globale Einblicke Fußball zeigt sich bei der Fußball-Weltmeisterschaft "global". Es nehmen Mannschaften aus allen Erdteilen teil. So sind - zumindest für kurze Zeit - Länder und Regionen im Gespräch, die sonst in der Schule und in der Bildungsarbeit kaum eine Rolle spielen. Eigenes Engagement Armut und Unterdrückung anderer Menschen muss man nicht hinnehmen: Viele Projekte zeigen Wege in eine bessere Zukunft auf. Die Schülerinnen und Schüler werden motiviert, Ziele der nachhaltigen Entwicklung im privaten, schulischen und beruflichen Bereich zu verfolgen und sich an ihrer Umsetzung auf gesellschaftlicher und politischer Ebene zu beteiligen. Zu welchen Themen passt die Unterrichtseinheit "Globales Lernen: Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika"? Eine Liste von Lehrplan-Stichworten zeigt auf, wie das Thema an den Lehrplan angebunden werden kann. Politische Bildung Grundwerte und Verfassung: Menschenrechte, Grundrechte Lebenssituation von Jugendlichen Bürgerbeteiligung, Engagement Politische Akteure - Nichtregierungsorganisationen Globalisierung, Internationale Zusammenarbeit und Friedenssicherung Medien und Freizeit Erdkunde Afrika - Raum Südafrika Raumprägung durch Wirtschaft Problemraum Mega-Städte Religion/Ethik Würde des Menschen Pflichten gegen sich selbst und Pflichten gegen andere der Mensch als Mittel und als Zweck eigene Rechte und Rechte der anderen die Frage nach dem Menschen und seine Verantwortung Freiheit Freiheit bedeutet Selbstbestimmung aller Menschen unter dem Anspruch der Vernunft. Selbstständige Medienarbeit Die Arbeitsblätter geben "Recherchehinweise", die ein selbstständiges Suchen nach Informationen mithilfe von Suchmaschinen ergänzen und qualifizieren sollen. Kontaktaufnahme und Kommunikation mit Akteuren ist wichtiger Bestandteil der Unterrichtsarbeit. Ausgangspunkt ist die Erhebung des Vorverständnisses von Schülerinnen und Schülern mit Blick auf die Akteure. Wahl der Medien Die Schülerinnen und Schüler lernen in dieser Unterrichtseinheit, sich über unterschiedliche Zugangsweisen im Internet Informationen zu beschaffen. Folgende Nutzungsmöglichkeiten kommen in Betracht: Online-Lexika Portale Informationsangebote auf den Websites von Hilfsprojekten Suchmaschinen mit unterschiedlichen Suchstrategien E-Mail-Recherche und Chat-Räume In dem PDF unter join-the-game.org findet sich ein Text des Autors, der im Rahmen des Projekts "Join the Games" entwickelt wurde. Hier sind fünf verschiedene methodische Zugänge zusammengestellt. Gruppenpuzzle Wandzeitung Arbeit mit Fragebögen, Umfragen und Szenarien Arbeit mit Bildseiten und Karikaturen Collage Präsentationsmöglichkeiten Präsentationsformen wie Wandzeitung und Collage haben inzwischen viele Schülerinnen und Schüler kennen und nutzen gelernt. Deshalb gibt es bei den Arbeitsvorschlägen hierzu keine "technischen Hinweise". In dieser Unterrichtseinheit lernen die Schülerinnen und Schüler weitere Präsentationsformen kennen. Einarbeiten der Arbeitsergebnisse in bestehende Enzyklopädien Gerade bei den Wikipedia-Artikeln zum Themenbereich ist es möglich, dass die Lernenden ein Online-Lexikon mit ihrem Beitrag erweitern. Dies wird in dieser Unterrichtseinheit als Arbeitsschritt angeboten. Kampagnen beschreiben Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit einem Hilfsangebot oder einer Kampagne auseinander, indem sie hierzu einen Steckbrief erarbeiten. In diesem Teil der Unterrichtseinheit sollen die Schülerinnen und Schüler Wissen zum Gastgeberland der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 erwerben. Die Arbeitsblätter 1 bis 4 sollen die Lernenden dazu anregen, sich selbst aktiv auf die Suche nach Informationen zu machen. Hintergrundinformationen Das Online-Spiel "Abenteuer Kapstadt" von join-the-game.org vermittelt den Lernenden Einblicke in das Leben südafrikanischer Jugendlicher. Die Schülerinnen und Schüler gewinnen Hintergrundinformationen und können sich mit einer Figur ihrer Wahl näher beschäftigen. Weiterführende Unterrichtsmaterialien Die Schülerinnen und Schüler erhalten über Links zu Unterrichtsmaterialien im Internet (Arbeitsblatt 5) sowie über Lebensgeschichten von Jugendlichen von der Straße oder aus Townships (Arbeitsblätter 6, 7 und 8) Hintergrundinformationen zum Thema "Jugend in Südafrika" und vertiefen sie in selbstständiger Arbeit. Mit Gründen für die soziale Situation in Südafrika sowie Problemlösungsstrategien setzen sich die Schülerinnen und Schüler anhand der Milleniums-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen auseinander. Sie informieren sich im Internet über die Milleniumsziele, erarbeiten deren Bedeutung für die Situation von Straßenkindern in Südafrika und finden heraus, inwieweit die Ziele bereits verwirklicht sind. Im nächsten Schritt verarbeiten die Schülerinnen und Schüler die gewonnenen Informationen über Jugendliche in Südafrika in einem Rollenspiel. In Dreiergruppen nehmen die Lernenden die Rollen von drei Figuren des Online-Spiels "Abenteuer Kapstadt" ein. Im Rollenspiel wiederholen und reflektieren sie die bereits gewonnenen Informationen zu den Themen "Lebensverhältnisse", "Sicherheit" und "Zukunft" südafrikanischer Jugendlicher. Dies kann auch in einem fiktiven Brief an eine der Hauptfiguren aus dem für die Unterrichtseinheit genutzten Online-Spiel geschehen. Umfrage In diesem Baustein beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit den WM-Städten, aber auch mit Hintergründen der Fußball-Weltmeisterschaft. Sie untersuchen insbesondere, was für Südafrikaner "Fußball" und Fifa WM 2010 bedeuten. In einem ersten Schritt notieren sie auf einem Umfragebogen (Arbeitsblatt 11) eigene Erwartungen und Wünsche an die Fußball-Weltmeisterschaft. Die Schülerinnen und Schüler sammeln die Umfragebögen ein und werten sie aus. Geschichte des Fußballs Mithilfe eines Sachtextes aus dem Internet informieren sich die Lernenden über die Geschichte des südafrikanischen Fußballs und erstellen eine Zeittafel. Dabei unterscheiden sie hinsichtlich "Fußball für Weiße - Fußball für die anderen - Fußball für alle". Zusätzlich können sie hier Informationen zur Geschichte des Fußballs in Deutschland notieren. Die Lernenden befassen sich in einem weiteren Schritt mit dem Zusammenhang von Fußball und Apartheid. Hierzu kann ein weiterer Sachtext aus dem Internet genutzt werden. Die Lernenden diskutieren die Frage, ob die Fußball-Weltmeisterschaft zur Lösung der wirtschaftlichen Probleme Südafrikas einen Beitrag leisten kann. Hierzu können ergänzend zwei Presseartikel aus dem Internet genutzt werden. Alle Arbeitsaufträge zum Thema "Geschichte des Fußballs in Südafrika" sind in Arbeitsblatt 13 zusammengefasst. Über die offizielle Webseite der FIFA erhalten die Schülerinnen und Schüler erste Informationen zu den Austragungsorten der Fußball-Weltmeisterschaft. Diese Basisinformationen erweitern sie durch selbstständige Internetrecherche sowie Erkundigungen im Reisebüro und bei Fachlehrerinnen und Fachlehrern. Mit diesen Informationen erstellen sie eine WM-Städte-Karte. Arbeitsblatt 14 gibt den Lernenden Leitkriterien, nach denen sie die gewonnenen Informationen in der Kartei dokumentieren können. Zur Vertiefung des Themas kann auch an dieser Stelle der Artikel "Südafrika probt den Ernstfall" genutzt werden. In Zweierteams diskutieren die Lernenden die Bedeutung der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika. Dazu nehmen sie unter anderem die Rolle südafrikanischer Jugendlicher ein. Vorschläge zu Rollenspielen enthält Arbeitsblatt 14. Nach dem Rollenspiel können die Schülerinnen und Schüler nochmals den Fragebogen (Arbeitsblatt 11), den sie zu Beginn dieses Bausteins bearbeitet haben, ausfüllen und so feststellen, ob und inwiefern sich durch das Wissen, das sie inzwischen zu Südafrika erworben haben, ihre Erwartungen und ihr Interesse an der Fußball-Weltmeisterschaft geändert haben. Projekte außerhalb Deutschlands In diesem Baustein sollen die Schülerinnen und Schüler Projektbeispiele untersuchen, die versuchen, Menschen einen Weg aus der Armut zu zeigen und die sie dabei unterstützen, diesen Weg zu gehen. Außerdem sollen die Lernenden erkennen, wie und wo sie sich selbst für eine Verbesserung der Zukunftschancen anderer Menschen einsetzen können. Lebensbedingungen anderer Menschen verbessern Jede Gruppe wählt eines der in Arbeitsblatt 15 aufgeführten Projekte aus. Die Lernenden suchen im Internet Informationen über das gewählte Projekt. Mithilfe der ausgedruckten Informationen arbeiten sie an den Fragen und erstellen anschließend eine Tabelle mit Zielen, Angeboten und Hintergründen des gewählten Projektes. Die Informationen werden im Gruppenpuzzle-Verfahren ausgetauscht. Jede Gruppe erstellt auch einen Beitrag für die Wandzeitung. Ergänzend können die Lernenden mithilfe des Internets Informationen zu Straßenkindern in Deutschland sammeln; nützliche Links hierzu finden sie auf Arbeitsblatt 16 sowie in der Linkliste. Arbeitsblatt 16 fasst die Arbeitsschritte und Arbeitsaufträge zusammen. Diskussion zu den Projekten Im Partner-, Gruppen- oder Klassengespräch reflektieren die Schülerinnen und Schüler darüber, inwieweit die untersuchten Projekte die bisher besprochenen Problemlagen und die Milleniums-Entwicklungsziele aufgreifen. Vor Beginn der Diskussion kreuzen die Lernenden die für sie zutreffende Position auf einem Thesenbogen an (Arbeitsblatt 18). Die Ergebnisse fassen die Lernenden in einem Beitrag für die Wandzeitung zusammen. Ideensuche: Wie kann ich selbst helfen? Die Schülerinnen und Schüler informieren sich mithilfe des Internets darüber, welche Möglichkeiten es gibt, selbst soziale Projekte und Kampagnen zu unterstützen.

  • Politik / WiSo / SoWi / Religion / Ethik
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II
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