Nationalitätenpolitik gegenüber der deutschen Minderheit in der Sowjetunion von 1917 bis zur Perestrojka

  • Geisteswissenschaften
  • Geschichte / Politik / SoWi
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II
  • Internetressource

Die Lernenden setzen sich anhand dieses Grundlagentextes mit der von Repression und Misstrauen geprägten Situation der deutschen Minderheit in Russland auseinander.

Beschreibung

Nach der Machtergreifung der Bolschewiki wurde die deutsche Bevölkerung der Sowjetunion systematisch unterdrückt, deportiert und zwangsarbeitsmobilisiert. Um 1990 kam es zu massenhaften Ausreise. Die "Russlanddeutschen" wurden bis heute nicht vollständig rehabilitiert. Alfred Eisfeld beschreibt in diesem Artikel, der auf der Webseite der Bundeszentrale für politische Bildung einsehbar ist, die Situation der deutschen Minderheit in Russland. Auf dieser Grundlage erlangen die Schülerinnen und Schüler ein tieferes Verständnis für die Auswanderungsbewegungen und massenweisen Ausreise dieser Minderheit und reflektieren, was Heimat bedeutet.

Die Materialien sind in keinen methodisch-didaktisch Kontext eingebettet. Deshalb sollten sie seitens der Lehrkraft vor- und nachbereitet werden.

Vermittelte Kompetenzen

Sachkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • setzen sich grundlegend mit der Geschichte der Deutschen als ethnische Minderheit in Russland auseinander.
  • erfahren, dass die deutsche Bevölkerung systematisch unterdrückt, deportiert und zwangsarbeitsmobilisiert wurde.
  • können auf dieser Grundlage Auswanderungsbewegungen und die massenweise Ausreise der deutschen Minderheit nachvollziehen.

Methodenkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler 

  • wenden elementare Schritte der Interpretation von Textquellen und der Analyse von Sekundärliteratur sach- und themengerecht an. 
  • nutzen grundlegende Arbeitsschritte zur sach- und fachgerechten Informationsentnahme und Erkenntnisgewinnung aus Karten.
  • benennen den Hauptgedanken eines Textes, stellen gedankliche Verknüpfungen dar und erschließen die Bedeutung von Aussagen.
  • vergleichen Informationen, stellen Verbindungen zwischen ihnen her und erklären Zusammenhänge.

Urteilskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • analysieren und beurteilen Sachverhalte im Hinblick auf Interessenbezogenheit, beabsichtigte und unbeabsichtigte Nebenfolgen sowie ideologische Implikationen.
  • prüfen, ob der erreichte Wissenstand als Basis für ein Urteil zureichend ist.
  • formulieren in Ansätzen begründete Werturteile bzw. revidieren bestehende Werturteile aufgrund neu gewonnener Informationen.

In Kooperation mit

Bundeszentrale für politische Bildung

Die Bundeszentrale für politische Bildung unterstützt interessierte Bürgerinnen und Bürger dabei, sich mit Politik zu befassen. Ihre Aufgabe ist es, das Verständnis für politische Sachverhalte zu fördern, das demokratische Bewusstsein zu festigen und die Bereitschaft zur politischen Partizipation zu stärken.

Gefördert von

Bundesstiftung Aufarbeitung

Dieser Beitrag wurde gefördert von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.