Deutsche? Russen? Russlanddeutsche?: Migrationsgeschichten von Spätaussiedlern: Wer oder was ist "Deutsch"?

  • Geisteswissenschaften
  • Geschichte / Politik / SoWi
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II
  • Arbeitsblatt

Die Lernenden reflektieren, was sie unter dem Begriff „Deutschsein“ verstehen und lernen anhand der Diskussion zu den Einreisebestimmungen von (Spät-)Aussiedlerinnen und (Spät-)Aussiedlern die Grenzen der Definition von "Deutschsein" kennen.

Beschreibung

Im Mittelpunkt steht die Reflexion zur Frage, wer oder was "deutsch" ist. Die Lernenden formulieren dafür zunächst die Bedeutung der Fragestellung für sich selbst in Form eines selbstgeschriebenen Gedichts. Anschließend setzen sie sich anhand der Einreisebestimmungen für (Spät-)Aussiedlerinnen und (Spät-)Aussiedlern intensiver mit möglichen Aspekten von "Deutschsein" auseinander. Abschließend nehmen die Schülerinnen und Schüler dazu Stellung, inwieweit eine Definition und ein Nachweis von "Deutschsein" überhaupt möglich sind und auf welche Schwierigkeiten eine solche Einreisebestimmung stößt.

Es bietet sich an, zuvor die Materialien "Deutsche? Russen? Russlanddeutsche?: Migrationsgeschichten von Spätaussiedlern: Begriffe, Fremd- und Selbstbeschreibungen" zu nutzen.

Arbeitsblätter

Vermittelte Kompetenzen

Sachkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler 

  • erlangen ein differenziertes Verständnis über die Migrationsgesellschaft Deutschland.
  • diskutieren und erörtern die personale Identität von (Spät-)Aussiedlerinnen und (Spät-)Aussiedlern im Kontext einer Migrationsgesellschaft.
  • reflektieren bestehende Vorurteile in der Aufnahmegesellschaft und setzen sich mit deren Auswirkungen kritisch auseinander.
  • lernen, Vorurteilen angemessen zu begegnen.

Methodenkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • trainieren das selbstständige Erschließen von Themen und Inhalten sowie das Recherchieren im Internet.
  • üben sich im eigenständigen Analysieren und Interpretieren von Texten.
  • trainieren in Partner- oder Gruppenarbeit ihre Zusammenarbeit mit anderen.
  • lernen Diskussionen argumentativ und rational zu führen.
  • schulen in Diskussionen und Präsentationen die eigene Ausdrucksfähigkeit und aktives Zuhören.

Urteilskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler 

  • beurteilen Argumente aus historischen Deutungen kriteriengeleitet.
  • analysieren und beurteilen Sachverhalte im Hinblick auf Interessenbezogenheit, beabsichtigte und unbeabsichtigte Nebenfolgen sowie ideologische Implikationen.
  • lernen, kritische Deutungen historischer Sachverhalte vorzunehmen und dabei Quellen in angemessener Weise mit in die eigene Argumentation einzubeziehen.

In Kooperation mit

Georg-Eckert Institut

Das Georg-Eckert Institut ist eine wissenschaftliche Einrichtung zur Erforschung von Schulbüchern. Es ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft und in diesem Rahmen in der gemeinsamen Forschungsförderung von Bund und Ländern. Darüber hinaus fungiert das Institut als Schulbuchzentrum des Europarates. Die vorliegenden Materialien sind beim Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung erschienen. Die Autorin ist Inken Meier.

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit zwischentöne. 

Gefördert von

Bundesstiftung Aufarbeitung

Dieser Beitrag wurde gefördert von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.