Arbeiten im Bruderland. Arbeitsmigranten in der DDR und ihr Zusammenleben mit der deutschen Bevölkerung

  • Geisteswissenschaften
  • Geschichte / Politik / SoWi
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Der Artikel beleuchtet den Arbeits- und Lebensalltag von Vertragsarbeitern in der DDR und das Spannungsfeld von Anspruch und Wirklichkeit.

Beschreibung

Offiziell waren die "ausländischen Werktätigen", die ab den 1960er Jahren in die DDR kamen, "Freunde". Sie erhielten, so der offizielle Tenor, eine Ausbildung, um anschließend beim Aufbau ihrer Heimat, den sozialistischen Bruderländern, zu helfen. Die Wirklichkeit sah jedoch oft anders aus. Der Beitrag von Ann-Judith Rabenschlag, der auf der Webseite der Bundeszentrale für politische Bildung verfügbar ist, beleuchtet den Anspruch und die Wirklichkeit im Leben der Gastarbeiter in der DDR.

Da der Bericht jedoch in keinen methodisch-didaktisch Kontext eingebettet ist, sollte er seitens der Lehrkraft vor- und nachbereitet werden. Aufgrund der Informationsdichte sollten die Schülerinnen und Schüler darüber hinaus über historisches Grundlagenwissen zur politischem und wirtschaftlichen Situation der DDR verfügen.

Vermittelte Kompetenzen

Sachkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler 

  • setzen sich mit der Lebens- und Arbeitssituation von Vertragsarbeitern in der der DDR auseinander.
  • kennen grundlegende demografische Merkmale der Vertragsarbeiter.
  • kennen politische und wirtschaftliche Gründe, warum die DDR-Regierung Anwerberverträge abschloss.
  • kennen Länder, aus denen die Vertragsarbeiter kamen. 
  • setzen sich mit den Versprechungen und Erwartungen sowie dem realen Alltag der Vertragsarbeitet und den bestehenden Spannungsfeldern und Widersprüchen auseinander.

Methodenkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • wenden elementare Schritte zur Interpretation von Textquellen sach- und themengerecht an.
  • nutzen grundlegende Arbeitsschritte zur sach- und fachgerechten Informationsentnahme und Erkenntnisgewinnung aus Bildquellen.
  • benennen die Hauptgedanken eines Textes.
  • stellen Verbindungen zwischen Informationen her, erkennen und erklären Zusammenhänge.
  • unterscheiden zwischen Begründung und Behauptung, Ursache und Wirkung, Voraussetzung und Folge, Wirklichkeit und Vorstellung.

Urteilskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • analysieren und beurteilen Sachverhalte im Hinblick auf Interessenbezogenheit, beabsichtigte und unbeabsichtigte Nebenfolgen sowie ideologische Implikationen.
  • beurteilen Argumente aus historischen Deutungen kriteriengeleitet.
  • prüfen, ob der erreichte Wissenstand als Basis für ein Urteil zureichend ist.
  • formulieren in Ansätzen begründete Werturteile und revidieren diese gegebenenfalls zugunsten besser begründbarer Urteile.

In Kooperation mit

Bundeszentrale für politische Bildung

Die Bundeszentrale für politische Bildung unterstützt interessierte Bürgerinnen und Bürger dabei, sich mit Politik zu befassen. Ihre Aufgabe ist es, das Verständnis für politische Sachverhalte zu fördern, das demokratische Bewusstsein zu festigen und die Bereitschaft zur politischen Partizipation zu stärken.

Gefördert von

Bundesstiftung Aufarbeitung

Dieser Beitrag wurde gefördert von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.