Digitales Lehrwerk
Deutsch-deutsche Geschichte

Mielkes Apparat: Das Ministerium für Staatssicherheit

In diesem Arbeitsblatt wird die Rolle des Ministeriums für Staatssicherheit als Geheimpolizei der DDR thematisiert und ihre Methoden kritisch beleuchtet.

  • Geschichte
  • Sekundarstufe II
  • Arbeitsblatt

Beschreibung

Das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) als allgegenwärtige Geheimpolizei der DDR verfügte im Gegensatz zu Nachrichtendiensten in demokratischen Staaten über weitreichende Vollmachten und unterlag keiner Kontrolle von Seiten des Parlaments, was zu einer umfassenden Überwachung der DDR-Bürger führte. Erst während der Friedlichen Revolution wurde das MfS ersatzlos aufgelöst.

Die Lernenden erfahren, wie tief das MfS in das private Leben seiner Bürger eindrang und wie wichtig seine Rolle für den Bestand der SED-Regierung war.

Das Arbeitsblatt thematisiert die Methoden der Geheimpolizei, denen die DDR-Bürgerinnen und DDR-Bürger ausgesetzt waren. Anhand eines Films arbeiten die Schülerinnen und Schüler die Handlungsmöglichkeiten des MfS heraus, diskutieren, worin mögliche Vorteile von Spitzeln lagen und welche Hindernisse die Strafverfolgung der Beteiligten nach der Wiedervereinigung barg.

Vermittelte Kompetenzen

Sachkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • setzen sich mit den Strukturen des MfS auseinander.
  • nennen die Methoden, die das MfS zur Überwachung und Kontrolle der Bevölkerung einsetzte.
  • definieren den Begriff "Inoffizielle Mitarbeiter" und zeigen Motive und Gründe für die Zusammenarbeit mit dem MfS auf.
  • nennen den Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (BStU) und seine wichtige Funktion für die wissenschaftliche und persönliche Aufarbeitung der Überwachung durch das MfS.

Methodenkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • arbeiten aus dem Film gezielt Informationen heraus über die Situation von DDR-Bürgerinnen und DDR-Bürgern, die ins Visier des MfS gerieten.
  • arbeiten heraus, was das MfS von anderen Geheimdiensten unterschied und welche Vollmächte, Aufgaben und Befugnisse es besaß.
  • stellen in einem Rollenspiel ein Anwerbegespräch des MfS mit einer Bürgerin oder einem Bürger der DDR dar und arbeiten so mögliche Gründe für und gegen eine Zusammenarbeit heraus.

Urteilskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • diskutieren, warum die SED-Führung die Veröffentlichung der Bilder des Berliner Fotografen Harald Hauswald verhinderte.
  • diskutieren die Rolle der sogenannten "Inoffziellen Mitarbeiter" für das MfS und die Überwachung der Bürgerinnen und Bürger.
  • beurteilen Gründe und Motive, die Menschen dazu bewegt hat, als "Inoffzielle Mitarbeiter" für das MfS zu arbeiten.

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Gefördert durch

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Dieses Projekt wurde gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie www.bmwi.de

Projektbüro und Herausgeber

Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (Bundesstiftung Aufarbeitung) koordinierte als Projektbüro das Projekt.

www.bundesstiftung-aufarbeitung.de

Die Stiftung Jugend und Bildung ist der Herausgeber des Projekts.

www.jugend-und-bildung.de

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Lernraum

Informationen zum Lernraum

In Kooperation mit

Deutsche Gesellschaft e. V.

Die Deutsche Gesellschaft e. V. wurde als erster gesamtdeutscher Verein nach der Wiedervereinigung von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus Ost und West mit dem Ziel gegründet, die Teilung zu überwinden, das Miteinander in Deutschland und Europa zu fördern sowie Vorurteile abzubauen. Der Verein setzt sich in mehr als 20 europäischen Staaten für Demokratie und Völkerverständigung ein.