UNESCO-Projektschule: Rudolf-Steiner-Schule Loheland Künzell

Die zentralen Tätigkeitsschwerpunkte der Rudolf-Steiner-Schule Loheland in Künzell sind die Bildung für nachhaltige Entwicklung, globales und interkulturelles Lernen sowie die Anerkennung der Vielfalt der Kulturen.

Rudolf-Steiner-Schule Künzell

Die Rudolf-Steiner-Schule als Teil der Loheland-Stiftung ist ein gemeinnütziger Bildungsträger mit einem "besonderen pädagogischen Profil".

Profil mit vier "Eckpfosten"

Bewegung: Gemäß dem Motto "Bewegung als ein Element des Lebens" (Louise Langgaard) bestimmt Bewegung die besondere Qualität des Arbeitens an der Rudolf-Steiner-Schule. 

Handwerk: Konkrete Erfahrungen durch das Arbeiten mit der Hand vermitteln anschaulich Rahmenbedingungen und Wirkungen des eigenen Handelns.

Landbau: Die umweltschonende Bearbeitung des Bodens schafft als "Urproduktion" die Grundlage unserer Lebensbedingungen. Schülerinnen und Schüler erwerben durch Tätigkeiten im Schulgarten zukunftsnotwendige Schlüsselkompetenzen wie Verantwortungsbewusstsein, denn gesunde Entwicklung - sowohl für den Einzelnen als auch für die Gesamtheit der Menschen - kann sich letztlich nur im Einklang von Mensch und Umwelt vollziehen. Das UN-Konzept der "Bildung für nachhaltige Entwicklung" hat dies in jüngster Zeit als zentrales Ziel formuliert.

Reformpädagogik: Das Entwicklungsverständnis, wie es Rudolf Steiner, der Begründer der Anthroposophie, formulierte, bildet die Basis der Schulphilosophie und integriert die drei vorangestellten "Eckpfosten" des Bildungsverständnisses Lohelands in der Waldorfpädagogik. Der Lehrplan der Waldorfschulen greift diese Elemente in besonderer Weise auf. So wird die kognitive Entwicklung durch ein ganzheitliches Bildungsverständnis gefördert.

Waldorfpädagogik und UNESCO-Arbeit

Aufbauend auf den oben skizzierten Elementen ist die Tätigkeit der Rudolf-Steiner-Schule Loheland in Künzell besonders bezogen auf die Bildung für nachhaltige Entwicklung, globales und interkulturelles Lernen sowie die Anerkennung der Vielfalt der Kulturen. Aufgrund ihres Waldorf-spezifischen Epochenunterrichts konnte die Schule in den letzten Jahren umfassende Projekte zur Solidarität mit Afrika und der dortigen Entwicklung von Demokratie und Menschenrechten, dem Verhältnis von Marktwirtschaft und Ökologie in Kolumbien und Asien sowie zahlreiche Aktionen mit dem Biosphärenreservat Rhön durchführen. Als Teil der weltweiten Waldorf-Community mit insgesamt 1200 Schulen auf der ganzen Welt pflegt sie auch insbesondere den interkulturellen Austausch mit Partnerschulen in Namibia und Russland.