Mediale Gewalt

Mobiltelefone sind bei Kindern und Jugendlichen sehr beliebt. Belästigung, Diffamierung und Psychoterror via Handy oder anderen digitalen Medien nennt man Cyberbullying.

Beschreibung

Die repräsentative Umfrage im Rahmen des (N)ONLINER Atlas 2008 "Bildung via Internet: Wie vernetzt sind Deutschlands Kinder?" stellte fest, dass 90 Prozent der Kinder und Jugendlichen zwischen fünf und 15 Jahren in Deutschland einen PC nutzen. Hoch im Kurs stehen bei der Jugend: Internetsuche (45 Prozent), Kommunikation wie Chatten (38 Prozent), Offline-Gaming (45 Prozent), Offline-Lernen (39 Prozent) sowie Online-Lernen (32 Prozent).

Cyberbullying nimmt zu, was ist das?

"Unter Cyberbullying versteht man die Belästigung, Diffamierung oder das Ausüben von Psychoterror via Handy und Internet von Kindern oder Jugendlichen durch Kinder oder Jugendliche. Dabei wird das Opfer mit verfälschten Bildern oder Videos, die im Internet publiziert werden oder über das Handy mit SMS und MMS versendet werden, belästigt und schikaniert. Außerdem setzen die Täter E-Mails und peinliche Bilder, die rundgesendet werden, oder aber gefälschte Profile in Online Communities ein, um ihre Opfer zu plagen und mürbe zu machen. Opfer solcher Attacken leiden oft unter Depressionen und einer Verschlechterung des Selbstwertgefühles, was sich auch auf die schulischen Leistungen negativ auswirken kann," schreibt die Schweizerische Kriminalprävention in ihrem Ratgeber gegen Cyberbullying.

Wie Eltern oder Lehrpersonen Cyberbullying erkennen können

  • Das Kind als Opfer?

    Plötzliche Veränderungen in der Gemütsverfassung eines Kindes oder das Abfallen der schulischen Leistungen können Anzeichen für eine Cyberbullying Attacke sein.
  • Das Kind als Täter?

    Leitmotto sollte sein: "Was Du nicht willst, dass man dir tut, das füg' auch keinem anderen zu!" Sollte ein Kind dennoch zum Täter werden, sollte es nach seinen Gefühlen und Beweggründen befragt werden.

Cyberbullying nimmt zu, was kann man tun?

  • Machen Sie ihm klar, dass es nicht machtlos ist!
  • Es gibt immer jemanden, an den es sich wenden kann: beispielsweise Eltern, Großeltern, Geschwister, andere Verwandte, Lehrerinnen und Lehrer, Trainer, Pfarrer oder der Sozialdienst der Schule.
  • Wenn es sich wehrt und jemandem anvertraut, besteht die Chance, dass der Täter zur Verantwortung gezogen wird. Täter hinterlassen immer Spuren, die zurückverfolgt werden können.
  • Sagen Sie Ihrem Kind, dass Sie ihm helfen, wenn es von anderen belästigt wird.

Helfen Sie dem Kind, wenn es zum Täter geworden ist!

  • Sie sollten sich bewusst sein, dass mit den heutigen technischen Möglichkeiten der Polizei fast jeder zu überführen ist.
  • SMS oder MMS sind einfach zurückverfolgbar. Auch Blogbeiträge oder Videos in YouTube sind via IP Adresse ermittelbar!
  • Schlagen, Bedrohen, massives Hänseln oder sexuelle Belästigung werden nicht toleriert und können gesetzlich verfolgt werden.
  • Grundsätzlich sollten Sie Ihrem Kind erklären, warum es sich nicht an solchen Bullying-Attacken beteiligen soll. Bullying ist NICHT cool!

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