Berufskolleg Praxistransfer Banken

In einem Modellprojekt auf dem nordrhein-westfälischen Bildungsserver learn:line werden neue Medien zur Verbesserung der Kooperation von Schule und Betrieb eingesetzt.

Beschreibung

Neue Herausforderungen und Anforderungen in Wirtschaft und Verwaltung erfordern gerade von beruflichen Schulen und ihren Lehrkräften besondere Anstrengungen und Anpassungen. Dies betrifft vor allem die Berücksichtigung neuer Entwicklungen in der Wirtschaftspraxis, aber auch die Umsetzung moderner methodisch-didaktischer sowie medialer Konzepte im Bereich der beruflichen Aus- und Weiterbildung.

Den Veränderungen Rechnung tragen

Berufliches Lernen als lebenslanger Prozess

Dass ein lebenslanges Lernen (LLL = Life Long Learning) gerade für Berufstätige unausweichlich ist, macht der EU-Report "The Future of Education in Europe until 2010" deutlich:

  • Danach müssen 80 Prozent aller Mitarbeiter in den nächsten zehn Jahren umgeschult werden.
  • Zehn Prozent aller Berufsbilder werden sich im Jahresrhythmus wandeln oder gänzlich verschwinden.
  • Bestehende Berufsbilder werden durch neue ersetzt, wobei gleichzeitig immer umfassendere und höhere Qualifikationen verlangt werden.

Veränderungen im Bankenbereich

Rapide Entwicklungen sind gerade auch im Bankenbereich zu verzeichnen. So wurden neue Berufe für den Finanzsektor entwickelt (zum Beispiel Investmentfondskaufleute). Außerdem finden sich viele neue fachliche Herausforderungen (etwa durch Basel II).

Konsequenzen für die beruflichen Schulen

Für die berufliche Bildung werden generell folgende Konsequenzen als notwendig angesehen, um den vielfältigen Herausforderungen zu entsprechen:

  • Für die Curriculumentwicklung:

    Orientierungsmaßstab für die Entwicklung der Curricula sind die Arbeits- und Geschäftsprozesse, aus denen Lernfelder generiert werden, in denen eine selbstständige Handlungsfähigkeit gefördert werden soll (vom Geschäftsprozess zum Lern- und Handlungsfeld).
  • Für die Bildungsgangarbeit:

    Orientierung an fachübergreifenden Lernsituationen, die möglichst auch in Kooperation mit der Betriebspraxis entwickelt werden (von Lernfeldern zu Lernsituationen).
  • Für die Kompetenzförderung im Unterricht:

    verstärkte Förderung des Verstehens von Arbeitsprozessen und -strukturen (vom Faktenwissen zum Anwendungswissen).
  • Für die Sozialformen im Unterricht:

    Teamkompetenz fördern (vom individuellen Arbeiten zu kooperativen Arbeitsformen).
  • Für den Lernprozess:

    Orientierung am selbstständigen Problemlösen im Lernprozess (von der Fremd- zur Selbststeuerung).
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Autor
Avatar Ernst Tiemeyer

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